- Bahnhof-Terrasse -In den letzten Wochen habe ich mein Training etwas schleifen lassen. Ich war nur selten mit den Autoreifen im Wald und eine Wanderung hatte ich auch zuletzt im Dezember unternommen. Also war es an der Zeit, mal wieder loszuziehen. Meine Wahl fiel letzten Freitag auf den Brezelweg, eine Runde um Schloss Burg, die ich auch schon mehrere Male gewandert bin. Sie ist kaum mehr als 16 Kilometer lang und daher auch in einem halben Tag gut zu schaffen. Mit der Regionalbahn fuhr ich bis Solingen-Schaberg und lief dort um 12 Uhr an der Müngstener Brücke los. Erst ein Stück oberhalb der Wupper einen Hangweg entlang, bis ich nach einer halben Stunde auf den Brezelweg stieß.
Auch wenn die Runde nicht allzu lang ist, sollte man sie nicht unterschätzen. Einige knackige Steigungen gilt es zu bewältigen, bei denen über 600 Höhenmeter zusammen kommen. Aber der Weg ist meist gut zu gehen. Aufgrund des vielen Regens in der letzten Zeit, war es an manchen Stellen noch etwas matschig, aber das war kaum der Rede wert. Ich kam zügig voran. Über die schmalen Pfade, durch Dörfer, auf Waldwegen, den kurzen Asphaltpassagen, mit Blick auf Schloss Burg und das Wasser der Sengbach Talsperre.
Entlang des Weges machte ich paar Bilder mit meiner X10. Und ganz passend zur Fujifilm bearbeitete ich sie später im Stile eines Fuji Neopan ACROS 100 Schwarz/Weiss-Films.
Nach knapp fünf Stunden war ich zurück am Ausgangspunkt und trat bei einbrechender Dunkelheit die Heimfahrt an.
- Bruchbude
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- 8 -
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- Heimfahrt -
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- Molch im Hochmoor -Nachdem ich am Neujahrsmorgen in Dornumersiel das neue Jahr begrüßt hatte, drehte ich später am Tag mit der Familie noch eine Runde durch das Naturschutzgebiet Ewiges Meer, wo uns ein Molch über den Weg lief. Der Winzling “krallte” sich auf dem Bohlenweg fest und war sicherlich voller Hoffnung, am ersten Tag des neuen Jahres nicht gleich plattgetreten zu werden … Aufgrund der kühlen Temperaturen wirkte das Amphib wie eingefroren – ohne zu zucken hielt es inne. Optimal für eine Nahaufnahme.
Mittlerweile ist das Bild auf meiner Flickr-Seite schon häufig angeklickt worden – da möchte ich jetzt noch ein paar Worte zur Entstehung und zur Bearbeitung loswerden.
Ich hatte die Fujifilm X10 dabei. Fix stellte ich die Kamera auf den Supermakromodus und Zeitautomatik ein, wählte eine große Blendenöffnung, die eine geringe Schärfentiefe mit sich bringen würde, und machte einige Fotos. Den Fokuspunkt versuchte ich auf das Auge des Molch zu setzen. Auch wenn das Viech schön still hielt, beließ ich es bei ein paar Auslösungen.
Später stellte ich dann fest, dass das Bild weder in Farbe noch im Hochkantformat wirkte. Schwarz/Weiss und Quadrat war die Lösung. Wie immer machte ich die monochrome Bearbeitung mit Silver Efex Pro von Nik Software. Und wie in den meisten Fällen, wendete ich auch bei diesem Bild eine Filmsimulation an. Meine erste Wahl war der Ilford Delta 3200 Pro. Doch gestern habe ich mir das Foto noch einmal zur Brust genommen und mich stattdessen für den Kodak P3200 TMAX Pro entschieden und den Molch mit dieser Simulation eines analogen Filmes nochmals neu bearbeitet. Bei genauerer Betrachtung schienen mir die feinen Details mit diesem “Film” nuancierter und klarer herauszukommen. Obendrein erscheint mir das Bild so “schärfer” und weniger “verschwommen” – obwohl der 3200er Kodak deutlich grobkörniger ist als der Ilford.
Für die Analog-Verfechter mag das Spielerei sein, aber ich finde es immer wieder spannend, wie ich auch auf digitalem Wege die Eigenheiten und Charakteristiken von S/W-Filmen nutzen und herausarbeiten kann.
Die kalten Fakten:
Fujifilm X10, ISO 200, 1/40s und Blende 2.8, Nikon Capture NX2, Adobe Photoshop CS4, Nik Silver Efex Pro
- Norwegen Rundreise – Ein Bilderbogen -Es ist schon eine ganze Weile her. Es war im Mai und Juni des letzten Jahres. Da war ich gemeinsam mit Nina und Selma auf Familienreise in Norwegen. Fünf Wochen kreuz und quer durch das Land der Fjorde, Gletscher und Wasserfälle. In einem ersten Blick zurück erzählte ich nach unserer Rückkehr bereits davon, wie arg es uns erwischt hatte. Es war eine derart verregnete Zeit, wie wir sie noch nie in diesem Ausmaß erlebt hatten.
Doch wir klammerten uns an die Hoffnung, dass es in fünf Wochen irgendwann auch mal besser werden müsste. Aber das wurde es nicht. Abgesehen von den Tagen, die strahlend aus der grauen Masse hervorstachen und uns bei der Stange hielten. Stattdessen jedoch immer wieder dieser Regen. Nein, keine Schauer. Vielmehr dauerhaft, ohne Unterbrechung, gar tagelang pausenlos.
Trotz allem hielten wir an unserem Plan fest. So haben wir dann doch viel gesehen, wenn auch zuweilen nur durch die Fenster des Autos, wenn der Regen mal wieder so heftig vom Himmel fiel, dass wir keine Lust hatten auszusteigen und wieder einmal nass zu werden.
Aber wie ich schon sagte: Wer jetzt denkt, wir hätten keine schöne Zeit gehabt, ist auf dem Holzweg. In all der nasskalten Witterung wurde es uns immer wieder warm ums Herz, wenn wir einen Blick auf einen sprudelnden Wasserfall, einen zwischen dunklen Bergen eingekeilten Fjord oder das drohende Eis eines Gletschers erhaschen konnten.
Unsere Reiseroute:
Kristiansand – Kap Lindesnes – Eigerøya – Lysefjord und Preikestolen – Stavanger – Skudeneshavn – Hardangerfjord – Bergen – Aurlandsfjord – Lustrafjord – Jostedalen – Solvorn – Fjærland – Florø – Bremangerlandet – Vågsøy – Stadlandet – Westkapp – Ålesund – Atlantikstraße – Molde – Trollstigen – Romsdalen – Valdres – Oslo – Kristiansand
Und jetzt gibt es endlich auch einen Bilderbogen der Rundreise durch Norwegen zu sehen. Auf Flickr. Schaut mal rein …
> Bildergalerie der Norwegen Rundreise 2011

Selten habe ich der Vorstellung einer neuen Kamera derart entgegen gefiebert. Und noch seltener war ich so aus dem Häuschen wie letzten Montag, als Fujifilm am Vortag der CES Show in Las Vegas die X-Pro1 der Öffentlichkeit präsentierte. Gut, vieles war schon in den Tagen zuvor durchgesickert, aber ein paar Details blieben bis dahin im Verborgenen.
Viele vergleichen die Fujifilm X-Pro1 nun mit der Contax G2, einer analogen Messsucherkamera aus den Neunziger Jahren. Auch ich träumte damals von der Contax, da mir das System für meine Art der Reise- und Outdoorfotografie optimal erschien. Klein und kompakt. Und nicht ganz so teuer wie das Leica M-System. Doch ich blieb vorerst bei Nikon und Spiegelreflexen. Doch wie damals bei der Contax drücke ich mir jetzt die Nase an Fujifilms neuester Kreation platt – und vollführe in Gedanken bereits einen Systemwechsel. So verlockend erscheint mir dieses Stück Technik im Retro-Look.
Der richtige Augenblick
Dabei bin ich kein Nostalgiker. Ich mag alle Vorzüge der digitalen Welt. Doch ich schätze auch Bewährtes und bin ein Freund der Reduktion auf das Wesentliche. Und die X-Pro1 verkörpert in meinen Augen – wie aktuell keine zweite Kamera – die Besinnung auf das, was Fotografie im Kern ausmacht: Das Motiv und eine Kombination aus Zeit und Blende. Der richtige Augenblick. Mehr ist es nicht.
Ich fühle mich erinnert an die Zeit, in der ich mit der mechanischen Nikon FM2 und einem 20er, 35er und 85er loszog und Diafilme von Fuji belichtete. Klar, damit möchte auch ich heute nicht mehr auf Tour gehen – digital darf und soll es schon sein. Aber gerne ohne viel Schnickschnack. Ein wenig puristisch. Und doch mit allen (wesentlichen) Möglichkeiten, die mittlerweile zur Verfügung stehen.
Daher spricht mich das Design der Fujifilm besonders an – wie schon bei meiner X10. Die klassischen Linien. Das Zeiten- und Belichtungskorrekturrad und vor allem der Blendenring an den Objektiven. Nur was nützt das formschöne Äußere – böse Zungen würden altbackene Gehäuse dazu sagen -, wenn die inneren Werte nicht mitspielen? Aber auch da scheint Fujifilm ein guter Wurf gelungen zu sein. In der Kamera werkelt ein neu entwickelter 16 MP X-Trans CMOS APS-C Sensor, der nach eigenen Aussagen sogar die aktuellen Vollformatsensoren an Auflösung übertreffen soll. Ob das zutrifft oder nicht, ist für mich nicht entscheidend. Mir würde reichen, wenn der Sensor auch nur annähernd das hält, was er verspricht und sich damit an die Spitze im Halbformatbereich setzt. Denn mittlerweile weiß ich, dass ich das volle Format ohnehin nicht zwingend benötige.
Auch der Sucher passt zum Gesamtkonzept. Ein neuer Hybrid-Sucher, wie er sich in ähnlicher Weise bereits in der X100 bewährt hat, mit der Möglichkeit zwischen einem optischen und elektronischen Sucher hin und her zu schalten, wobei sich der OVF den verwendeten Objektiven automatisch anpasst oder manuell verstellen lässt.
Schöne Aussicht
Apropos Objektive. Zu Beginn werden drei Festbrennweiten auf den Markt gebracht, welche umgerechnet aufs Kleinbild einem 27er Weitwinkel, einem 53er Normalobjektiv und einem 90er Tele mit Makrofunktion entsprechen. Allesamt recht lichtstark – 2.0, 1.4 und 2.4 – und in solider Metallbauweise. Für den Anfang schonmal nicht schlecht, aber ich war gespannt darauf, wie die Reise weitergehen würde. Und als bekannt wurde, dass Fujifilm in den nächsten zwei Jahren 9 weitere Objektive herausbringen will – darunter ein 14er Superweitwinkel (entsprechend einem 21er am KB) und ein fein abgestuftes Setup dreier Zooms, die einen Bereich von 12 bis 200 mm (18-300 KB) mit konstanter Anfangsöffnung von 1:4 und integriertem Bildstabilisator abdecken – war es um mich fast geschehen. Das ist all das, was ich brauche.
Schließlich der ganze Rest, das Menü, die Bedienung. Hier konnten die Fuji Guys mit einem Hands-On Preview überzeugen (Video 1 / Video 2). Das weckt Begehrlichkeiten … Wenn jetzt noch der AF gut ist, ich mit diesem Sucher-System klar komme, ja dann … Ach was: Ich würde sie lieber heute als morgen in Händen halten! Mitte März gehe ich auf große Tour. Mitte März soll sie erhätlich sein.
Aber wozu das ganze? Natürlich, auch meine Nikon-Ausrüstung macht gute Fotos. Oder ich mit ihr
Aber oft wünsche ich mir was Kleineres anstelle der fetten DSLR mit den schweren Linsen – bei natürlich vergleichbarer Bildqualität. Einher eine Konzentration auf das Wesentliche. Durchaus ein Werkzeug mit Ecken und Kanten. Aber genauso geradlinig auf dem Weg zum entscheidenden Moment …
- Vogelflug -Den Jahreswechsel verbrachte ich mit der Familie in Ostfriesland. An der Nordsee. Fünf Tage frische Luft. Regen und Wind. Am Neujahrsmorgen stand ich früh auf, schnappte mir das Auto und machte mich von unserer Ferienwohnung in Dornumergrode auf den kurzen Weg rüber nach Dornumersiel. Am Hafen parkte ich den Wagen – kein anderes Fahrzeug weit und breit. Stürmischer Wind schickte Regen von Südwest heran. Ich verharrte noch ein paar Minuten, erst dann stieg ich aus. Noch war es dämmrig. Ich schlenderte zum Strand. Entfernt ein Mensch mit Hund. Sonst war niemand zu sehen. Der Regen, der über mich hinweg fegte, ließ etwas nach, als ich an der Nivea Sonne vorbei lief. Ein paar leere Sektflaschen und der Müll von Raketen und Böllern lagen herum. Das Meer war nicht zu sehen. Ebbe. Lautlos zogen einige Vögel über mich hinweg. Ein Radfahrer kam vorbei. Wohl auf der Suche nach brauchbaren Resten der Silvesterknallerei. Jetzt herrschte Stille. Bis auf den Wind. Er kräuselte das Wasser und ließ Schilder klappern. Erst gegen halb 10 war es so richtig hell. Da fuhr ich zurück. Zum Frühstück. Ein neues Jahr hatte begonnen.
- Ein Radfahrer -
- Nivea Sonne -
- Baden untersagt -
- Rampe gesperrt -
Achja, später am Tag, da lief mir im Naturschutzgebiet Ewiges Meer auch noch ein Molch über den Weg. Der Winzling “krallte” sich auf dem Bohlenweg fest und war sicherlich voller Hoffnung, am ersten Tag des neuen Jahres nicht gleich plattgetreten zu werden …
