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Was nun, Martin? Die Fujifilm X-Pro2 oder die Fujifilm X-T2?

Soll ich jetzt die Fujifilm X-Pro2 nehmen oder doch lieber zur X-T2 greifen? Diese Frage bekam ich in letzter Zeit immer wieder gestellt. Meine Antwort: Es kommt drauf an. Darauf, welches der beiden Topmodelle einem besser in der Hand liegt, welche Features einem besonders wichtig sind. Darauf, was man braucht, wie und was man fotografiert. Die beiden Kameras haben ihre Gemeinsamkeiten, aber auch ihre Unterschiede. Eine Gegenüberstellung.

Rückblick: Es war die X-Pro1, die mich einst ganz ins Fujifilm X System eintauchen ließ. Besonders das Design im Messsucherstil begeisterte mich und ich verliebte mich in diesen Fotoapparat auf den ersten Blick. Doch als dann die X-T2 auf den Markt kam, zog ich fortan mit ihr los, obwohl ich an deren DSLR-Look weniger Freude hatte. Da sie technisch dem Pro-Modell allerdings einige Schritte voraus war, wurde sie mein neues Arbeitstier. Ganz anders hingegen die aktuelle Situation: Die X-Pro2 und die X-T2 sind von ihren inneren Werten weitestgehend gleichauf, wenn auch ein paar funktionelle Unterschiede dennoch in den Gehäusen stecken. Diese will ich nachfolgend ein wenig erläutern – zumindest jene, die für mich relevant sind -, könnten sie doch für andere den Ausschlag hin zu dem einen oder anderen Modell geben. Einen ausführlichen Erfahrungsbericht zur Fujifilm X-Pro2 hatte ich übrigens hier bereits veröffentlicht.

Die Sache mit den Äpfeln und den Birnen

Auch wenn beide Kameras leckere Früchtchen sind, springt der größte Unterschied nach wie vor sofort ins Auge. Beide Modelle bleiben dem Design ihrer Vorgängerinnen treu. Und hier spalten sich die Nutzer sicherlich schon rasch in zwei Lager auf. Ich bin nach wie vor ein Anhänger des Messsucherstils der X-Pro2 und nehme sie lieber ans Auge als die DSLRartige X-T2. Da ich mit dem rechten Auge durch den Sucher schaue, kann ich mich schön an die X-Pro2 schmiegen und muss mich nicht hinter die Kamera quetschen, wie es bei der X-T2 der Fall ist. Für alle, die Menschen fotografieren, ergibt sich so auch ein klarer Pluspunkt für das Pro-Modell: Man verschwindet nicht hinter dem kleinen schwarzen Kasten, sondern das eigene Gesicht bleibt in größten Teilen sichtbar. Eine Kommunikation mit der Person vor der Linse ist einfacher möglich. Aber selbst bei meinen überwiegend leblosen Motiven habe ich mit der X-Pro2 das Gefühl, allein durch diese Kamerahaltung näher dran zu sein und drin zu stecken in der Szenerie.

– Der Sprung – X-Pro2, XF35mmF2 R WR, 1/420 Sek, f 5.6, ISO 200 –
– Zwischen Gräsern – X-Pro2, XF35mmF2 R WR, 1/5000 Sek, f 2.8, ISO 200 –

Aber nun zu den inneren Werten …

Hybrid-Sucher contra Kinoleinwand
Das wahrscheinlich wichtigste Alleinstellungsmerkmal der X-Pro2 (neben den Modellen der X-100-Serie) ist ihr Hybrid-Sucher. Und hier ist es der optische Sucher (OVF), der etwas möglich macht, was mit dem elektronischen Sucher (EVF) nicht geht. Die zur Bildfeldbegrenzung eingeblendeten Leuchtrahmen lassen einen Raum um das eigentliche Bild offen und zeigen, was sich außerhalb dessen abspielt, was schließlich auf den Chip gebannt wird. Vor allem für Street- und Reportagefotografen kann das sehr nützlich sein. Ist jemand kurz davor störend ins Bild zu laufen? Oder warte ich am besten gerade diesen einen kurzen Moment noch ab?

Für mich ist der OVF aber kein Grund, die X-Pro2 deswegen der X-T2 vorzuziehen. Schon bei der X-Pro1 hatte ich frühzeitig fast ausschließlich den EVF benutzt und den OVF nur als nettes zusätzliches „nice to have“ angesehen.

Wie schon die X-T1 punktet die X-T2 mit ihrem riesigen EVF, bei dem ich teils Mühe habe, den kompletten Überblick zu wahren … Ist die Auflösung mit ca. 2,36 Millionen Bildpunkten bei den elektronischen Suchern der X-Pro2 und X-T2 identisch, erreicht der EVF des T-Modells eine höhere Wiederholungsrate von bis zu 100 Bildern pro Sekunde (im Boost-Modus) gegenüber den maximal 85 FPS des Pro-Modells, was ein „flüssigeres Bild“ und somit eine noch bessere Motivverfolgung ermöglicht.

Autofokus
Seit Firmware-Version 2.00 ist die AF-Performance der X-Pro2 auf dem gleichen Niveau wie die der etwas neueren X-T2 und auch die Anzahl der Fokusmessfelder ist seitdem identisch. Allerdings bleiben die individuellen Einstellmöglichkeiten des AF-C der X-T2 vorbehalten. Allen, die diesen AF-Modus viel oder gar ausschließlich nutzen, bieten sich hier also deutliche Vorteile.

Serienbildrate
Bei der X-Pro2 ist die Serienbildrate im Modus CL auf 3 und im Modus CH auf 8 Bilder pro Sekunde festgelegt. Die X-T2 bietet hier mehr Optionen: Im Modus CL kann zwischen 3, 4 oder 5 FPS ausgewählt werden. Und im Modus CH zwischen 8, 11 und 14. Dabei sind die maximalen 14 Bilder pro Sekunde ausschließlich mit dem elektronischen Verschluss möglich (Boost-Modus und Handgriff sind dafür allerdings nicht erforderlich). Bei der Nutzung des mechanischen Verschlusses sind für die 11 FPS der Handgriff nötig (im Boost-Modus), oder auch diese Geschwindigkeit bleibt dem elektronischen Verschluss vorbehalten. 3, 4, 5 oder 8 Bilder pro Sekunde lassen sich mit allen Verschlusstypen realisieren und benötigen weder den Handgriff noch den Boost-Modus. Unterm Strich ist die X-T2 hier flexibler einzusetzen als die X-Pro2, was neben dem individueller konfigurierbaren AF-C vor allem den Action-Fotografen zugute kommt.

Klappdisplay
Der Monitor ist bei der X-Pro2 bekanntlich nicht als Klappdisplay verbaut. Die X-T2 hat ein solches, wie schon ihre Vorgängerin, spendiert bekommen und es lässt sich sogar noch vielfältiger verstellen. Ich mag den Purismus der einen genauso wie die Universalität der anderen Kamera. Die fehlende Klappmöglichkeit wird beim Monitor der X-Pro2 immerhin durch eine etwas höhere Auflösung wettgemacht.

4K Video
Die X-Pro2 ist in erster Linie eine Fotokamera und keine Videokamera (was bei einer Knipse im Rangefinder-Style auch naheliegt …). Die X-T2 hingegen bietet 4K Video und manche andere Verbesserung, welche Videografen sich sehnlichst gewünscht haben. Wer viel filmt, ist mit dem T-Modell daher auf jeden Fall besser bedient. Ich filme bisher so gut wie nie – und kenne mich in dem Segment auch nicht gut aus. Für Details verweise ich deswegen in diesem Punkt auf andere Berichte (dazu am Ende mehr).

Speicherkartenfächer
Sowohl die X-Pro2 als auch die X-T2 verfügen über zwei Kartenslots. Beim Pro-Modell ist allerdings nur ein Kartenslot UHS-II kompatibel, der andere nur UHS-I. Das T-Modell hat zwei der schnellen Kartenfächer spendiert bekommen.

Dies und Das
An die X-T2 lässt sich ein Handgriff schrauben, der zwei weitere Akkus aufnimmt und wodurch sich neben erweiterten Boost-Vorteilen ausdauernder fotografieren lässt (eine entspanntere Haltung der Kamera mit schwereren und größeren Objektiven geht sicherlich einher). Auch gibt es ein paar zusätzliche direkte Einstellräder gegenüber der X-Pro2, bei der z. B. die Drive-Modi oder die Belichtungsmessmethoden per Tastendruck angewählt werden müssen. Dafür finde ich einige der Tasten am Pro-Modell, wie das Steuerkreuz, griffiger weil größer als am T-Modell. Auch die Position des Fokushebels finde ich persönlich angenehmer und etwas besser zu erreichen.

– Landgang – X-T2, XF27mmF2.8, 1/125 Sek, f 5.6, ISO 1000 –
– Unter Blättern – X-Pro2, XF35mmF2 R WR, 1/250 Sek, f 4, ISO 400 –

Fazit

Außer dem Hybrid-Sucher scheint die X-Pro2 auf dem Papier keinerlei „Vorteile“ gegenüber der Fujifilm X-T2 zu haben. Dennoch mag ich sie deutlich lieber. Wie ich bereits schrieb: „Nicht zuletzt hat auch die X-Pro2 diese Seele inne, die mich einst zu ihrer Vorgängerin greifen ließ, um meiner Fotografie einen weiteren Schub zu verleihen. Die Technik wirkt nur unterstützend auf dem Weg, die eigene Kreativität voranzutreiben.“

Die Fujifilm X-Pro2 verkörpert die klassische Reportage. Die Fujifilm X-T2 hingegen steht für modernes Multimedia. Gut, dass ich beide habe :-)

Für tief greifendere Informationen zu den Kameras möchte ich nochmals auf meinen Erfahrungsbericht zur X-Pro2 verweisen und auf die beiden Artikel von Rico Pfirstinger: First Look: Fujifilm X-Pro2 und First Look Review: Fujifilm X-T2.

Welches Modell ist denn Euer Favorit? Das Für und Wider gerne in den Kommentaren!

PS: Die Beitragsbilder entstanden in einem kurzen Herbsturlaub auf Texel, wo ich beide Kameras dabei hatte. Weitere Bilder der Reise gibt es hier zu sehen.

Ich habe fertig (Teil 1)

– Geschafft –

Es war ein saugutes Gefühl, am Tasiusaq zu stehen, auf das im Fjord dümpelnde Eis zu schauen und zu wissen, nach all der langen Zeit so gut wie am Ziel zu sein. Okay, ein paar Kilometer lagen noch vor mir, auch ein Kurztrip ins Mellemlandet stand noch aus, aber die große Runde durch das Johan Dahl Land war fast beendet. Ich hatte zerrissene Gletscherzungen gequert, meist wegloses Gelände über mehr Stein als Stock gemeistert und am Hullet feuchte Augen bekommen, wo sich unter mir ein Chaos aus Eisbergen ausbreitete, eine Szenerie, so spektakulär und eindrücklich, wie ich es anderswo noch nie gesehen hatte. Diese Reise in den Süden Grönlands war ein würdiger, ein krönender Abschluss meines Fotografieprojekts „Mein Norden“.

„13 Reisen in den Norden. Vier Jahre Aufbruch. Zu allen Jahreszeiten hinein ins Abenteuer. Allein, mit Freunden und der Familie. Wanderungen und Skitouren dokumentiert in Bildern und Texten, die Emotionen transportieren und von Erlebnissen erzählen. Eine Liebeserklärung an raue Landschaften, karge Regionen und eine intensive Art des Unterwegsseins.“

Dabei war mir auf der Zielgeraden fast die Puste ausgegangen, als zuerst vor einem Jahr die zu jenem Zeitpunkt schon als finaler Trip angesetzte Grönlandreise ins Wasser fiel und später aus einer alternativ ins Leben gerufenen Wintertour auf der grünen Insel auch nichts wurde. Meine Motivation war im Keller und der Glaube, dieses Projekt zu einem guten Ende zu bringen, wurde kleiner und kleiner. Doch endlich aufgebrochen in die wilde grönländische Welt, in der ich elf Tage lang keine andere Menschenseele traf, loderte die Flamme in mir umso heller und ich war zurück auf Kurs. Die Bilder, die ich auch von diesem Flecken nordischer Natur noch haben wollte, lagen mir zu Füßen. Ich pflückte sie wie reife Früchte und genoss mein stilles Dasein in der Einsamkeit. Und am Ende – voller Gewissheit, es geschafft zu haben -, blieb mir nichts anderes als zu sagen: Ich habe fertig!

Allerdings, so einfach ist es dann doch nicht, denn es ist ja bloß der erste Teil … Ja, ich bin aufgebrochen. Im Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Solo, im Bunde anderer und mit Frau und Kind. Die Reisen sind abgeschlossen. Aber das war nur die Grundlage, die Basis für meinen Bildband Mein Norden, den zweiten Teil des Fotoprojekts. Erst dann, wenn das Buch gedruckt ist und die vielfältigen Eindrücke, die ich bei all diesen Abenteuern gesammelt habe, so auch in andere Hände gelangen, werde ich richtig am Ziel sein.

Die auf 333 Exemplare limitierte Auflage wird es nach wie vor in zwei Editionen geben (Special und Standard), die weiterhin vorbestellt werden können, wofür ich mich mit einem vergünstigten Verkaufspreis bedanke :-) Allen vorbestellten Bildbänden wird zudem eine kleine Überraschung beiliegen!

Wer immer auf dem Laufenden sein möchte, wie es um den Fortgang der Buchproduktion steht, sollte mir auf Facebook folgen, wo ich alles zum Thema aktuell in die Welt posaune …

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Mein Norden – Jetzt vorbestellen

– Silhouette –

Es ist soweit. Ab heute kann mein Bildband Mein Norden vorbestellt werden. Diese Liebeserklärung an raue Landschaften, karge Regionen und eine intensive Art des Unterwegsseins.

„13 Reisen in den Norden. Vier Jahre Aufbruch. Zu allen Jahreszeiten hinein ins Abenteuer. Allein, mit Freunden und der Familie. Wanderungen und Skitouren dokumentiert in Bildern und Texten, die Emotionen transportieren und von Erlebnissen erzählen.“

Über die Hintergründe meines Fotografieprojekts „Mein Norden“ hatte ich hier schon berichtet und auch viele Buchdetails hier verraten, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen und Euch aufzuzeigen, was Ihr in dem „Coffee-Table-Book“ erwarten könnt. An dieser Stelle reichen daher die simplen Fakten, wie Ihr sie auch im Shop findet.

Mein Norden – Der Bildband

Ausstattung
Format: 30×24 cm Querformat
Umfang: 192 Seiten
Verarbeitung: Hardcover, Fadenheftung, gerader Rücken, Offsetdruck
Papier: 170 g/m² LuxoArt Samt mit mattem Dispersionslack

Auflage
333 Exemplare, limitiert

Editionen
Special Edition:
Buch #1 bis #33 mit beigelegtem Fine-Art-Print (ein Motiv aus dem Bildband), beides nummeriert und handsigniert
Print gedruckt auf Hahnemühle FineArt Pearl, Blattformat 28×20 cm, Bildformat 24×16 cm

Standard Edition:
Buch #34 bis #333, nummeriert und handsigniert

Verkaufspreise
Special Edition: 99 Euro
Standard Edition: 55 Euro
(jeweils zzgl. Porto und Verpackung)

„Early-Bird-Rabatt“
Special Edition: 90 Euro
Standard Edition: 50 Euro
(jeweils inkl. Porto und Verpackung!)

Beide Editionen können ab sofort vorbestellt werden und ich danke es mit einem vergünstigten Verkaufspreis :-) Allen vorbestellten Bildbänden wird zudem eine kleine Überraschung beiliegen!

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Mein Norden – Ein paar Buchdetails

– Marine Rope –

Über den Auslöser meines Fotografieprojekts „Mein Norden“ hatte ich bereits ausführlich berichtet. Zudem die 13 Reisen aufgelistet, zu denen ich aufgebrochen bin (und zu einer davon noch werde). Darüber hinaus den Bildband angekündigt, der diesen Sommer erscheinen wird. Mein Erstlingswerk, das ich im „Eigenverlag“ veröffentlichen und unter die Leute bringen möchte.

Von Anfang an hatte ich ganz klare Vorstellungen, wie dieses Buch am Ende aussehen soll. Eher edler Kunstfotoband als schlichter Print on Demand. Die breite Masse war nie mein Ziel, stattdessen eine limitierte Auflage. Ich wollte mir nicht reinreden lassen, die Bildauswahl oder das Layout abgeben. Daher kam es mir nie in den Sinn, bei diesem so persönlich motivierten Projekt von Verlag zu Verlag zu tingeln, Klinken zu putzen und irgendwo auf eine Veröffentlichung meiner „Bildergeschichten“ zu hoffen. Nein, in allen Phasen wollte ich Herr der Lage sein. Wobei, der ganze Weg des Bildbandes von den ersten Ideen, über die konkrete Planung und Gestaltung, bis hin zum finalen Druck ist ein riesiges Abenteuer für sich, bei dem ich mir nie so sicher bin, ob das mal alles so klappt, wie ich mir das im Moment vorstelle, oder am Ende vielleicht ein Desaster droht.

Irgendwann im letzten Jahr fiel die Entscheidung. Ich wollte diesen Bildband unbedingt machen. Für mich. Und natürlich auch für andere. Und er sollte gut werden. Crowdfunding als „Finanzierungsoption“ schlug ich in den Wind. Ich wollte nicht erst Geld einsammeln und schauen, ob es dann reicht. Ich (über)nahm volles Risiko und machte mich auf, mein eigener Verleger zu werden.

Eine Druckerei hatte ich schnell auserkoren. EXODUS von Andy Spyra und The Nordic Book von Søren Rønholt stehen bei mir im Bücherregal, die beide in Lüdenscheid gedruckt wurden. Vor allem das Buch von Andy Spyra hatte es mir angetan und war ein Grund, bei Seltmann Printart anzufragen. Bald gingen die E-Mails hin und her und erste Angebote wurden übearbeitet und angepasst. Ich hatte zuvor nur eine grobe Vorstellung, wie hoch der Stückpreis ungefähr sein könnte. Dafür klare Ideen, wie der Bildband werden sollte. Bei der geringen Auflage, die ich als realistisch für den Verkauf sehe, waren dann allerdings ein paar Anpassungen nötig, um von den Kosten einigermaßen im stemmbaren Rahmen zu bleiben. Ein Kleinwagen wäre anstelle einer Palette voller Bildbände aber noch immer eine Alternative …

– Eingepflanzt –

Die Ausstattung

Natürlich war mein erster Wunsch bei der Ausstattung meine Idealvorstellung. Ein Leineneinband mit eingeklebtem Titelschild. Ein so kostspieliges Extra war aber zum Scheitern veruteilt und recht schnell verwarf ich es zähneknirschend. Gut, da muss es bei meinem ersten Werk eben ein normales Hardcover tun. Etwas Luft nach oben für zukünftige Publikationen ist ja auch nicht schlecht! Eine gute Fadenheftung, gerader Rücken und natürlich ein Offsetdruck waren hingegen sofort abgemachte Sache. Auch beim Format ließ ich nicht mit mir reden – 30×24 cm quer sollen es sein.

Spannend wurde es hingegen bei der Papierauswahl. Ein haptischer Leckerbissen war mein Ziel. Auch hier diente EXODUS als erster Anhaltspunkt, doch das darin verwendete Papier ist ein so spezielles, dass es den Preis des Buches unnötig hätte in die Höhe schnellen lassen. Standardpapier kam für mich aber nicht in Frage, also suchte ich weiter und fand bald andere Optionen, dir mir genauso zusagten. Zum einen Condat matt Périgord, das mir in einem Island-Bildband aus dem mare-Verlag auffiel, zum anderen LuxoArt Samt, welches mir im emerge-Magazin Migration zum ersten Mal zwischen die Finger kam. Lange befummelte ich beide Papiere, zuletzt bei einem Ortstermin in der Druckerei in Lüdenscheid in der vorigen Woche. Schließlich habe ich mich mit hoher Wahrscheinlichkeit für LuxoArt Samt entschieden, weil mich die Struktur des Papiers am meisten überzeugt. Grob und „analog“, was daher sicherlich am besten den Charakter der Bilder aus Mein Norden unterstreichen sollte. Ach ja, beim Dispersionslack, der das Papier schützt und hässliche Flecken vermeidet, die ohne diesen Lack entstehen, wenn sich Farbe von den Bildern auf darüber liegenden Druckbögen ablegt, muss ich mich zwsichen Matt und Seidenmatt entscheiden. Matt ist mein Favorit, um so die Struktur und Anmutung des Papiers weitestgehend zu erhalten.

Eine zeitlang plante ich mit 176 Seiten. Aber nachdem ich kürzlich die Buchstruktur und Kapitel genauer geplant habe, musste ich feststellen, dass mir das nicht reichen wird. Also werde ich auf 192 Seiten aufstocken. Für mich sind das über einen Euro Mehrkosten pro Exemplar. Aber hey, Ihr bekommt nun mehr fürs Geld, denn der bereits festgelegte Verkaufspreis bleibt natürlich stabil!

Die Farbe des Papiers für den Vor- und Nachsatz wird aller Voraussicht nach Graphit sein. Zudem ist das Material Surbalin glatt, was sich auch schön anfühlt. Und das Kapitalband soll in Schwarz und Weiß gehalten sein, um einen schönen Kontrast und Blickfang zu bilden.

– Postur –

Die Editionen

Um die ohnehin auf 333 Exemplare limitierte Auflage noch interessanter zu gestalten, biete ich zwei Editionen an. Einmal die Standard Edition (Buch #34 bis #333) und dazu die Special Edition (Buch #1 bis #33), bei der jedem Bildband ein Fine-Art-Print beiliegen wird (gedruckt auf Hahnemühle FineArt Pearl, mit einem Blattformat von 28×20 cm und einem Bildformat von 24×16 cm). Alle Bücher und Drucke werden nummeriert und handsigniert sein.

Wer sich für den Bildband Mein Norden erst entscheiden kann, wenn er in den Druck geht oder daraufhin fertig vorliegt, wird für die Special Edition 99 Euro und die Standard Edition 55 Euro berappen müssen (jeweils zzgl. Porto und Verpackung). Für die frühen Vögel unter Euch habe ich allerdings den „Early-Bird-Rabatt“ geschnürt – 90 Euro für die Special Edition und 50 Euro für die Standard Edition (jeweils inkl. Porto und Verpackung!).

Beide Editionen können bereits ab dem 01. Februar 2016 vorbestellt werden und ich danke es mit einem vergünstigten Verkaufspreis :-) Allen vorbestellten Bildbänden wird zudem eine kleine Überraschung beiliegen! Aber denkt daran: Die Zuweisung der Buch- und Bildnummern erfolgt in der Reihenfolge der Bestellungen! Getreu dem Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Also, macht Euch rechtzeitig auf in meinen Shop!

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UPDATE 1: Der Veröffentlichungstermin des Bildbandes verschiebt sich auf März 2017.

UPDATE 2: Ich habe fertig (Teil 1)

Mein Norden – Der Bildband

– Svörtuloft –

Mit einem kleinen Ausblick auf ein großes Abenteuer beendete ich das letzte Jahr. Gemeint war damit aber nicht die Skitour im Süden Grönlands, zu der ich Mitte März aufbrechen werde, sondern der Bildband, der diesen Sommer über mein Fotografieprojekt „Mein Norden“ erscheinen wird. Sobald die Abschlusstour durchs Johan Dahl Land auf der dann winterlichen „grünen Insel“ im Sack ist, gibt es kein Halten mehr. Schon jetzt arbeite ich intensiv an meinem Erstlingswerk, das ganz ohne Verlagsschnickschnack das Licht der Welt erblicken soll.

„13 Reisen in den Norden. Vier Jahre Aufbruch. Zu allen Jahreszeiten hinein ins Abenteuer. Allein, mit Freunden und der Familie. Wanderungen und Skitouren dokumentiert in Bildern und Texten, die Emotionen transportieren und von Erlebnissen erzählen. Eine Liebeserklärung an raue Landschaften, karge Regionen und eine intensive Art des Unterwegsseins.“

– Wanderfreuden –
– Im Tjäktjavagge –

Der Auslöser

Seit fast 25 Jahren reise ich immer wieder in den Norden. Der Nordlandvirus und der Arktis Bazillus stecken so tief in mir, dass ich nicht davon ablassen kann. Zu schön sind die Landschaften, zu intensiv die Eindrücke. Höhen und Tiefen habe ich erlebt. Und immer wieder diese Freiheit in der Wildnis gespürt. Bis mich im Frühjahr 2012 zwei Krampfanfälle zu Boden rissen und die Diagnose Epilepsie gestellt wurde. Doch in den Tagen im Krankenhaus und den Wochen danach, die es brauchte, um wieder so richtig auf die Beine zu kommen, reifte der Entschluss zu dem Projekt „Mein Norden“. Erneut aufzubrechen zu den wundervollen Orten, die mir von früher so viel bedeuteten, aber gleichzeitig auch Neuland aufzuspüren, in dem ich zuvor noch nie war, jedoch schon immer einmal hinwollte.

Das „We have to dream it all up again“ wurde zum Mantra. Zu der Kraft, die mich in den letzten 3,5 Jahren, die das Fotoprojekt bisher in Anspruch nahm, immer wieder „neu“ aufbrechen ließ. Ob allein dorthin, wo alles seinen Anfang genommen hatte, mit Freunden in die Arktis oder meiner Frau und kleinen Tochter auf Wandertour. „Mein Norden“ wurde so auch zu einem Querschnitt meines bisherigen Lebens, aber ich versuchte darüber hinaus, fotografisch neue Wege zu gehen und das Gefühl der Erlebnisse vor Ort in den Vordergrund zu stellen. Mich interessierte nicht, die Berge oder das Meer in schönstem Licht einzufangen. Nein, persönlich sollte es sein. Nordische Momente als Spiegel meiner selbst.

– Tindhólmur –
– Die Gabel –

Die Reisen

Aber wo war ich denn nun alles unterwegs? Hier eine kurze Aufstellung meiner 13 Reisen in den Norden:

  • Sarek & Padjelanta Durchquerung – Schweden/Norwegen, 2012
  • Skitour über die Hardangervidda – Norwegen, 2013
  • Island Winter-Durchquerung – Island, 2013
  • Der Skye Trail in Schottland, Schottland, 2013
  • Färöer Rundreise – Färöer-Inseln, 2013
  • Der Kungsleden in der Polarnacht – Schweden, 2013
  • Skitour durch Rondane – Norwegen, 2014
  • Island Rundreise – Island, 2014
  • Saariselkä Wanderung – Finnland, 2014
  • Spitzbergen Wintertour – Svalbard, 2015
  • Norwegen Wanderungen – Norwegen, 2015
  • Hardangerjøkulen Umrundung und Überquerung – Norwegen, 2015
  • Johan Dahl Land Durchquerung – Grönland, 2016
– Unter Sternen –
– An der Klippe –

Das Buch

Über einen so langen Zeitraum habe ich mich noch nie so intensiv mit einem Thema beschäftigt. Ständig drehten sich meine Gedanken um dieses Fotoprojekt. Wie alles zusammenpasst. Wie ein Schuh daraus wird. Eine runde Geschichte, die auch andere mitnehmen und entführen soll in meine nordische Welt.

Ein „Coffee-Table-Book“ soll es werden. Mit Bilderserien in Farbe und Schwarzweiß und einführenden Texten zu den jeweiligen Reisen. 30×24 cm groß im Querformat. 192 Seiten dick. Mit Hardcover und auf feinstem Papier gedruckt. Limitiert auf 333 Exemplare. Erhältlich in einer Standard Edition und Special Edition, der zudem ein Fine-Art-Print beiliegen wird. Alle Bücher und Drucke werden nummeriert und handsigniert sein. Und ab dem 01. Februar wird die Möglichkeit bestehen, den Bildband Mein Norden über meinen Shop bereits vorab zu bestellen. So könnt Ihr euch rechtzeitig ein Exemplar sichern und mir gleichzeitig etwas unter die Arme greifen (zudem gilt bis zum Zeitpunkt des Drucks ein „Early-Bird-Rabatt“!).

Wer immer auf dem Laufenden sein möchte, wie es um den Fortgang des Projekts und die Buchproduktion steht, sollte mir auf Facebook folgen, wo ich alles zum Thema aktuell in die Welt posaune …

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UPDATE 1: Aus der Wintertour in Grönland wurde nichts – Schneemangel vor Ort vereitelte das Unternehmen. Daher breche ich nun erst im September ins Johan Dahl Land auf und beende mein Fotoprojekt dort mit einer herbstlichen Solotour. Toitoitoi! Allerdings verschiebt sich dadurch der Veröffentlichungstermin des Bildbandes auf März 2017.

UPDATE 2: Ich habe fertig (Teil 1)

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