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Ich habe fertig (Teil 2)

– Mein Norden Druckabnahme –

Ich kann nichts mehr tun. Nur noch voller Spannung abwarten. Letzte Woche ging mein Bildband Mein Norden bei Seltmann Printart in Lüdenscheid in den Druck. Dabei zu sein und zu sehen, wie die ersten Druckbögen das Licht der Welt erblickten, war ein aufregendes Erlebnis. Nach all den Jahren des Reisens und den vielen Monaten Arbeit am Buch. Nicht mehr lange und ich werde richtig am Ziel sein, wenn das gute Stück auch in andere Hände gelangt. Dabei hatte ich schon Ende September fertig, aber da war ja bloß der erste Teil erledigt, als ich all die Abenteuer hinter mir hatte. Doch die vielfältigen Eindrücke zwischen zwei Buchdeckel zu bringen, war eine ganz eigene Herausforderung, die dem Unterwegssein in der Wildnis kaum nachstand.

Von den Reisen zum Bildband

„One thing all good photobooks have in common is good photographs and something to say, says Parr. He continues, “You can have the language but nothing to say”.“ (Aus: The Golden Age of the Photobook)

Die Bildauswahl
Am Anfang stand die Bildauswahl. Ein anspruchsvolles Unterfangen, ist man als Fotograf doch oft sehr selbstverliebt in seine eigenen Aufnahmen. Es gilt Distanz zu erlangen, um die wesentlichen Fotos herauszufiltern und von den vermeidbaren zu trennen. Hier ging ich Schrittweise vor. Von jeder Reise gibt es ein Album auf Flickr. Doch darin stecken durchaus auch Bilder, die nicht „druckbar“ sind – zumindest im Kontext des anvisierten Buches. Zuerst bin ich daher all die Alben durchgegangen und habe die Fotos rausgesucht, von denen ich dachte, dass sie in den Bildband passen könnten. Diese Auswahlen habe ich anschließend billig im Format 10 x 15 cm in einem Drogeriemarkt ausdrucken lassen. Denn am Monitor kann man die Bilder für ein Buch nicht zusammenstellen – es braucht greifbares, was sich auf einem Tisch hin und her schieben lässt. Und richtig greifbar wurde es dann bei einem Bildkolloquium zum Thema Auswählen und Präsentieren bei Sebastian H. Schroeder in Köln. Während des zweitägigen Workshops im vorigen November lernte ich enorm viel – wie den Blick auf die eigenen Bilder zu schärfen und die Wichtigkeit der Selektion und richtigen Zusammenstellung der Fotos zu verstehen, genauso Klarheit, Struktur und Erzählweise weiter herauszuarbeiten, und die Bilder, die in ein Familienalbum passen, von den wirklich guten zu trennen ;-) Es wurde die Basis gelegt und die ersten Buchkapitel auch bereits grob zusammengestellt. Es folgte ein OpenTable im Dezember, wo ein weiteres Kapitel auf den Tisch kam und konstruktiv besprochen wurde. Nun hatte ich selbst einiges an Rüstzeug erlangt und machte mich erstmal allein daran, die restlichen Bilder fürs Buch auszuwählen und in eine stimmige Abfolge zu bringen. Aber an manchen Stellen war ich mir noch unsicher – es ist doch ganz schön schwierig, ohne den Input von Außen ans Ziel zu kommen. Doch zum Glück konnte ich Sebastian als Kurator gewinnen und so verbrachte ich Anfang Januar einen ganzen Tag in seinem Fotostudio, wo wir gemeinsam alle Kapitel noch einmal durchgegangen sind, Bilder umgestellt, rausgeworfen, oder doch (wieder) hinzugenommen haben. Am Ende stand nun ein runder, auf den Punkt gebrachter Bilderbogen, der alle Facetten meiner elf Reisen in den Norden widerspiegelt.

Die Texte
Auch wenn Mein Norden in erster Linie ein Bilderbuch ist, ist jedem Kapitel ein Text vorangestellt. Eine Geschichte, eine Anekdote, ein Erlebnis. Reise beschreibendes. Ich tippte und tippte, korrigierte und lektorierte. Der Duden war ständig zur Hand, um Fehler auszumerzen. Ich ließ auch hier andere drüber lesen, wird man doch bald Betriebsblind und erkennt gar nicht mehr, was für einen Quatsch man da vielleicht zusammenschreibt. Und am Ende kann ich gar nicht sagen, was die größere Anstrengung war – die Fotos zu machen, zu bearbeiten und auszuwählen, oder die Texte zu schreiben und auch diese stimmig auszuformulieren. Auf jeden Fall schwirrte mir oft der Kopf und ich hatte öfters das Gefühl, so manche Textpassage auswendig aufsagen zu können …

Die Gestaltung
Schließlich war das Layout und die Gestaltung des Buches der dritte Baustein, der ebensolche Sorgfalt verlangte wie die Auswahl der Bilder und das Schreiben der Texte. Zu meiner Freude waren auch hier Sebastian und sein Assistent Felix Adam mit von der Partie und wir machten uns gemeinsam daran, alles in eine druckbare Form zu bringen. Dabei war die Entscheidung, welche Bildgrößen am besten passend zum Buchformat sind, noch am schnellsten getroffen. Auch die Weißräume, die so wichtig sind fürs Auge und so häufig unterschätzt werden, hatten wir schon während der Phase der Bildzusammenstellung festgelegt. Nur welche der Fotos nun groß und welche klein ins Buch kommen sollen, mussten wir noch entscheiden. Aber auch das war entgegen der Textseiten eine eher offensichtliche und schnell erledigte Arbeit. Hingegen verschlang es ordentlich Zeit, sich mit dem Schrifttyp, der Schriftgröße, der Schriftfarbe, Blocksatz contra Flattersatz, Zeilenabstand und nicht zu vergessen der grundsätzlichen Positionierung der Texte zu beschäftigen. Neben allem anderen, was es da noch zu beachten gilt. Schließlich sollte das Layout der Textseiten zum Layout der Bildseiten passen. Nach einigen Versuchen fanden wir aber auch hier zu einer Lösung, die den Bildband Mein Norden sicherlich in allen Belangen zu einer runden Sache macht.

Und dann kam der Moment, wo nach Jahren, in denen mich die Fotos im RGB-Farbmodus begleitet haben, die Umwandlung in CMYK geschah. Doch auch das verlief ganz gut und die Bilder sahen am Monitor noch immer so aus, wie ich sie haben wollte. Mit einer „finalen“ Druckdatei in der Tasche – die bis zum letzten Tag vor Druckbeginn immer nochmal von kleinsten Fehlern befreit und in Feinheiten optimiert wurde -, konnte ich mich zu guter Letzt aufmachen zur Druckerei meines Vertrauens. Und Vertrauen war dort auch richtig nötig. Wie eingangs erwähnt, war ich zur Druckabnahme vor Ort und sah zu, wie die ersten Druckbögen gedruckt wurden. Mit einem Mal konnte ich verstehen, dass es Fotografen gibt, die den kompletten Druckprozess „überwachen“. Denn hier und da waren bei einzelnen Bildern noch Entscheidungen zu treffen à la etwas weniger Yellow, dafür vielleicht ein Tick mehr Cyan. Auf den allerletzten Metern wird selbst das professionellste Farbmanagement nahezu hinfällig und das Auge des Druckers (oder des Fotografen) entscheidet über das finale Ergebnis. Aufregung pur!

Mittlerweile sollte der Druck allerdings abgeschlossen sein und ich hoffe, dass alles so geworden ist, wie ich mir das vorstelle. Nun werden die unzähligen Druckbögen noch geschnitten und gefalzt und abschließend zu den Büchern gebunden, die ich dann voller Freude an alle verschicken werde, die bereits ein Exemplar bestellt haben oder noch bestellen werden …

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Was nun, Martin? Die Fujifilm X-Pro2 oder die Fujifilm X-T2?

Soll ich jetzt die Fujifilm X-Pro2 nehmen oder doch lieber zur X-T2 greifen? Diese Frage bekam ich in letzter Zeit immer wieder gestellt. Meine Antwort: Es kommt drauf an. Darauf, welches der beiden Topmodelle einem besser in der Hand liegt, welche Features einem besonders wichtig sind. Darauf, was man braucht, wie und was man fotografiert. Die beiden Kameras haben ihre Gemeinsamkeiten, aber auch ihre Unterschiede. Eine Gegenüberstellung.

Rückblick: Es war die X-Pro1, die mich einst ganz ins Fujifilm X System eintauchen ließ. Besonders das Design im Messsucherstil begeisterte mich und ich verliebte mich in diesen Fotoapparat auf den ersten Blick. Doch als dann die X-T2 auf den Markt kam, zog ich fortan mit ihr los, obwohl ich an deren DSLR-Look weniger Freude hatte. Da sie technisch dem Pro-Modell allerdings einige Schritte voraus war, wurde sie mein neues Arbeitstier. Ganz anders hingegen die aktuelle Situation: Die X-Pro2 und die X-T2 sind von ihren inneren Werten weitestgehend gleichauf, wenn auch ein paar funktionelle Unterschiede dennoch in den Gehäusen stecken. Diese will ich nachfolgend ein wenig erläutern – zumindest jene, die für mich relevant sind -, könnten sie doch für andere den Ausschlag hin zu dem einen oder anderen Modell geben. Einen ausführlichen Erfahrungsbericht zur Fujifilm X-Pro2 hatte ich übrigens hier bereits veröffentlicht.

Die Sache mit den Äpfeln und den Birnen

Auch wenn beide Kameras leckere Früchtchen sind, springt der größte Unterschied nach wie vor sofort ins Auge. Beide Modelle bleiben dem Design ihrer Vorgängerinnen treu. Und hier spalten sich die Nutzer sicherlich schon rasch in zwei Lager auf. Ich bin nach wie vor ein Anhänger des Messsucherstils der X-Pro2 und nehme sie lieber ans Auge als die DSLRartige X-T2. Da ich mit dem rechten Auge durch den Sucher schaue, kann ich mich schön an die X-Pro2 schmiegen und muss mich nicht hinter die Kamera quetschen, wie es bei der X-T2 der Fall ist. Für alle, die Menschen fotografieren, ergibt sich so auch ein klarer Pluspunkt für das Pro-Modell: Man verschwindet nicht hinter dem kleinen schwarzen Kasten, sondern das eigene Gesicht bleibt in größten Teilen sichtbar. Eine Kommunikation mit der Person vor der Linse ist einfacher möglich. Aber selbst bei meinen überwiegend leblosen Motiven habe ich mit der X-Pro2 das Gefühl, allein durch diese Kamerahaltung näher dran zu sein und drin zu stecken in der Szenerie.

– Der Sprung – X-Pro2, XF35mmF2 R WR, 1/420 Sek, f 5.6, ISO 200 –
– Zwischen Gräsern – X-Pro2, XF35mmF2 R WR, 1/5000 Sek, f 2.8, ISO 200 –

Aber nun zu den inneren Werten …

Hybrid-Sucher contra Kinoleinwand
Das wahrscheinlich wichtigste Alleinstellungsmerkmal der X-Pro2 (neben den Modellen der X-100-Serie) ist ihr Hybrid-Sucher. Und hier ist es der optische Sucher (OVF), der etwas möglich macht, was mit dem elektronischen Sucher (EVF) nicht geht. Die zur Bildfeldbegrenzung eingeblendeten Leuchtrahmen lassen einen Raum um das eigentliche Bild offen und zeigen, was sich außerhalb dessen abspielt, was schließlich auf den Chip gebannt wird. Vor allem für Street- und Reportagefotografen kann das sehr nützlich sein. Ist jemand kurz davor störend ins Bild zu laufen? Oder warte ich am besten gerade diesen einen kurzen Moment noch ab?

Für mich ist der OVF aber kein Grund, die X-Pro2 deswegen der X-T2 vorzuziehen. Schon bei der X-Pro1 hatte ich frühzeitig fast ausschließlich den EVF benutzt und den OVF nur als nettes zusätzliches „nice to have“ angesehen.

Wie schon die X-T1 punktet die X-T2 mit ihrem riesigen EVF, bei dem ich teils Mühe habe, den kompletten Überblick zu wahren … Ist die Auflösung mit ca. 2,36 Millionen Bildpunkten bei den elektronischen Suchern der X-Pro2 und X-T2 identisch, erreicht der EVF des T-Modells eine höhere Wiederholungsrate von bis zu 100 Bildern pro Sekunde (im Boost-Modus) gegenüber den maximal 85 FPS des Pro-Modells, was ein „flüssigeres Bild“ und somit eine noch bessere Motivverfolgung ermöglicht.

Autofokus
Seit Firmware-Version 2.00 ist die AF-Performance der X-Pro2 auf dem gleichen Niveau wie die der etwas neueren X-T2 und auch die Anzahl der Fokusmessfelder ist seitdem identisch. Und seit Firmware-Version 3.00 sind auch die fünf benutzerdefinierten Einstellungen des AF-C nicht mehr allein der X-T2 vorbehalten. Nur die Custom-Option mit ganz individuellen Möglichkeiten den AF-C zu konfigurieren, bleibt der X-T2 vorbehalten. Die anfangs deutlichen Vorteile der X-T2 gegenüber der X-Pro2 in diesem AF-Modus sind mittlerweile also eher marginal.

Serienbildrate
Bei der X-Pro2 ist die Serienbildrate im Modus CL auf 3 und im Modus CH auf 8 Bilder pro Sekunde festgelegt. Die X-T2 bietet hier mehr Optionen: Im Modus CL kann zwischen 3, 4 oder 5 FPS ausgewählt werden. Und im Modus CH zwischen 8, 11 und 14. Dabei sind die maximalen 14 Bilder pro Sekunde ausschließlich mit dem elektronischen Verschluss möglich (Boost-Modus und Handgriff sind dafür allerdings nicht erforderlich). Bei der Nutzung des mechanischen Verschlusses sind für die 11 FPS der Handgriff nötig (im Boost-Modus), oder auch diese Geschwindigkeit bleibt dem elektronischen Verschluss vorbehalten. 3, 4, 5 oder 8 Bilder pro Sekunde lassen sich mit allen Verschlusstypen realisieren und benötigen weder den Handgriff noch den Boost-Modus. Unterm Strich ist die X-T2 hier flexibler einzusetzen als die X-Pro2, was neben dem leichten Plus beim AF-C vor allem den Action-Fotografen zugute kommt.

Klappdisplay
Der Monitor ist bei der X-Pro2 bekanntlich nicht als Klappdisplay verbaut. Die X-T2 hat ein solches, wie schon ihre Vorgängerin, spendiert bekommen und es lässt sich sogar noch vielfältiger verstellen. Ich mag den Purismus der einen genauso wie die Universalität der anderen Kamera. Die fehlende Klappmöglichkeit wird beim Monitor der X-Pro2 immerhin durch eine etwas höhere Auflösung wettgemacht.

4K Video
Die X-Pro2 ist in erster Linie eine Fotokamera und keine Videokamera (was bei einer Knipse im Rangefinder-Style auch naheliegt …). Die X-T2 hingegen bietet 4K Video und manche andere Verbesserung, welche Videografen sich sehnlichst gewünscht haben. Wer viel filmt, ist mit dem T-Modell daher auf jeden Fall besser bedient. Ich filme bisher so gut wie nie – und kenne mich in dem Segment auch nicht gut aus. Für Details verweise ich deswegen in diesem Punkt auf andere Berichte (dazu am Ende mehr).

Speicherkartenfächer
Sowohl die X-Pro2 als auch die X-T2 verfügen über zwei Kartenslots. Beim Pro-Modell ist allerdings nur ein Kartenslot UHS-II kompatibel, der andere nur UHS-I. Das T-Modell hat zwei der schnellen Kartenfächer spendiert bekommen.

Dies und Das
An die X-T2 lässt sich ein Handgriff schrauben, der zwei weitere Akkus aufnimmt und wodurch sich neben erweiterten Boost-Vorteilen ausdauernder fotografieren lässt (eine entspanntere Haltung der Kamera mit schwereren und größeren Objektiven geht sicherlich einher). Auch gibt es ein paar zusätzliche direkte Einstellräder gegenüber der X-Pro2, bei der z. B. die Drive-Modi oder die Belichtungsmessmethoden per Tastendruck angewählt werden müssen. Dafür finde ich einige der Tasten am Pro-Modell, wie das Steuerkreuz, griffiger weil größer als am T-Modell. Auch die Position des Fokushebels finde ich persönlich angenehmer und etwas besser zu erreichen.

– Landgang – X-T2, XF27mmF2.8, 1/125 Sek, f 5.6, ISO 1000 –
– Unter Blättern – X-Pro2, XF35mmF2 R WR, 1/250 Sek, f 4, ISO 400 –

Fazit

Außer dem Hybrid-Sucher scheint die X-Pro2 auf dem Papier keinerlei „Vorteile“ gegenüber der Fujifilm X-T2 zu haben. Dennoch mag ich sie deutlich lieber. Wie ich bereits schrieb: „Nicht zuletzt hat auch die X-Pro2 diese Seele inne, die mich einst zu ihrer Vorgängerin greifen ließ, um meiner Fotografie einen weiteren Schub zu verleihen. Die Technik wirkt nur unterstützend auf dem Weg, die eigene Kreativität voranzutreiben.“

Die Fujifilm X-Pro2 verkörpert die klassische Reportage. Die Fujifilm X-T2 hingegen steht für modernes Multimedia. Gut, dass ich beide habe :-)

Für tief greifendere Informationen zu den Kameras möchte ich nochmals auf meinen Erfahrungsbericht zur X-Pro2 verweisen und auf die beiden Artikel von Rico Pfirstinger: First Look: Fujifilm X-Pro2 und First Look Review: Fujifilm X-T2.

Welches Modell ist denn Euer Favorit? Das Für und Wider gerne in den Kommentaren!

PS: Die Beitragsbilder entstanden in einem kurzen Herbsturlaub auf Texel, wo ich beide Kameras dabei hatte. Weitere Bilder der Reise gibt es hier zu sehen.

Ich habe fertig (Teil 1)

– Geschafft –

Es war ein saugutes Gefühl, am Tasiusaq zu stehen, auf das im Fjord dümpelnde Eis zu schauen und zu wissen, nach all der langen Zeit so gut wie am Ziel zu sein. Okay, ein paar Kilometer lagen noch vor mir, auch ein Kurztrip ins Mellemlandet stand noch aus, aber die große Runde durch das Johan Dahl Land war fast beendet. Ich hatte zerrissene Gletscherzungen gequert, meist wegloses Gelände über mehr Stein als Stock gemeistert und am Hullet feuchte Augen bekommen, wo sich unter mir ein Chaos aus Eisbergen ausbreitete, eine Szenerie, so spektakulär und eindrücklich, wie ich es anderswo noch nie gesehen hatte. Diese Reise in den Süden Grönlands war ein würdiger, ein krönender Abschluss meines Fotografieprojekts Mein Norden.

„Elf Reisen in den Norden. Vier Jahre Aufbruch. Zu allen Jahreszeiten hinein ins Abenteuer. Allein, mit Freunden und der Familie. Wanderungen und Skitouren dokumentiert in Bildern und Texten, die Emotionen transportieren und von Erlebnissen erzählen. Eine Liebeserklärung an raue Landschaften, karge Regionen und eine intensive Art des Unterwegsseins.“

Dabei war mir auf der Zielgeraden fast die Puste ausgegangen, als zuerst vor einem Jahr die zu jenem Zeitpunkt schon als finaler Trip angesetzte Grönlandreise ins Wasser fiel und später aus einer alternativ ins Leben gerufenen Wintertour auf der grünen Insel auch nichts wurde. Meine Motivation war im Keller und der Glaube, dieses Projekt zu einem guten Ende zu bringen, wurde kleiner und kleiner. Doch endlich aufgebrochen in die wilde grönländische Welt, in der ich elf Tage lang keine andere Menschenseele traf, loderte die Flamme in mir umso heller und ich war zurück auf Kurs. Die Bilder, die ich auch von diesem Flecken nordischer Natur noch haben wollte, lagen mir zu Füßen. Ich pflückte sie wie reife Früchte und genoss mein stilles Dasein in der Einsamkeit. Und am Ende – voller Gewissheit es geschafft zu haben -, blieb mir nichts anderes als zu sagen: Ich habe fertig!

Allerdings, so einfach ist es dann doch nicht, denn es ist ja bloß der erste Teil … Ja, ich bin aufgebrochen. Im Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Solo, im Bunde anderer und mit Frau und Kind. Die Reisen sind abgeschlossen. Aber das war nur die Grundlage, die Basis für meinen Bildband Mein Norden, den zweiten Teil des Fotoprojekts. Erst dann, wenn das Buch gedruckt ist und die vielfältigen Eindrücke, die ich bei all diesen Abenteuern gesammelt habe, so auch in andere Hände gelangen, werde ich richtig am Ziel sein.

Die auf 333 Exemplare limitierte Auflage wird es nach wie vor in zwei Editionen geben (Special und Standard), die weiterhin vorbestellt werden können, wofür ich mich mit einem vergünstigten Verkaufspreis bedanke :-) Allen vorbestellten Bildbänden wird zudem eine kleine Überraschung beiliegen!

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UPDATE: Ich habe fertig (Teil 2)

Mein Norden – Jetzt vorbestellen

– Silhouette –

Es ist soweit. Ab heute kann mein Bildband Mein Norden vorbestellt werden. Diese Liebeserklärung an raue Landschaften, karge Regionen und eine intensive Art des Unterwegsseins.

„Elf Reisen in den Norden. Vier Jahre Aufbruch. Zu allen Jahreszeiten hinein ins Abenteuer. Allein, mit Freunden und der Familie. Wanderungen und Skitouren dokumentiert in Bildern und Texten, die Emotionen transportieren und von Erlebnissen erzählen.“

Über die Hintergründe meines Fotografieprojekts Mein Norden hatte ich hier schon berichtet und auch viele Buchdetails hier verraten, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen und Euch aufzuzeigen, was Ihr in dem „Coffee-Table-Book“ erwarten könnt. An dieser Stelle reichen daher die simplen Fakten, wie Ihr sie auch im Shop findet.

Mein Norden – Der Bildband

Ausstattung
Format: 30×22 cm Querformat
Umfang: 176 Seiten
Abbildungen: 82 Farb- und 13 S/W-Fotos
Verarbeitung: Hardcover, Fadenheftung, gerader Rücken, Offsetdruck
Papier: LuxoArt Samt, 170 g/m², mit mattem Dispersionslack

Auflage
333 Exemplare, limitiert

Editionen
Special Edition:
Buch #1 bis #33 mit beigelegtem Fine-Art-Print (ein Motiv aus dem Bildband), beides nummeriert und handsigniert
Print gedruckt auf Hahnemühle FineArt Pearl, Blattformat 29,5×21 cm, Bildformat 25,5×17 cm

Standard Edition:
Buch #34 bis #333, nummeriert und handsigniert

Verkaufspreise
Special Edition: 99 Euro
Standard Edition: 55 Euro
(jeweils zzgl. Porto und Verpackung)

„Early-Bird-Rabatt“
Special Edition: 90 Euro
Standard Edition: 50 Euro
(jeweils inkl. Porto und Verpackung!)

Beide Editionen können ab sofort vorbestellt werden und ich danke es mit einem vergünstigten Verkaufspreis :-) Allen vorbestellten Bildbänden wird zudem eine kleine Überraschung beiliegen!

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Mein Norden – Ein paar Buchdetails

– Zu Füßen –

Über den Auslöser meines Fotografieprojekts Mein Norden hatte ich bereits ausführlich berichtet. Zudem die elf Reisen aufgelistet, zu denen ich aufgebrochen bin (und zu einer davon noch werde). Darüber hinaus den Bildband angekündigt, der diesen Sommer erscheinen wird. Mein Erstlingswerk, das ich im „Eigenverlag“ veröffentlichen und unter die Leute bringen möchte.

Von Anfang an hatte ich ganz klare Vorstellungen, wie dieses Buch am Ende aussehen soll. Eher edler Kunstfotoband als schlichter Print on Demand. Die breite Masse war nie mein Ziel, stattdessen eine limitierte Auflage. Ich wollte mir nicht reinreden lassen, die Bildauswahl oder das Layout abgeben. Daher kam es mir nie in den Sinn, bei diesem so persönlich motivierten Projekt von Verlag zu Verlag zu tingeln, Klinken zu putzen und irgendwo auf eine Veröffentlichung meiner „Bildergeschichten“ zu hoffen. Nein, in allen Phasen wollte ich Herr der Lage sein. Wobei, der ganze Weg des Bildbandes von den ersten Ideen, über die konkrete Planung und Gestaltung, bis hin zum finalen Druck ist ein riesiges Abenteuer für sich, bei dem ich mir nie so sicher bin, ob das mal alles so klappt, wie ich mir das im Moment vorstelle, oder am Ende vielleicht ein Desaster droht.

Irgendwann im letzten Jahr fiel die Entscheidung. Ich wollte diesen Bildband unbedingt machen. Für mich. Und natürlich auch für andere. Und er sollte gut werden. Crowdfunding als „Finanzierungsoption“ schlug ich in den Wind. Ich wollte nicht erst Geld einsammeln und schauen, ob es dann reicht. Ich (über)nahm volles Risiko und machte mich auf, mein eigener Verleger zu werden.

Eine Druckerei hatte ich schnell auserkoren. EXODUS von Andy Spyra und The Nordic Book von Søren Rønholt stehen bei mir im Bücherregal, die beide in Lüdenscheid gedruckt wurden. Vor allem das Buch von Andy Spyra hatte es mir angetan und war ein Grund, bei Seltmann Printart anzufragen. Bald gingen die E-Mails hin und her und erste Angebote wurden übearbeitet und angepasst. Ich hatte zuvor nur eine grobe Vorstellung, wie hoch der Stückpreis ungefähr sein könnte. Dafür klare Ideen, wie der Bildband werden sollte. Allerdings waren bei der geringen Auflage, die ich als realistisch für den Verkauf sehe, ein paar Anpassungen nötig, um von den Kosten einigermaßen im stemmbaren Rahmen zu bleiben. Ein Kleinwagen wäre anstelle einer Palette voller Bildbände aber noch immer eine Alternative …

– Eingepflanzt –

Die Ausstattung

Natürlich war mein erster Wunsch bei der Ausstattung meine Idealvorstellung. Ein Leineneinband mit eingeklebtem Titelschild. Ein so kostspieliges Extra war aber zum Scheitern veruteilt und recht schnell verwarf ich es zähneknirschend. Gut, da muss es bei meinem ersten Werk eben ein normales Hardcover tun. Etwas Luft nach oben für zukünftige Publikationen ist ja auch nicht schlecht! Eine gute Fadenheftung, gerader Rücken und natürlich ein Offsetdruck waren hingegen sofort abgemachte Sache. Auch beim Format ließ ich nicht mit mir reden – 30×22 cm quer sollen es sein. Und nachdem ich die Buchstruktur und Kapitel genauer geplant habe, wird der Umfang auf 176 Seiten hinauslaufen.

Spannend wurde es hingegen bei der Papierauswahl. Ein haptischer Leckerbissen war mein Ziel. Auch hier diente EXODUS als erster Anhaltspunkt, doch das darin verwendete Papier ist ein so spezielles, dass es den Preis des Buches unnötig hätte in die Höhe schnellen lassen. Standardpapier kam für mich aber nicht in Frage, also suchte ich weiter und fand bald andere Optionen, dir mir genauso zusagten. Zum einen Condat matt Périgord, das mir in einem Island-Bildband aus dem mare-Verlag auffiel, zum anderen LuxoArt Samt, welches mir im emerge-Magazin Migration zum ersten Mal zwischen die Finger kam. Lange befummelte ich beide Papiere, zuletzt bei einem Ortstermin in der Druckerei in Lüdenscheid in der vorigen Woche. Schließlich habe ich mich mit hoher Wahrscheinlichkeit für LuxoArt Samt entschieden, weil mich die Struktur des Papiers am meisten überzeugt. Grob und „analog“, was daher sicherlich am besten den Charakter der Bilder aus Mein Norden unterstreichen sollte. Ach ja, beim Dispersionslack, der das Papier schützt und hässliche Flecken vermeidet, die ohne diesen Lack entstehen, wenn sich Farbe von den Bildern auf darüber liegenden Druckbögen ablegt, musste ich mich zwsichen Matt und Seidenmatt entscheiden. Nach kurzer Überlegung ist Matt meine Wahl, um so die Struktur und Anmutung des Papiers weitestgehend zu erhalten.

Die Farbe des Papiers für den Vor- und Nachsatz wird aller Voraussicht nach Graphit sein. Zudem ist das Material Surbalin glatt, was sich auch schön anfühlt. Und das Kapitalband soll in Schwarz und Weiß gehalten sein, um einen schönen Kontrast und Blickfang zu bilden.

– Postur –

Die Editionen

Um die ohnehin auf 333 Exemplare limitierte Auflage noch interessanter zu gestalten, biete ich zwei Editionen an. Einmal die Standard Edition (Buch #34 bis #333) und dazu die Special Edition (Buch #1 bis #33), bei der jedem Bildband ein Fine-Art-Print beiliegen wird (gedruckt auf Hahnemühle FineArt Pearl, mit einem Blattformat von 29,5×21 cm und einem Bildformat von 25,5×17 cm). Alle Bücher und Drucke werden nummeriert und handsigniert sein.

Wer sich für den Bildband Mein Norden erst entscheiden kann, wenn er in den Druck geht oder daraufhin fertig vorliegt, wird für die Special Edition 99 Euro und die Standard Edition 55 Euro berappen müssen (jeweils zzgl. Porto und Verpackung). Für die frühen Vögel unter Euch habe ich allerdings den „Early-Bird-Rabatt“ geschnürt – 90 Euro für die Special Edition und 50 Euro für die Standard Edition (jeweils inkl. Porto und Verpackung!).

Beide Editionen können bereits ab dem 01. Februar 2016 vorbestellt werden und ich danke es mit einem vergünstigten Verkaufspreis :-) Allen vorbestellten Bildbänden wird zudem eine kleine Überraschung beiliegen! Aber denkt daran: Die Zuweisung der Buch- und Bildnummern erfolgt in der Reihenfolge der Bestellungen! Getreu dem Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Also, macht Euch rechtzeitig auf in meinen Shop!

Wer immer auf dem Laufenden sein möchte, wie es um den Fortgang des Projekts und die Buchproduktion steht, sollte mir auf Facebook folgen, wo ich alles zum Thema aktuell in die Welt posaune …

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UPDATE 1: Der Veröffentlichungstermin des Bildbandes verschiebt sich auf März 2017.

UPDATE 2: Ich habe fertig (Teil 1)

UPDATE 3: Ich habe fertig (Teil 2)

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