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Neu: Färöer Masterclass

– Nordische Momente – Färöer Masterclass –

Nach der Nordische Momente – Lofoten Masterclass, die im vergangenen Jahr zum ersten Mal erfolgreich stattgefunden hat und deren zweite Ausgabe im kommenden März auch bereits ausgebucht ist, habe ich gemeinsam mit Michael Schaake mittlerweile eine weitere Fotoreise ausgearbeitet, die uns im Oktober/November auf die Färöer-Inseln im Nordatlantik führen soll. Auch bei der Nordische Momente – Färöer Masterclass möchten wir in einer kleinen Gruppe die imposante Gegend intensiv erleben, fotografieren und darüber hinaus unser Wissen in Praxis und Theorie an alle Mitreisenden weitergeben.

„Die unbändige Natur der Färöer ist außergewöhnlich und lädt dazu ein, mit der Kamera erkundet zu werden. Allgegenwärtig ist die dramatische Insellandschaft, in der sich die Färinger zwischen Tradition und Moderne bewegen. Der Tourismus steckt auf dem kleinen Archipel noch in den Kinderschuhen und es ist möglich, die märchenhafte Szenerie in aller Ruhe zu erkunden und zu genießen. Besonders faszinierend ist es vor allem im Herbst, wenn die extrem schnellen Wetterwechsel, bei denen die Sonne immer wieder die wilden Wolkenformationen durchbricht, für unglaubliche Lichtstimmungen sorgen.“

8-Tage Masterclass in einer kleinen Gruppe von maximal 6 Teilnehmern auf den Färöer-Inseln im Nordatlantik

Reisezeit: 26. Oktober bis 02. November 2019 | Teilnehmerzahl: 4-6 Personen | Preis: 2.475 Euro

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Highlights

  • Entdecke die spektakuläre Landschaft der Färöer gemeinsam mit Sony Ambassador Michael Schaake und Fujifilm X-Fotograf Martin Hülle
  • Lerne intensiv Techniken und Strategien der Landschafts-, Natur- und Reisefotografie
  • Erlebe und fotografiere die bezaubernde Inselwelt mit ihren rasanten Wetterwechseln und Lichtstimmungen

> Weitere Reisedetails und Buchung

#WasWarWann – Folge 5

– Silvesterlauf –

Vor einer Woche, am letzten Tag des alten Jahres, trat ich beim 15. Remscheider Silvesterlauf an. Nachdem ich im November beim Waldlauf „Rund um den Freudenberg“ des Leichtathletik-Club Wuppertal teilgenommen hatte, wollte ich mich zum Jahresabschluss auf einer landschaftlich schönen, aber auch anspruchsvollen 14 Kilometer langen Wendepunktstrecke austoben.

Rechtzeitig war ich im Stadion Reinshagen, nutzte die Möglichkeit der Nachmeldung und warf noch einen Blick auf den Streckenaushang. Ich kenne das Gelände rund um die Müngstener Brücke nur von einigen Wanderungen, hatte aber ansonsten keine Ahnung, was mich genau erwarten würde. Nur soviel, dass es zuerst ordenlich hinabgehen würde, dann coupiert hin und her, bevor schließlich der „Berg des Leidens“ zurück gen Ziel wieder erklommen werden müsste.

Mein Training für den Lauf war ordentlich. Zumindest hatte ich zwei längere Läufe über 75- und 90-Minuten unternommen und auch zweimal etwas Intervalltraining mit schnellen Kilometern in die Vorbereitung eingestreut. Daher war ich einigermaßen zuversichtlich. Etwa 20 Minuten vor dem Start fing ich an, mich warmzulaufen. In leichtem Niesel lief ich ein paar Mal um den Sportplatz und dehnte nachher noch ein wenig meine Beine. Wird schon werden, dachte ich mir.

Um 13:30 Uhr wurde es ernst und die Meute preschte los. Allen voran der Vorjahressieger, der wie ein Sprinter davonjagte. Nach einer Stadionrunde ging es hinaus in den Wald und auf zum Glück gut befestigten Wegen hinunter in tiefere Lagen. Meine Befürchtung, es könnte aufgrund der feuchten Witterung sehr rutschig sein, trat nicht ein. Das Geläuf war überwiegend fest und es ging flott zur Sache. Nachdem über 100 Höhenmeter verloren waren, führte der Kurs auf einem Höhenweg oberhalb der Wupper in stetem Auf und Ab bis zum Wendepunkt nach 7 Kilometern. Bis dahin lief eigentlich alles nach Plan, nur kam mir die Spitze des Feldes bereits sehr früh wieder entgegen – es waren wirklich schnelle Läuferinnen und Läufer unterwegs und der Anteil „vereinsloser Jogger“, wie ich einer bin, eher gering.

Meine Stoppuhr zeigte irgendwas über 32 Minuten an, als ich den Rückweg in Angriff nahm. Sehr gut – mein selbstgestecktes Ziel, unter einer Stunde und zehn Minuten zu bleiben, sollte möglich sein. Aber bald machten sich die Oberschenkel bemerkbar, was ich so nicht eingeplant hatte. Meine Muskulatur war die rasanten Schritte bergab zu Beginn des Laufs wohl nicht gewöhnt. Nun galt es, durchzuhalten, und so ökonomisch wie möglich weiterzulaufen. Eine wage Mischung aus gewolltem Tempo und gewünschter Lockerheit.

Als ich in den Schlussanstieg einbog, hatte sich das Feld bereits weit auseinandergezogen. Einen nahen Mitläufer konnte ich noch abschütteln, aber dann war ich allein mit mir, meinen müden Beinen und meinem hohen Puls. Der Schweiß floss in Strömen, und ich kämpfte mich durch das zähe Finale. Wieder im Stadion, wo zu guter Letzt noch dreihundert lange Meter auf der Bahn zu laufen waren, war ich mir jedoch sicher, meine „Wunschzeit“ tatsächlich zu unterbieten. Und voi­là, nach 1:08:45 passierte ich den Zielstrich und konnte mit brennenden und schmerzenden Oberschenkeln austrudeln lassen – satte 21 Minuten nach dem Sieger …

Ungelenk nahm ich dankend heißen Tee entgegen. Ich versuchte, in Bewegung zu bleiben. Die Treppe zur Umkleide hinabzusteigen, fiel mir schwer. Ich zwang mich dazu, etwas auszulaufen. Sonst würden die Beine noch völlig dicht machen.

Puh, auf dem Weg ins südliche patagonische Inlandeis war der Silvesterlauf ein Kraftakt. Eine fordernde Strecke bei usseligem Wetter. Herrlich. Und die neuen Laufziele fürs neue Jahr sind auch schon gesteckt. Ein Halbmarathon sollte fällig sein.

> Alle #WasWarWann-Folgen

Nordische Momente – Norwegen

– Am Strand von Uttakleiv –

Verstreut stehen wir am Strand von Uttakleiv. Die Brandung bricht zwischen den Felsen und das salzige Wasser umspült unsere Füße. Jeder sucht Schutz auf einem größeren Stein und baut dort sein Stativ auf. Das Licht ist fahl – nur ein schwacher Schein der tiefstehenden Sonne fällt auf die imposante Felswand auf der anderen Seite der weitläufigen Bucht. Wir machen einige Langzeitbelichtungen – das Wasser samtig weich, die Wolken in verwischtem Zug.

In den Stunden zuvor liefen wir von der Vikbukta hierher. Jetzt thront über uns der Gipfel des Mannen. Der schmale Wanderweg zu seinen Füßen ist von einer dicken Eisschicht überzogen.

Fast alle Teilnehmer der Fotoreise tragen zum ersten Mal Spikes an ihren Schuhen. Gemeinsam mit meinem Freund und Fotografenkollegen Michael Schaake genieße ich es, die Gruppe in Gefilde zu führen, die nicht alltäglich sind und andere Blickwinkel als üblich bieten. Auf der Suche nach Lichtstimmungen zieht es uns bei der Lofoten Masterclass daher immer wieder an Stellen, wo wir mutterseelenallein die Natur einfangen können.

Richtig zauberhaft wird es am letzten Abend. Als sich zaghaft ein Nordlicht zeigt, fahren wir noch einmal in der Dunkelheit zu einem nahe gelegenen Strand. Einmal angekommen am Wasser, explodiert plötzlich der Himmel und der grüne Schleier wabert entlang der Bergkämme, zieht in wilden Spiralen hinaus übers Meer und vollführt dort ein Tänzchen mit dem Mond. Mit offenen Mündern genießen wir das großartige Schauspiel und vergessen für Momente gar die Fotografie.

– Haukland –
– Himmeltindan –
– Das kleine Bootshaus am Selfjorden –
– Am Strand von Unstad –

> Norwegen 2018 – Weitere Bilder

Mein Norden – Preissenkung

Woohoo! Mittlerweile sind 300 Exemplare der auf 333 Stück limitierten Edition meines Fotobuchs Mein Norden verkauft. VIELEN DANK! Die restlichen 33 Bücher gibt es von nun an mit 20% Rabatt!

„Elf Reisen in den Norden. Vier Jahre Aufbruch. Zu allen Jahreszeiten hinein ins Abenteuer. Allein, mit Freunden und der Familie. Wanderungen und Skitouren dokumentiert in Bildern und Texten, die Emotionen transportieren und von Erlebnissen erzählen. Eine Liebeserklärung an raue Landschaften, karge Regionen und eine intensive Art des Unterwegsseins.“

Über die Hintergründe meines Fotografieprojekts Mein Norden hatte ich hier schon berichtet. Und auf dieser Seite findet Ihr eine Auflistung aller zugehörigen Reisen. An dieser Stelle reichen daher die simplen Fakten zu diesem „Coffee-Table-Book“, wie Ihr sie auch im Shop findet.

Mein Norden – Der Bildband

Ausstattung
Format: 30×22 cm Querformat
Umfang: 176 Seiten
Abbildungen: 82 Farb- und 13 S/W-Fotos
Verarbeitung: Hardcover, Fadenheftung, Offsetdruck
Papier: LuxoArt Samt, 170 g/m², mit mattem Dispersionslack

Auflage
333 Exemplare, limitiert

Editionen
Standard Edition:
Buch #34 bis #333, nummeriert und handsigniert

Special Edition:
Buch #1 bis #33 mit beigelegtem Fine-Art-Print (ein Motiv aus dem Bildband), beides nummeriert und handsigniert
Print gedruckt auf Hahnemühle FineArt Pearl, Blattformat 29,5×21 cm, Bildformat 25,5×17 cm

Verkaufspreise
Standard Edition: 55 Euro 44 Euro
Special Edition: 99 Euro
(jeweils zzgl. Porto und Verpackung)

Die Special Edition ist schon lange ausverkauft, aber die Standard Edition ist weiterhin erhältlich und kann hier bestellt werden.

„Ich bin sehr beeindruckt über Deine Bilder und man spürt, wie sehr Du dich mit dieser Landschaft des Nordens verbunden fühlst. Du hättest es nicht besser zur Geltung bringen können. Grandios!“ – Francine U.

> Zum Shop

Die Ausrüstung und Bekleidung für meine Tageswanderungen

– Ausrüstung und Bekleidung für den Wappenweg –

Zur Vorbereitung auf mein nächstes großes Foto- und Reiseprojekt #WorldWideWilderness, in dem ich ab kommendem Februar sieben abenteuerliche und herausfordende Reisen in die eisige Wildnis unternehmen werde, streue ich über den Winter immer mal wieder ausgedehnte Tageswanderungen ins Training ein. Heute möchte ich einmal kurz vorstellen, welche Ausrüstung und Bekleidung ich vorige Woche auf dem Wappenweg rund um Ennepetal und Ende Oktober auf dem Langenberger Rundweg dabei hatte.

Beide Male waren die Tage wolkig kühl mit einstelligen Temperaturen im leichten Plusbereich. Ich war jeweils von Morgengrauen bis zur Abenddämmerung (und länger) auf den Beinen und entsprechend für all das gerüstet, was sich unterwegs auf den langen Strecken ergeben könnte.

Alles von Kopf bis Fuß und von innen nach außen

Bekleidung
Fangen wir mit der Unterbuxe an. Auf beiden Touren jeweils eine ältere Boxershorts aus Merinowolle von Bergans. Am Oberkörper zwei Unterhemden übereinander. Uralte Teile von Lundhags – ebenfalls aus Merinowolle. Auf der Haut ein dünnes mit Rundhals, darüber ein etwas dickeres mit hohem RV-Kragen zur Wärmeregulierung. An den Füßen zwei Paar Socken. Dünne Liner von Smartwool gepaart mit 400ern von Woolpower – auch hier war Merinowolle erste Wahl.

Als Beinkleid diente die bequeme, leichte und schnelltrocknende Quandary Pants von Patagonia, gehalten von einem Friction Belt. Obenrum war es allein in Unterwäsche zu frisch und ich zog die Patagonia Wind Shield Weste drüber. Auf der Front bietet sie ordentlichen Wetterschutz und auf der Rückseite gute Ventilation dank luftiger Einsätze.

Für den Tag, an dem ich rund um Langenberg gelaufen bin, war etwas Niederschlag vorhergesagt, weswegen ich für den Ausflug zudem eine sehr leichte Regenjacke eingesteckt hatte, genauer das Storm Racer Jacket von Patagonia (allerdings blieb es dann doch trocken). Und weil ich mir für die Zeit auf dem Rundweg um Ennepetal nicht sicher war, ob mir die Weste mit „freien“ Armen ausreichend warm sein würde, hatte ich dort zur Sicherheit anstelle der dünnen Regenpelle – nass sollte es laut Wettterbericht nicht werden – zusätzlich den R1 TechFace Hoody dabei, eine leichte Fleece/Softshell-Jacke ebenfalls von Patagonia, die sich gut für wechselhafte Bedingungen eignet (letzten Endes war die Weste aber ausreichend).

Um in den Pausen nicht auszukühlen, war dann allerdings eine gut isolierende Schicht wichtig, die ich schnell drüberziehen konnte. Der Nano-Air Hoody von Patagonia mit seiner weichen Kunstfaserfüllung sorgte hier für Gemütlichkeit.

Auf dem Kopf trug ich bei der ersten Wanderung ein Trucker-Käppi und bei der zweiten ein Beanie. Während einheizender Aufstiege nahm ich die Mütze einfach in die Hand und setzte sie auf den zugigen Höhen und bergab wieder auf. Ein Paar Handschuhe und ein Buff hatte ich zur Sicherheit auch immer griffbereit im Rucksack, aber dafür war es nie kalt genug.

Schuhe
Hatte ich auf dem Langenberger Rundweg noch die Terrex Agravic GTX von adidas an den Füßen, mit denen ich aber nicht so wirklich zurecktkomme, setzte ich bei der Runde um Ennepetal auf den Speedcross Vario 2  GTX von Salomon, der mir bislang ein besseres Laufgefühl beschert.

Rucksack
Auf dem  Buckel trug ich alles in einem Patagonia Nine Trails Backpack in der 36 Liter Version mit mir rum. Den Rucksack habe ich etwas „gepimpt“, indem ich die Verstärkungen aus den Hüfgurtflossen und die Alustrebe aus der Rückenplatte entfernt habe. Dadurch trägt er sich anschmiegsamer und bequemer.

Essen und Trinken
Flüssigkeit ist das A und O. Für die erste Tour hatte ich zwei Liter eingepackt, für die lange 54-Kilometer-Strecke gar drei Liter. Alles heißer Tee (Apfel und Früchte). Zum Teil in einer Nalgene-Kunststoffflasche abgefüllt, die in einem passenden Isolationsbeutel von Outdoor Research steckte, der Rest in einer bzw. zwei normalen Thermoskannen.

Auch nehme ich immer ordentlich Futter mit – Hungergefühle sind nicht mein Ding. Ein Potpourri aus Bananen, Wasa Knäcke-Sandwiches, Salami-Sticks, Snack-Möhren und Balisto-Riegeln tat ihren Dienst. Dazu zur Sicherheit noch ein paar Nüsse und Cookies. So kam ich laufend gut gestärkt durch die Tage.

Fotokram
Da es leicht sein sollte, beschränkte ich mich auf eine Fujifilm X-Pro2 mit dem XF27mm Pancake. Einziges Zubehör war ein kleines GorillaPod-Stativ, das sich nahezu überall festklemmen lässt. So konnte ich mich per Selbstauslöser auch mal ins Bild rücken. Ein iPhone steckte zudem aber auch noch im Gepäck.

Sonstiges
Ich mag es nicht, bei einer Rast auf kalten Bänken festzufrieren oder mir auf nassen Baumstämmen einen feuchten Hintern zuzuziehen. Deshalb nehme ich immer ein leichtes Sitzkissen von Optimus mit. Bei der über 11 Stunden dauernden Begehung des Wappenweges musste ich schließlich das letzte Stück in völliger Dunkelheit zurücklegen. Eine Stirnlampe war also auch noch Pflicht. Hier reichte eine ältere Tikkina von Petzl aus, um ein spärliches Licht auf die Wege zu zaubern und mich sicher ans Ziel zu geleiten.

Last but not least
Blasenpflaster und Tape, wovon ich leider auch Gebrauch machen musste …

Soweit die kleine Auflistung. Happy hiking allerseits!

Alle Wander-, Trainings- und sonstigen Geschichten rund um mein Projekt #WorldWideWilderness findet Ihr in der #WasWarWann-Rubrik.