Rund um Langenberg – Das Logbuch einer Tageswanderung 29. Januar 2010
Veröffentlicht von Martin Hülle in : Wandern , 2kommentare
- “Langenberger Rundweg” -
Als ich gestern früh am Morgen vor die Haustüre trat, merkte ich sofort, dass es kein sehr kalter Tag werden würde. Tauwetter lag in der Luft. Mein Ziel war der Rundwanderweg um Langenberg – ganze 31 km lang. Doch ersteinmal musste ich ins ins Deilbachtal kommen – von meinem Zuhause die nächstgelegene Stelle, wo der Wanderweg vorbei führt. Natürlich auch zu Fuß … So ergab sich mit Hin- und Rückweg eine Gesamtstrecke von über 40 Kilometern.
Das Logbuch der Tageswanderung
07:12 – Die Haustüre fällt ins Schloss und ich mache mich auf den Weg. Schon nach 15 Minuten ist mir viel zu warm – im Nordpark lege ich den Windschutz ab und laufe nur mit der Fleecejacke weiter.
08:51 – Ich erreiche Schmahl am Schmalen im Deilbachtal und stoße auf den Langenberger Rundweg. Mittlerweile ist es hell und es fängt an zu schneien.
09:17 – Erste Pause in einer Schutzhütte am Höhenweg. Ich esse ein Schinkenbrot, eine Banane, trinke ein paar Schlucke des noch heißen Pfefferminztees und vertilge auch noch einen Kinderriegel. Der Schneefall hat schon wieder aufgehört.
09:43 – An einem Baum am Wegesrand hängt ein Schild mit Angaben zum Langenberger Rundweg. Demnach befinde ich mich am Standort “Sender” und die Streckenlänge wird hier mit nur 28 km angegeben.
10:04 – Im Felderbachtal ist die Wegführung unklar. Wegzeichen weisen in verschiedene Richtungen. Entscheide mich für den Weg, den ich von früher schon kenne.
10:45 – Ich laufe in Velbert-Nierenhof ein und überquere drei Straßen und die Gleise an der Bahnstrecke Wuppertal-Essen. Die Sonne versucht durch die Wolkendecke zu brechen.
11:32 – Zweite Pause in einem Wald bei Huisgen. Sitze auf einer umgestürzten Birke und esse ein Salamibrot, Hobbits Kekse, trinke mehr Pfefferminztee und schließe erneut mit einem Kinderriegel ab.
12:06 – Es ist stark bewölkt, auf kahlen Flächen trifft mich kalter Wind und es beginnt wieder zu schneien.
12:13 – Gedankenverloren verpasse ich eine Wegabzweigung, bemerke es aber rasch. In leichtem Trab jogge ich die paar Meter zurück und steige hinauf zum Standortübungsplatz. Mittlerweile dichtes Schneetreiben.
12:48 – Nassgeschwitzt komme ich zur Hofschaft Rottberg und zur Rottberger Straße. Der Aufstieg vom Asbach war schweißtreibend.
13:48 – Dritte Pause in einer Schutzhütte auf dem Golfplatz hinter Knollenberg. Wieder finden ein Schinkenbrot, Hobbits Kekse, viel Pfefferminztee und ein Kinderriegel den Weg in meinen Magen.
14:48 – Über eine Weide komme ich zur Hofschaft Krüdenscheid. Einige Gänse laufen dort durch Schneereste – die Pferde verstecken sich in Ställen.
15:33 – Kurz vor Windrath bekomme ich Schluckauf. Er begleitet mich ein Stück des Weges und lässt mich dann wieder allein.
16:23 – Zurück bei Schmahl am Schmalen – Der Langenberger Rundweg ist beendet. Jetzt nur noch zurück nach Hause.
16:32 – Vierte Pause auf einer Bank am Weg. Ich kippe den Rest des Pfefferminztees hinunter und verschlinge eine Packung Mini-Kaminwurzen. Dann gibt es noch das letzte Salamibrot, weitere Hobbits Kekse, Früchtetee aus der zweiten Thermoskanne und den obligatorischen Kinderriegel.
17:32 – Mal wieder setzt heftiger Schneefall ein. Dicke Flocken paaren sich mit der anbrechenden Dunkelheit und lassen die Lichter am Stadtrand erblassen.
18:14 – Ich bin zurück!
Nach 11 Stunden war die Tageswanderung Geschichte. Neben der Streckenlänge haben vor allem die zusätzlichen 1.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg ganz schön viele Kräfte verschlissen. Einige Energie versackte dabei spurlos im nassen Schnee. Doch die Zeit zwischen Haustüre und Haustüre war schön. Ausgefüllt von Morgengrauen bis Abenddämmerung.
Im Interview: Rede und Antwort auf lens-flare.de 21. Januar 2010
Veröffentlicht von Martin Hülle in : Allgemein, Ausrüstung, Fotografie, Medien , einen kommentar schreiben
Nach meinem Gastbeitrag auf lens-flare.de über das Abenteuer Expeditionsfotografie (siehe auch Blog-Eintrag vom 07. Januar 2010), hat Steffen Göthling das schon angekündigte Interview mit mir geführt. Gerne habe ich ihm Rede und Antwort gestanden.
Wieviel Zeit im Jahr verbringst Du auf Expeditionen?
Welche fotografische Ausrüstung begleitet Dich?
Wieviele Fotos entstehen während einer Expedition?
Was ist Dein nächstes großes Ziel?
Möchtest Du mal ein (Foto)Buch veröffentlichen?
Das sind nur einige der Fragen zur Fotografie und den Expeditionen – alle weiteren Fragen und die Antworten gibt es auf lens-flare.de!
Ostfriesland – Wintertage am Meer 18. Januar 2010
Veröffentlicht von Martin Hülle in : Allgemein, Fotografie, Reisen , 2kommentareZu Jahresbeginn war ich mit meiner Freundin Nina Wilms ein paar Tage an der ostfriesischen Nordseeküste (siehe auch Blog-Eintrag vom 11. Januar 2010). Wir hatten eine kleine Ferienwohnung in der Ostermarsch, unweit von Norden, gemietet – sehr praktisch und zentral gelegen. Der Deich und das Wattenmeer nur wenige Minuten Fußweg entfernt und die im Winter besonders verschlafenen kleinen Häfen nicht viel weiter weg.
In Greetsiel hielt das Eis die Fischkutter gefangen. Der Strand in Neuharlingersiel war trostlos und verlassen. Und die Insel Baltrum schien wie ausgestorben. Doch es war schön, sich den kalten Seewind um die Nase wehen zu lassen, durch frischen Schnee entlang der Küste zu laufen und hinaus auf das graue Meer zu blicken.
Ein paar Bilder zeige ich hier im Blog – weitere gibt es auf meiner Website zu sehen. (Am schönsten lassen sich die Bilder im Vollbildmodus betrachten.)
> Mehr Bilder der Reise gibt es hier zu sehen
“Die Superbrillen” 11. Januar 2010
Veröffentlicht von Martin Hülle in : Allgemein, Ausrüstung, Fotografie, Reisen , einen kommentar schreiben
- “Die Superbrillen” -
Bei der Durchsicht einer Ausgabe des outdoor Magazins, stieß ich im letzten Jahr auf eine Reihe von Fotos, auf denen die darauf abgebildeten Personen mit supercoolen weißen Sonnenbrillen durch die Landschaften wanderten. Ich war beeindruckt – das machte wirklich was her!
Doch ich verlor den Sonnenschutz wieder aus den Augen und reiste, noch bevor Tief Daisy über Deutschland wütete und an der Ostsee Deiche einzubrechen drohten, mit meiner Freundin Nina Wilms ein paar Tage zu Jahresbeginn an die ostfriesische Nordseeküste. Zu Zeiten, als zwar schon einiger Schnee lag, aber uns die “weiße Hölle” erst noch bevorstand.
Wir hatten alle Zeit der Welt, um in Ruhe entlang des Wattenmeeres zu laufen und in einige Läden zu schauen. In einem Nordener Supermarkt kam der Augenblick: Die supercoolen weißen Sonnenbrillen wurden hier Einheimischen und vorbeischlendernden Touris angeboten! Sofort witterten wir unsere Chance, dank dieses äußerst modischen Accessoires nun auch auf Bildern Pluspunkte sammeln zu können …
Die kalten Fakten:
Nikon D300, Nikon AF-S DX VR 18-200 mm / 3.5-5.6 G IF-ED, ISO 1600, 1/100s und Blende 5.6, Nikon Capture NX2, Adobe Photoshop CS4, Nik Silver Efex Pro (Kodak Tri-X 400TX Pro)
> Bilder der Reise gibt es hier zu sehen
Abenteuer Expeditionsfotografie – Gastbeitrag auf lens-flare.de 7. Januar 2010
Veröffentlicht von Martin Hülle in : Allgemein, Ausrüstung, Fotografie, Medien , einen kommentar schreiben
Nachdem ich schon im Dezember des vergangenen Jahres mit zwei Gastbeiträgen in fremden Gefilden “gewildert” habe (FX vs. DX – Oder der Vorteil des Halben gegenüber dem Vollen und Tipps zur Fotografie auf Wintertouren), tauche ich heute auf lens-flare.de auf. Der Blog über Fotografie von Steffen Göthling und Besim Mazhiqi zählt zu den meistgelesenen Fotografieblogs in Deutschland.
In meinem Gastbeitrag erzähle ich vom Abenteuer Expeditionsfotografie. Immer wieder und immer häufiger brach ich in die Natur zu Wanderungen und Skitouren auf. Die skandinavischen Länder wurden zu meiner Lieblingsregion. Die Weite Lapplands, die karge Schönheit der nordischen Bergwelt. Mit der Zeit wuchs die Erfahrung. Und mit der Erfahrung wurden meine Touren anspruchsvoller, länger, extremer.
Und wieder machten die Anstrengungen bei der Expedition, das Ziehen der schweren Schlitten, das stundenlange Laufen, die Kälte, Wind und Sturm, das Fotografieren unterwegs zu einer großen Herausforderung. Manchmal wäre es mir lieber gewesen, die Kamera einfach in der Tasche zu belassen und ohne Foto weiter zu ziehen. Aber oft gab der Griff zur Kamera auch weitere Energie frei, da ich die Strapazen vergaß, um ein gutes Bild zu bekommen.
Wem nach dem Lesen des Artikels auf lens-flare.de die eine oder andere Frage unter den Fingernägeln brennt, der kann diese dort gerne in den Kommentaren stellen. Die Antworten werden in einem zweiten Artikel auf lens-flare.de veröffentlicht.
> Abenteuer Expeditionsfotografie
Happy New Year! 1. Januar 2010
Veröffentlicht von Martin Hülle in : Allgemein , einen kommentar schreiben
- “Happy New Year!” -Der viele Schnee, der kurz vor dem kalendarischen Winteranfang im Dezember des gerade vergangenen Jahres gefallen war (siehe auch Blog-Eintrag vom 21. Dezember 2009), ist mittlerweile nahezu komplett wieder verschwunden. Schäbige Reste liegen an wenigen Stellen noch auf den Straßen und zwischen den Häusern herum – kaum mehr der Rede wert, um noch die Ski anzuschnallen und eine Rutschpartie zu wagen …
Nicht nur denen, die mit langen Latten unter den Füßen in eine weiße Welt voller Schnee und Eis aufbrechen möchten, wünsche ich, dass ihre Träume im Jahr 2010 wahr werden.
In diesem Sinne: Happy New Year!