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#WorldWideWilderness

– 7 Reisen in die eisige Wildnis –

Alles begann vor über 25 Jahren, im August 1991. Ich war gerade mal 17 Jahre alt und wanderte auf dem Kungsleden, Schwedens berühmten „Königspfad“, von Abisko nach Kvikkjokk. Die nordische Einsamkeit brannte sich tief in mir ein. Manchmal fiel es mir schwer, das Alleinsein zu ertragen. Aber ich war gleichsam fasziniert von der Landschaft und der Freiheit, über Berge und durch Täler zu schreiten. Es war der Beginn einer Leidenschaft, die bis heute ungebrochen ist und über die Jahre sogar immer stärker wurde.

Gegen Ende der Wanderung kam ich am Ostrand des Sarek-Nationalparks vorbei. Für mich schon damals ein Traumland, berüchtigt als weglose Herausforderung und nichts für ein Greenhorn wie mich. Noch nicht. Zwei Jahre später wagte ich mich erstmalig ein Stück hinein in diese weltenferne Wildnis. Mit einem Rucksack voller Respekt und jugendlichem Entdeckergeist, schaffte ich es von Kvikkjokk durch den südlichen Teil des Parks bis zur Kapelle von Alkavare. Dann machte mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Die Furcht vor stürmischen Regengüssen, die sich mal wieder zwischen den schroffen Bergen im Sarek entluden, trieb mich in die etwas lieblichere Region Padjelanta und auf gut beschaffenen Pfaden zurück nach Kvikkjokk.

Immerhin: Die anfangs oft bedrückende Einsamkeit machte mir mittlerweile nichts mehr aus, und so langsam gehörte ich zu jenen Menschen, denen zwei Wanderer in einem Tal bereits einer zu viel sind … In den folgenden Jahren legte ich noch unzählige Kilometer in diesem Gebiet zurück, das mir mehr als alle anderen am Herzen liegt, bin ich in ihm doch am stärksten gereift und erwachsen geworden.

In dieser zurückliegenden Zeit erlebte ich noch viele weitere Abenteuer, die weit über den Dunstkreis des Kungsleden und Sareks im Fjäll Schwedisch-Lapplands hinausgingen. Ich machte viele eindrückliche Erfahrungen und erlebte zahlreiche prägende Momente, die mich immer wieder anstachelten, erneut aufzubrechen. Es gipfelte schließlich in meinem Projekt Mein Norden, für das ich von 2012 bis 2016 elf weitere Reisen in den Norden unternahm. Der darüber entstandene gleichnamige Bildband wurde zu einer Liebeserklärung an die rauen Landschaften, kargen Regionen und eine intensive Art des Unterwegsseins.

7 Kontinente. 7 Treks. 7 Reisen in die eisige Wildnis.

Doch bereits während all den Augenblicken in nordischer Natur und den vielen Wanderungen und Skitouren für mein Foto- und Reiseprojekt Mein Norden erwuchs in mir der Wunsch, danach über meinen eigenen Tellerrand zu schauen und mich aufzumachen in die weite Welt, in Länder und Regionen, die ich noch nie bereist habe, aber von denen ich schon seit ewigen Zeiten träume. Ich erdachte das Projekt #WorldWideWilderness, das sieben Reisen beinhaltet – eine pro Kontinent. Der rote Faden ist das Eis – schmelzende Gletscher, zu bewahrende Natur. Denn zum Eis habe ich ja seit eh und je eine sehr enge Beziehung – habe ich doch in früheren Tagen zweimal das grönländische Inlandeis überquert und immer wieder weitere lange Gletschertouren unternommen … Daher steht dieses Projekt auch unter dem Motto „Protect what you love“.

Einmal mehr geht es mir darum, mich hinein ins Abenteuer zu stürzen. Neuland zu erkunden, meinen Horizont zu erweitern und darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist, das zu schützen, was einem am Herzen liegt.

Los geht es im kommenden Februar. Weit in den Süden werde ich zum Projektstart reisen. Nach Patagonien. Zu den Gipfeln von Cerro Torre und Fitz Roy, die ich gemeinsam mit Christian Müller über das Campo de Hielo Sur umrunden möchte. Eine Traumtour, die bereits sehr lange in mir schlummert und die nun endlich wahr werden soll. Aber sie ist nur der Anfang – der Beginn einer Reise rund um den Globus.

Noch gleicht alles eher eine Skizze – es gilt, ihr Leben einzuhauchen und Träume wahr werden zu lassen.

Die einzelnen Reisen

Süd-Amerika:
Land/Region: Argentinien und Chile, Patagonien
Tour: Umrundung von Cerro Torre und Fitz Roy über das Campo de Hielo Sur
Charakter: schwere, alpine Trekkingtour mit Gletscherbegehungen

Nord-Amerika:
Land/Region: Kanada (Nunavut), Baffin Island
Tour: im Auyuittuq National Park von Fjord zu Fjord über den Akshayuk Pass mit Abstechern zu Ausläufern des Penny Icecap
Charakter: mittelschwere Trekkingtour

Ozeanien:
Land/Region: Neuseeland
Tour: Durchquerung der Gletscherplateauregionen Garden Of Eden und Garden Of Allah
Charakter: schwere, alpine Trekkingtour mit Gletscherbegehungen

Europa:
Land/Region: Svalbard, Spitzbergen
Tour: durch die Gletscherwelt zum Newtontoppen (1713 m) und retour
Charakter: mittelschwere Trekking-/Skitour mit Expeditionscharakter

Afrika:
Land/Region: Uganda
Tour: Erkundung des Ruwenzori Gebirges und Besteigung der Margherita Spitze (5109 m) am Mount Stanley
Charakter: Trekkingreise und Bergbesteigung

Asien:
Land/Region: Mongolei, Altai-Gebirge
Tour: Wanderung ins Bergmassiv Tawan Bogd und zum Potanin-Gletscher samt Besteigung des Malchin Peak (4051 m)
Charakter: anspruchsvolle Trekkingtour und Bergbesteigung

Antarktis:
Land/Region: Antarktis, Königin-Maud-Land
Tour: von der russischen Station Nowolasarewskaja in der Schirmacher-Oase zur Jøkulkyrkja (3148 m) im Fimbulheimen und retour
Charakter: extreme Ski-Expedition

Als Zeitplan sind die kommenden drei Jahre vorgesehen …

Über all das, was rund um das Projekt #WorldWideWilderness passiert, erzähle ich in lockerer Folge in der neuen Rubrik #WasWarWann. Folgt mir auf dem Weg in die eisige Wildnis!

Lofoten Masterclass – Neuer Termin

– Nordische Momente – Lofoten Masterclass –

Nach der ersten erfolgreichen Durchführung der Nordische Momente – Lofoten Masterclass im vergangenen Februar, biete ich diese Fotoreise zusammen mit dem Lofoten-Kenner Michael Schaake im kommenden März zum zweiten Mal an. Erneut möchten wir in einer kleinen Gruppe die spektakuläre Landschaft intensiv erleben, fotografieren und darüber hinaus unser Wissen in Praxis und Theorie an alle Mitreisenden weitergeben.

„Die wilde Natur der Lofoten ist atemberaubend und lädt dazu ein, mit der Kamera erkundet zu werden. Allgegenwärtig sind majestätische Berge, tiefe Fjorde und weite, von der Brandung umspülte Strände. Diese Szenerie bildet die Kulisse, in der vereinzelt kleine bunte Dörfer liegen, die bekannt sind für ihre charakteristischen Rorbuer, die traditionellen Fischerhütten. Richtig zauberhaft wird es dann vor allem im Winter, wenn sich das Nordlicht über die Inseln legt oder die Sonne immer wieder das raue Wetter durchbricht und für faszinierende Lichtstimmungen sorgt.“

8-Tage Masterclass in einer kleinen Gruppe von maximal 6 Teilnehmern auf den Lofoten-Inseln im Norden Norwegens

09. bis 16. März 2019 | 4-6 Personen | 2.675 Euro

!!! Zeitig buchen und Frühbucherrabatt sichern !!!

Highlights

  • Entdecke die spektakuläre Landschaft der Lofoten gemeinsam mit Sony Ambassador Michael Schaake und Fujifilm X-Fotograf Martin Hülle
  • Lerne intensiv Techniken und Strategien der Landschafts-, Natur- und Reisefotografie
  • Erlebe und fotografiere die Polarlichter unter dem atemberaubenden Sternenhimmel des Nordens (wetterabhängig)

> Weitere Reisedetails und Buchung

Nordische Momente – Island

– Rain Man –

Unseren ursprünglichen Plan mussten wir frühzeitig aufgeben. Ausgehend vom Zeltplatz Hólaskjól war eine sehr herausfordernde Trekkingtour zu Ausläufern des Vatnajökull und über diverse Gletscher bis zur Lagune Grænalón, und von dort über schroffe Berge bis nach Skaftafell, das eigentliche Ziel. Doch nachdem sich bei meinem Wanderpartner Michael Schaake ein Nerv im Hüftbereich verklemmt hatte, waren lange und schwierige Passagen abrupt in weite Ferne gerückt und nicht mehr zu verantworten.

Daher kam alles anders: Nachdem wir am ersten Tag noch planmäßig entlang der Schlucht Eldgjá bis zur Hütte Skælingar gelaufen waren, ging bereits am folgenden Tag fast nichts mehr. Mit starken Schmerzen und Taubheitsgefühlen in einem Bein zogen wir in gedrosseltem Tempo weiter bis zum wundervollen See Langisjór, einer Perle im Hochland. Hier unternahmen wir Tagesausflüge mit leichtem Gepäck und dachten darüber nach, umzukehren, denn eine Besserung trat nicht mehr ein. Doch nachdem wir den alles überragenden Gipfel des Sveinstindur in stimmungsvollem Abendlicht erklommen hatten und auf die eindrucksvolle Seen- und Berglandschaft hinabblickten, entschlossen wir uns dazu, trotz aller Umstände zumindest den Langisjór zu umrunden. So machten wir das Beste aus der Situation, genossen weitere fünf Tage die Zeit in aller Einsamkeit und nahmen auch das wechselhafte Wetter hin, welches oft regnerisch und stürmisch über uns hinwegfegte.

Über schmale Pfade erliefen wir uns mühsam die Schönheit Islands – ein ganz besonderes Abenteuer zwischen grünen Hügeln und schwarzer Wüste.

– Sveinstindur, Langisjór und Fögrufjöll –
– Karges Land –
– Langisjór –
– Nasse Füße am Útfall –

> Island 2017 – Weitere Bilder

Fragmente aus der Zeit des Aufbruchs

Elf Reisen in den Norden. Vier Jahre Aufbruch. Zu allen Jahreszeiten hinein ins Abenteuer. Eine Liebeserklärung an raue Landschaften, karge Regionen und eine intensive Art des Unterwegsseins.

Das Nordlandfieber und der Arktis-Bazillus sind alte Bekannte, die ich sicherlich nie mehr loswerde. Es begann im August 1991, als ich erstmals in Schweden unterwegs war, und sich die nordische Einsamkeit sogleich tief in mir einbrannte. Seitdem bin ich immer wieder zurückgekehrt in die hohen Breiten, wanderte den 800 km langen Nordkalottleden komplett an einem Stück oder unternahm zweimal eine Überquerung des grönländischen Inlandeises von Ost nach West – Meilensteine in meinem Leben als „Polarabenteurer“.

Bis mich im Frühjahr 2012 zwei Krampfanfälle aus heiterem Himmel zu Boden rissen, die Diagnose Epilepsie gestellt wurde und mein Wandererleben aus den Fugen geriet. In den Tagen im Krankenhaus und den Wochen danach, die es brauchte, um wieder so richtig auf die Beine zu kommen, ließ ich mich allerdings nicht unterkriegen und fasste den Entschluss zu dem Projekt Mein Norden. Erneut wollte ich alles noch einmal träumen und aufbrechen zu den wundervollen Orten, die mir von früher so viel bedeuteten – aber gleichzeitig auch Neuland aufspüren, in dem ich zuvor noch nie war, jedoch schon immer einmal hinwollte.

Elf Reisen tüftelte ich aus, die mich über eine Spanne von vier Jahren hinein ins Abenteuer führten. Ich brach allein dorthin auf, wo meine Passion ihren Anfang genommen hatte, zog mit Freunden durch die dunkle Polarnacht und über eisige Gletscher, oder ging mit meiner Frau und unserer kleinen Tochter auf Wandertour. In all der Zeit trat die Epilepsie völlig in den Hintergrund. Und ich blieb zum Glück anfallsfrei.

Fragmente aus der Zeit des Aufbruchs.

Schweden: Plötzlich bin ich oben, stehe an der Abbruchkante und unter mir geht es 700 Meter senkrecht hinab. Der Blick auf das Delta des Ráhpaädno verschlägt mir den Atem. Tief unten schlängeln sich die verästelten Arme des mächtigen Flusses durch einen grünblauen Teppich aus Seen, Sümpfen und Wäldern. Eingekeilt zwischen den Felsabbrüchen des Skierffe und des gegenüberliegenden Tjahkelij münden die pulsierenden Adern des mit Gletschersedimenten durchsetzten Wassers in den Laitaure.

Island: Wir sind erleichtert, als sich der Panzer des Vatnajökull vor uns ausbreitet und wir unweit des Vonarskarđ, des Passes der Hoffnung, über den Köldukvíslarjökull auf die ausgedehnte Fläche ewigen Eises steigen können. Von hier an laufen wir ohne sonderliche Hürden über den größten Gletscher Europas. Vorbei an der Grímsvötn-Caldera und bis zu seinem südöstlichen Ende, dem Skálafellsjökull, über den wir wieder hinabgleiten in tiefere Lagen, der Küste und dem Meer entgegen.

Schottland: Mit einem mulmigen Gefühl komme ich auf der Isle of Skye an – ich befürchte eine Wasserschlacht. Eine steife Brise tut ihr übriges dazu und treibt das Nass klatschend über die Insel der Inneren Hebriden. Aber was soll’s? So, als könne mich nichts erschüttern, kaufe ich mir erst einmal eine wetterfeste Karte des Weges, bevor ich in Broadford starte, und trotze in der folgenden Zeit stoisch den immer wiederkehrenden Regengüssen, stürmischen Winden und schmatzend feuchten Böden.

Färöer-Inseln: Wie eine Haifischflosse ragt die schroffe unbewohnte Insel aus den Fluten des Fjords Sørvágsfjørđur empor. Sie ist der größte Holm des Archipels und ihr Name Tindhólmur geht auf die zackenförmigen Gipfel Ytsti, Arni, Lítli, Breiđi und Bogdi zurück. Bizarr recken sie diese in den dunkel bewölkten Himmel und sorgen für die dramatische Form.

Schweden: Schnee bläst uns ins Gesicht. Fest verzurren wir die Kapuzen bei minus 14 Grad  und machen uns auf den Weg, den Tjäktjapasset zu überschreiten hinüber ins Tjäktjavagge. Das Weiß wirbelt über die Bergkämme, über denen sich ein fahler blauer Himmel wölbt. Die Sonne, die sich Mitte Dezember in der dunklen Polarnacht hinter dem Horizont verbirgt und nie zum Vorschein kommt, zaubert nur einen blassen Schein auf die wenigen Wolkenfetzen.

Island: Auf der Halbinsel Snæfellsnes biegen ab ins Lavafeld Neshraun und nehmen die holprige Piste zur Landspitze Öndverđarnes in Angriff. In wildem Zickzack fahren wir zwischen den erstarrten Lavagebilden hindurch bis hin zu einer Weggabelung. Rechts ab gelangen wir zu einem im Reiseführer ausgewiesenen Leuchtturm. Doch der entpuppt sich als wenig fotogenes kleines Häuschen. Also zurück. Von dort, wo sich der Weg gabelt, haben wir in die andere Richtung noch einen weiteren Leuchtturm erspäht. Einmal in der Nähe, kurven wir auch da näher ran – nur, um keine Gelegenheit auf ein lohnendes Fotomotiv einfach links liegen zu lassen. Und siehe da! Reizend steht der Leuchtturm Svörtuloft auf einer Anhöhe über dem Saxhólsbjarg.

Finnland: Die baumlosen, gerundeten Bergkuppen thronen düster über dem endlos scheinenden Wäldermeer, in dem sich dichtes Nadelgehölz mit lichten Baumbeständen aus Kiefern und Birken abwechselt. Während der Tage, in denen ich in diese urwüchsige Welt vordringe, komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Voller Freude sauge ich alle Eindrücke auf, die sich entlang verwunschener Pfade nach jeder Biegung offenbaren.

Svalbard: Der Schnee ist tief. Die Last der Schlitten schwer. Doch die Szenerie ringsum entschädigt für alle Anstrengung – das arktische Ambiente hat mich längst in seinen Bann gezogen. Über den Elfenbeinbreen erklimmen wir das Nordmannsfonna. Dort hält uns schlechtes Wetter am Berg Dolken gefangen. Stürmische Böen treiben Schnee über die weitläufige Gletscherlandschaft. Die Sicht schrumpft auf ein Minimum. Wir sitzen fest.

Norwegen: In Jotunheimen unternehmen wir eine Tagestour auf das Bitihorn und genießen die Aussicht über die Weite der Valdresflya auf der einen und die majestätischen Berggiganten der „Heimat der Riesen“ auf der anderen Seite. Beim Abstieg rutscht Selma auf dem Hosenboden die zahlreichen Schneefelder hinab und jauchzt: „Das ist klasse!“ Als Familie die Wildnis zu entdecken, ist das pure Glück!

Norwegen: Die Wolken lösen sich von Tag zu Tag mehr und mehr auf. Strahlend steht die Sonne am blauen Himmel und sendet zum Jahresausklang noch einmal sommerliche Wärme. Wir ergreifen die Chance und gelangen von der Appelsinhytta hinauf auf den Hardangerjøkulen, den sechstgrößten Gletscher des Landes, um diesen nicht nur zu umrunden, sondern auch zu überqueren. Dass uns dieses Schmankerl aufgetischt und dargereicht wird, ist kaum zu glauben. Wir erleben fantastische Stunden auf dem eisigen Plateau und folgen in den nächsten Tagen weiteren kaum begangenen Pfaden.

Grönland: Einen Tag verbringe ich am Hullet, diesem kaum in Worte zu packenden Chaos aus Eisbergen, einer Szenerie, so spektakulär und eindrücklich, wie ich es anderswo noch nie gesehen habe. Umgeben von Ausläufern des Inlandeises zieht mich dieser Ort so sehr in seinen Bann, dass ich mich nur schwer davon lossagen kann. Mystisch ist die Stimmung. Haushoch die auf Grund liegenden Eisgebilde.

Im Juni 2017 erschien das Fotobuch Mein Norden mit Bildern und Texten aller Reisen:

Limitiert auf 333 Exemplare, nummeriert und handsigniert
Format: 30×22 Zentimeter, Hardcover, 176 Seiten

Weitere Buchdetails und Bestellung im Shop.

Agfa, Fuji oder Kodak

Wie in meinem Workflow von A bis Z erleutert, bin ich in der Bildbearbeitung darauf aus, meinen digitalen Fotos filmischen Charme zu verleihen, um den reportagehaften Charakter meiner Bilder zu unterstreichen. Hier nutze ich die Presets von VSCO – Filmsimulation, die in Adobe Camera RAW direkt auf die RAW-Dateien angewendet werden.

„Im ersten Schritt wähle ich nach jeder Reise einen „Film“ aus, den ich für alle Aufnahmen der betreffenden Unternehmung verwende. Hier rufe ich mir Gegebenheiten und Empfindungen vor Ort in Erinnerung und entscheide mich dafür, was am besten passt. Um die Kargheit der arktischen Landschaft Svalbards ideal herauszuarbeiten, entschloss ich mich bei den Bildern der dort unternommenen Skitour beispielsweise für einen „Schwarz-Weiß-Film“ (Agfa Scala) bzw. eine Schwarz-Weiß-Bearbeitung. Einer Bilderserie aus der Polarnacht in Schweden habe ich nachher gröberes Korn verliehen, um die düstere nächtliche Stimmung zu unterstreichen.“

Natürlich habe ich Favoriten, die häufiger zum Einsatz kommen, wie den Fuji 160C oder den Kodak Portra 160. Doch bei meinem Fotoprojekt Mein Norden kamen von Reise zu Reise ganz unterschiedliche Presets nachträglich zum Einsatz. Mal geht es von den Farben knalliger zu, dann sind die Aufnahmen wiederum zurückhaltender.

Nachfolgend lüfte ich das Geheimnis, welche „Filme“ ich jeweils verwendet habe. Häufig griff ich dabei zu den abgeschwächten Minus-Versionen der betreffenden VSCO-Presets.

– Schweden und Norwegen 2012 – Kodak Portra 160 NC (minus) –
– Island 2013 – Fuji Superia 100 –
– Schottland 2013 – Fuji Superia 400 (minus) –
– Färöer-Inseln 2013 – Kodak TRI-X 400 (Farbbilder Fuji 160C) –
– Schweden 2013 – Fuji 160C (gröberes Korn) –
– Island 2014 – Kodak Portra 160 (minus) –
– Finnland 2014 – Fuji 800Z (minus) –
– Svalbard 2015 – Agfa Scala 200 (minus) –
– Norwegen 2015 – Fuji Astia 100F Portrait –
– Norwegen 2015 – Kodak Portra 400 VC (minus) –
– Grönland 2016 – Fuji 160C –

Die unterwegs gemachten „Ausgangsfotos“ sind nur die Rohmasse. Erst nachträglich versuche ich, einen Stil zu finden, der dem Erlebten und den Eindrücken vor Ort nahekommt. Dieser Stil muss die Realität auf keinen Fall eins zu eins wiedergeben, sondern er darf davon abweichen …

Mein Norden – Der Bildband

Elf Reisen in den Norden. Vier Jahre Aufbruch. Zu allen Jahreszeiten hinein ins Abenteuer. Allein, mit Freunden und der Familie. Wanderungen und Skitouren dokumentiert in Bildern und Texten, die Emotionen transportieren und von Erlebnissen erzählen. Eine Liebeserklärung an raue Landschaften, karge Regionen und eine intensive Art des Unterwegsseins.

Im Juni 2017 erschien das Fotobuch Mein Norden mit Bildern und Texten aller Reisen:

Limitiert auf 333 Exemplare, nummeriert und handsigniert
Format: 30×22 Zentimeter, Hardcover, 176 Seiten

Weitere Buchdetails und Bestellung im Shop.

Habt Ihr auch Favoriten unter den „analogen“ Filmen? Berichtet gerne in den Kommentaren!