Fotografie

Wald. Wasser. Wurzel. – Ein Fotoworkshop

Wald. Wasser. Wurzel. – Ein Fotoworkshop, Foto: Martin Hülle

Es war vor fast drei Jahren, als ich mir in den Osterferien 2019 das erste Konzept für einen Fotoworkshop überlegte. Er sollte bei mir daheim in den Wäldern rund um Wuppertal stattfinden und ich verpasste dem Kurs den etwas holprigen Namen Wald. Wasser. Wurzel.

Die Motivation für diesen Workshop war meine Erfahrung, dass ein gutes Einzelbild oftmals dem Glück geschuldet ist, eine stimmige und in sich abgeschlossene Bilderserie hingegen Ideen und einer strukturierten Vorgehensweise bedarf. Und dafür wollte ich interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitnehmen auf einen Ausflug hinein in den Wald, an Feldern vorbei und am Wasser entlang, wo das Ziel nicht das „perfekte Landschaftsbild“ sein würde, sondern im Sinne meines Stils der „Landschaftsreportage“ die Erstellung einer Reihe an Aufnahmen, die in ihrer Bildsprache harmonisch ist und das Erlebte zusammengehörig erzählt.

Sich mit offenen Augen auf den Weg zu machen, im Unscheinbaren nach außergewöhnlichen Motiven zu suchen und wohlmöglich das große Ganze zu finden, sollte der Ansporn sein.

Im Frühjahr des selben Jahres machte ich zuerst ganz allein eine Probetour. Dabei zog es mich zunächst von Wuppertal-Beyenburg ins Naturschutzgebiet Bilstein-Daipenbecke und im weiteren Verlauf auch noch in die Naturschutzgebiete Bram- und Fastenbecke, wo nachfolgend auch die ersten Ausgaben des Fotoworkshops zu Beginn stattfanden wie z. B. ein winterlicher Ausflug Anfang 2020.

Während meines ersten Testlaufs versuchte ich, Gegensätze aufzuspüren. Zerfallendes Holz und blühende Frühlingssträucher. Oder das Chaos im Wald nebst klarer Linien aus Licht und Schatten.

Nach einigen Workshops wechselte ich dann den Ort des Geschehens ins Naturschutzgebiet Herbringhauser Bachtal, in dem sich entlang des dortigen Gewässers und den umliegenden Hängen und Höhenzügen des Marscheider Waldes noch mehr fotografische Möglichkeiten boten. Obwohl: Bei den Streifzügen legten wir meist nie die maximale Strecke zurück, die ich ins Auge gefasst hatte, zogen uns vielfältige Motivmöglichkeiten doch frühzeitig und zuweilen auf engstem Raum meist schnurstracks in ihren Bann.

Bei den kleinen Wanderungen ist es immer wieder spannend zu sehen, wie alle ihre eigenen Bildstrecken fotografieren, bei deren Ideenfindung wir uns gegebenenfalls gemeinsam unterstützen. Und ganz egal ob mit kurzer Verschlusszeit frei aus der Hand aufgenommen oder als Langzeitbelichtung vom Stativ – Fotos, die Geschichten erzählen, sind immer über überall zu finden.

Kommt beim nächsten Mal doch mit!

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