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Fujifilm, die Zweite!

- Fujifilm, die Zweite! -

Vor ein paar Tagen bekam ich ein kleines Paket von Fujifilm – und was war drin? Eine X-E1! In Silber! Yippie!!! Langsam komplettiert sich somit meine neue Fotoausrüstung nach meiner Trennung vom Nikon-System. Die X-E1 soll Zweit- und Backup-Kamera neben meiner X-Pro1 sein, oder ab und an auch an vorderster Front agieren, falls ich ein kompakteres Gehäuse benötige. Und wie ich es bereits auf der letzten photokina festgestellt hatte, wo ich die “Neue” zum ersten Mal in Händen hielt, macht sie einen sehr schönen Eindruck – solide, wertig, gelungen. So, wie man es mittlerweile von den Modellen des X-Systems gewohnt ist.

Sobald wie möglich werde ich die X-E1 mitnehmen auf eine Wanderung und sehen, wie sich die kleine Schwester der X-Pro1 in der Praxis anstellt. Bislang habe ich nur ein wenig daran rumgefummelt und einen Schnappschuss von Selma gemacht, die an meinem Schreibtisch aufkreuzte und auch mal den neuen Fotoapparat bestaunen wollte.

- Schnute -

Wie am oberen Bild unschwer zu erkennen ist, experimentiere ich gerade noch damit, wie sich die zwei Kameras nebeneinander am besten einsetzen lassen … Das Foto entstammt übrigens der X-Pro1 bei ISO 5000. Selma hingegen ist ein Kind der X-E1 bei ISO 3200.

Jetzt muss Fujifilm nur noch die nächsten Objektive unters Volk bringen und das X-System lässt bald keine Wünsche mehr offen.

> Fujifilm X-E1

Zwei Monate

- Luftballon -

In der letzten Woche hatte Selma ihren zweiten Geburtstag. Da hing der Luftballon noch prall gefüllt an unserer Wohnungstüre. Doch jetzt ist davon nicht mehr viel übrig, wie auch bei mir die Luft mal wieder ziemlich raus ist. Dabei schien ich am vorigen Freitag mit der Wanderung über den Brezelweg wieder gut Fuß gefasst zu haben. Mmh, zu früh gefreut …

Denn kurz darauf bekam ich eine Gürtelrose – als wenn ich nicht schon genug Ärger am Hals hätte. Naja, zum Glück habe ich den Herpes Zoster dort gerade nicht, sondern unter der Hose versteckt am Oberschenkel und in der Leistengegend. Egal, schön ist es trotzdem nicht. Jetzt muss ich auch gegen diese Viruserkrankung Pillen schlucken. Alle vier Stunden.

Schuld daran ist mein aktuell arg geschwächtes Immunsystem. Das ließ dem “Windpocken-Virus” freie Bahn und warf mich wieder ein Stück zurück. Immerhin hat Selma bereits eine Impfung gegen Varizellen – die Sache ist hoch ansteckend.

Momentan laufe ich zwischen meiner Hausärztin und meinem Neurologen hin und her, lasse mir Blut abzapfen und die Werte bestimmen. Die Leukozyten sind in den Keller gerutscht, meine Abwehrkräfte schwinden. Es könnte an dem Epilepsie-Medikament liegen, welches ich jetzt schon seit fast zwei Monaten nehme. Ja, genau auf den heutigen Tag ist es zwei Monate her, dass ich mich nach den beiden Krampfanfällen in der Notaufnahme des Krankenhauses wiederfand. Seitdem ist es ein ewiges Auf und Ab.

Erst die Diagnose Epilepsie, dann Schwindel und Müdigkeit hervorgerufen durch die Tabletten. Als die Nebenwirkungen nachließen, kam der Durchfall. Zwei Wochen lang. Doch dann, nach der Scheißerei, schien es endlich aufwärts zu gehen. Ich konnte die ersten Schritte tun und später weiter Fuß fassen. Alles schien geebnet für eine Urlaubsreise, die mich mit Nina und Selma ab kommenden Dienstag nach Schweden und Norwegen führen sollte. Endlich richtige Erholung. Endlich Abstand gewinnen. Den Stress abschütteln und Kraft tanken für den Neuanfang danach. Doch stattdessen jetzt noch diese Gürtelrose. Vielleicht muss das Epilepsie-Medikament umgestellt werden. Eine weitere Blutuntersuchung Anfang nächster Woche warten wir noch ab. Dann soll entschieden werden …

Gut, fahren wir halt etwas später los. Am Mittwoch oder spätestens Donnerstag. Trotzdem ist es mal wieder niederschmetternd. Ein weiteres Hindernis, das es zu überwinden gilt. Seit zwei Monaten dieser ständige Angriff auf Körper und Psyche. Kaum die Möglichkeit einer “Auszeit”. Immer wieder was Neues. Ein Schritt vor und zwei zurück. Manchmal ist es einfach zum Kotzen.

Aber ich gebe nicht auf. Wenn’s sein muss, werfe ich eben andere Pillen gegen die Epilepsie ein. Vielleicht stabilisiert sich dadurch wieder mein Immunsystem. Und ich habe Glück und bekomme es dafür mit keinen anderen, neuen Nebenwirkungen zu tun …

An dieser Stelle möchte ich allen einen DANK aussprechen, die mich bisher mit ihrer Anteilnahme und vielen guten Worten auf dem “steinigen Weg durch einen dunklen Tunnel, an dessen Ende ich aber ein Licht erkenne” unterstützt haben!

Irgendwann werde ich wieder im Hellen stehen – es bleibt weiterhin nur eine Frage der Zeit, der Geduld und der inneren Kraft.

“Weihnachtswahnsinn”


- Familienwahnsinn -

Es ist ja nicht so, dass Weihnachten urplötzlich vor der Tür steht. Das hat es noch nie gegeben. Zumindest die meisten sollten sich daran gewöhnt haben, dass es immer an den gleichen Tagen im Dezember stattfindet und ein jeder genug Zeit hatte, sich darauf einzustellen. Und doch habe ich gerade ein wenig das Gefühl, nicht vorbereitet zu sein. Dabei gehöre ich nicht zu denen, die morgen noch Geschenke einkaufen müssen. Vielleicht liegt es nur an den herrschenden chaotischen Verhältnissen …

Während ich diese Zeilen schreibe, türmen sich unter meinem Stuhl unzählige Bauklötze, die Selma neben vielem anderen im Büro verteilt hat. Auch im Rest der Wohnung sieht es nicht viel besser aus. Auf dem Küchenboden dazu klebrige Flecken von Hustensaft – Erkältungen und Schnupfen haben uns in den letzten Tagen und Wochen immer wieder gebeutelt. Und als ob das nicht genug wäre, dringt dazwischen ab und an ein würziger Duft in unsere verstopften Nasen – nein, nicht von leckerem Gebäck oder einem Weihnachtsbraten, sondern einer vollen und stinkenden Windel. Jetzt geht auch noch “Magen-Darm” in unseren vier Wänden um. Heute war Selma dran und ich zähle schon die Stunden, wann es auch mich erwischen wird. Die Zeitplanung ist äußerst ungünstig. Mein Ausblick auf ein köstliches Festmahl im Kreis der Lieben ist leicht getrübt.

In all dem Durcheinander leuchten aber auch die Kerzen, Musik liegt in der Luft. Vielleicht bringen die nächsten Tage noch eine Ruhe nach dem Sturm.

Daher mach ich’s kurz: Frohe Weihnachten!

P.S.
Okay, das Foto ist auch wenig weihnachtlich. Kein Zipfelmützenschnickschnack oder Rentiergeweihe auf den Köpfen. Nicht mal Schnee. Vielleicht im nächsten Jahr!

Mein bestes Foto 2010

- Selma -

Es geht um Ruhm und Ehre. Martin Wolf von visuelleGedanken hat zu einer Blogparade aufgerufen, mit der er die besten Fotos aus dem Jahre 2010 sucht. Tja, es ist aber gar nicht so einfach aus 12 Monaten ein einzelnes, herausragendes Bild auszuwählen und zu präsentieren. Und was bedeutet eigentlich “bestes” Foto? Geht es um die reine technische Qualität? Die Emotionen, die damit geweckt werden? Ob es vielen Anderen besonders gefallen hat? Oder ob es “nur” einen persönlichen Wert in diesem Jahr inne hat? Vielleicht ist es – wie so oft – eine Mischung aus allem?!

Ich habe mal meine Bilder und Erlebnisse durchgekramt auf der Suche nach dem Moment, dem Foto im Jahre 2010. Und wie erwartet gab es einige, die mir da sofort ins Gedächtnis schossen. Bilder, die alle das Zeug dazu hätten, mein persönliches Foto 2010 zu werden. Angefangen mit dem Boot in der Nordsee, enstanden im Januar in Ostfriesland. Wir hatten der Insel Baltrum einen Tagesbesuch abgestattet und waren auf der Rückfahrt mit der Fähre, als wir das kleine Schiff überholten, das in den Wellen auf und ab schaukelte. Die Aufnahme habe ich auch im Blog von Olaf Bathke vorgestellt und einen Gastbeitrag darüber veröffentlicht.

Oder später dann im März, während einer Skitour über die Hardangervidda in Norwegen, der Blick aus dem Fenster von Rauhelleren. Ich machte es mir im gemütlichen Aufenthaltsraum bequem, wo ein Kaminfeuer knisterte und für angenehme Wärme sorgte. Sonnenstrahlen durchfluteten das Zimmer. Vor den großen Fenstern standen Sessel, von denen man auf den Langesjøen blicken konnte, der sich unterhalb der Hütte ausbreitete. Über die DNT-Hütte mit Ausblick und mein winterliches Erlebnis gibt es auch eine ganze Geschichte.

- Rauhelleren und das Boot in der Nordsee -

Als die Aschewolke des Eyjafjallajökull noch in aller Munde war, besuchte ich im Mai Island, um an einer Besteigung des Hvannadalshnúkur, des höchsten Berges der Insel, teilzunehmen. 2000 Höhenmeter sind es hinauf bis zum Gipfel von Europas größtem Gletscher. Wie Ameisen zogen die Bergsteiger auf ihrem Weg über den Öræfajökull. Auch über die Gletscher- und Bergtour kann man einen Bericht nachlesen.

Eines meiner diesjährigen Lieblingsbilder entstand Ende Juli. Wald 1 hat es mir angetan und der Blogbeitrag über die “verwischte” Wanderung wurde der meistgelesene in diesem Jahr.

- Island und der Wald -

Im August war ich dann auf dem grönländischen Inlandeis, um dort Filmaufnahmen zu machen. Aus der geplanten Woche wurden letztendlich einige Tage mehr, da der zur Abholung gebuchte Heli am vereinbarten Tag einen technischen Defekt hatte und wir in der Einsamkeit des Eises weiter ausharren mussten. Als der Helikopter nach einiger Warterei endlich kam, war es ein schöner Anblick ihn zwischen aufwirbelndem Schnee landen zu sehen. Über die 12 Tage auf dem Inlandeis ist im StadtLandFlucht Magazin eine Geschichte erschienen.

Schließlich erneut Ostfriesland. Einige Tage auf der Insel Baltrum Ende Oktober. Während der Einfahrt in den Baltrumer Hafen, standen die beiden Kapitäne einträchtig beisammen an Deck der Fähre. Ein harmonisches Bild einer erholsamen Zeit auf der kleinsten der ostfriesischen Inseln.

- Baltrum und der Helikopter -

Doch keines dieser Bilder hat dann letztendlich doch das Zeug dazu, mein bestes Foto 2010 zu werden. Der Titel gebührt Selma. Seit Ende Juni bestimmt sie den fotografischen Alltag. In allen Lagen ihres noch jungen Lebens. Doch selbst da ist es schwierig einen Moment, eine Situation, einen Blick hervorzuheben. So wird am Ende das Bild einer kleinen “Diva” – ganz unspektakulär, nackt auf dem Wickeltisch – mein bestes Foto 2010. Warum? Ganz einfach: Weil es das Wichtigste in diesem Jahr zeigt!

Also, seid im kommenden Jahr fruchtbar und mehret Euch. Oder macht einfach nur gute Bilder. Aber rutscht nicht aus, auf dem Weg dorthin …

> Mehr Bilder gibt es hier zu sehen

Frohe Weihnachten! – Oder “Ein Lichtlein brennt”

- Advent, Advent, ein Lichtlein brennt … -

Die Weihnachtszeit ist eine besinnliche Zeit. Allerorts wird zurückgeblickt auf das fast vergangene Jahr. Wer es schafft, der hält einen Moment inne – zwischen Einkäufen, Plätzchen backen und Tannenbaum schmücken. Wie war es, das Jahr? Gut oder schlecht? Doch genauso sind die letzten Tage des Dezembers auch eine Phase des Ausblicks auf die kommenden 12 Monate. Pläne werden geschmiedet. Neue Ziele gesteckt.

Und war da nicht noch etwas? Die Sache mit der Krippe im Stall? Die alte Geschichte, die morgen am Heiligabend und den Weihnachtstagen wieder hervorgekramt wird. Jedes Jahr wird sie aufs Neue erzählt. Wie auch jedes Jahr die Kerzen auf den Tisch kommen und mitgezählt wird, bis schließlich die Geschenke unterm Baum liegen. Oder wie hieß es noch gleich:

Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür!

Wie mag Selma ihr erstes Weihnachtsfest erleben? Nun, weder liegt sie in einer Krippe im Stall, noch ist sie soweit, dass sie die Wochen, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden herunter zählt, bis sie sich endlich – Weihnachtsmann sei Dank – auf ihre Geschenke stürzen könnte. Oder hat die Weihnachtszeit noch andere Bedeutungen?

Naja, vielleicht besinnt sich der eine oder andere auch noch auf die wesentlichen Dinge des Lebens. Und sei es nur der Schein einer Kerze …

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern meines Blogs frohe Weihnachten!

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