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Mein bestes Foto 2010

- Selma -

Es geht um Ruhm und Ehre. Martin Wolf von visuelleGedanken hat zu einer Blogparade aufgerufen, mit der er die besten Fotos aus dem Jahre 2010 sucht. Tja, es ist aber gar nicht so einfach aus 12 Monaten ein einzelnes, herausragendes Bild auszuwählen und zu präsentieren. Und was bedeutet eigentlich “bestes” Foto? Geht es um die reine technische Qualität? Die Emotionen, die damit geweckt werden? Ob es vielen Anderen besonders gefallen hat? Oder ob es “nur” einen persönlichen Wert in diesem Jahr inne hat? Vielleicht ist es – wie so oft – eine Mischung aus allem?!

Ich habe mal meine Bilder und Erlebnisse durchgekramt auf der Suche nach dem Moment, dem Foto im Jahre 2010. Und wie erwartet gab es einige, die mir da sofort ins Gedächtnis schossen. Bilder, die alle das Zeug dazu hätten, mein persönliches Foto 2010 zu werden. Angefangen mit dem Boot in der Nordsee, enstanden im Januar in Ostfriesland. Wir hatten der Insel Baltrum einen Tagesbesuch abgestattet und waren auf der Rückfahrt mit der Fähre, als wir das kleine Schiff überholten, das in den Wellen auf und ab schaukelte. Die Aufnahme habe ich auch im Blog von Olaf Bathke vorgestellt und einen Gastbeitrag darüber veröffentlicht.

Oder später dann im März, während einer Skitour über die Hardangervidda in Norwegen, der Blick aus dem Fenster von Rauhelleren. Ich machte es mir im gemütlichen Aufenthaltsraum bequem, wo ein Kaminfeuer knisterte und für angenehme Wärme sorgte. Sonnenstrahlen durchfluteten das Zimmer. Vor den großen Fenstern standen Sessel, von denen man auf den Langesjøen blicken konnte, der sich unterhalb der Hütte ausbreitete. Über die DNT-Hütte mit Ausblick und mein winterliches Erlebnis gibt es auch eine ganze Geschichte.

- Rauhelleren und das Boot in der Nordsee -

Als die Aschewolke des Eyjafjallajökull noch in aller Munde war, besuchte ich im Mai Island, um an einer Besteigung des Hvannadalshnúkur, des höchsten Berges der Insel, teilzunehmen. 2000 Höhenmeter sind es hinauf bis zum Gipfel von Europas größtem Gletscher. Wie Ameisen zogen die Bergsteiger auf ihrem Weg über den Öræfajökull. Auch über die Gletscher- und Bergtour kann man einen Bericht nachlesen.

Eines meiner diesjährigen Lieblingsbilder entstand Ende Juli. Wald 1 hat es mir angetan und der Blogbeitrag über die “verwischte” Wanderung wurde der meistgelesene in diesem Jahr.

- Island und der Wald -

Im August war ich dann auf dem grönländischen Inlandeis, um dort Filmaufnahmen zu machen. Aus der geplanten Woche wurden letztendlich einige Tage mehr, da der zur Abholung gebuchte Heli am vereinbarten Tag einen technischen Defekt hatte und wir in der Einsamkeit des Eises weiter ausharren mussten. Als der Helikopter nach einiger Warterei endlich kam, war es ein schöner Anblick ihn zwischen aufwirbelndem Schnee landen zu sehen. Über die 12 Tage auf dem Inlandeis ist im StadtLandFlucht Magazin eine Geschichte erschienen.

Schließlich erneut Ostfriesland. Einige Tage auf der Insel Baltrum Ende Oktober. Während der Einfahrt in den Baltrumer Hafen, standen die beiden Kapitäne einträchtig beisammen an Deck der Fähre. Ein harmonisches Bild einer erholsamen Zeit auf der kleinsten der ostfriesischen Inseln.

- Baltrum und der Helikopter -

Doch keines dieser Bilder hat dann letztendlich doch das Zeug dazu, mein bestes Foto 2010 zu werden. Der Titel gebührt Selma. Seit Ende Juni bestimmt sie den fotografischen Alltag. In allen Lagen ihres noch jungen Lebens. Doch selbst da ist es schwierig einen Moment, eine Situation, einen Blick hervorzuheben. So wird am Ende das Bild einer kleinen “Diva” – ganz unspektakulär, nackt auf dem Wickeltisch – mein bestes Foto 2010. Warum? Ganz einfach: Weil es das Wichtigste in diesem Jahr zeigt!

Also, seid im kommenden Jahr fruchtbar und mehret Euch. Oder macht einfach nur gute Bilder. Aber rutscht nicht aus, auf dem Weg dorthin …

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