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Färöer Rundreise – Die Bilder

– Färöer Rundreise – Die Bilder –

Es war bereits im letzten Jahr – unsere vierwöchige Familienreise auf die Färöer. “The Land of Maybe” erreichten wir im Nebel, wo wir am Olavsfest, dem Nationalfeiertag, vor Regen geschützt Fish’n Chips aßen. Wir fuhren mit dem Auto über Brücken und durch Tunnel zu vielen Inseln, die wie grüne Haifischflossen aus dem Meer emporragen. Wir wanderten zum alten Bischofssitz in Kirkjubøur, nahmen die kleine Fähre hinüber nach Kalsoy und machten einen Spaziergang von Trøllanes zur Landspitze Kallur, von der wir trotz mäßigem Wetter bis zu den Steintrollen Risin und Kellingin blicken konnten. Die Sonne blinzelte hervor, Berge verhüllten sich wieder, es regnete. Wir liefen von Elduvík hinüber nach Oyndarfjørđur und zurück. Dann lockte Gjógv, ein weiteres Dorf, in dem sich die kleinen Häuser dicht aneinander drängen. Allein erklomm ich den Gipfel des Slættaratindur, des höchsten Berges auf den Färöer-Inseln. Weit reichte mein Blick über all die grünen Zacken, Hänge, Täler und all die blauen Fjorde. Auf der Insel Vágar nahmen wir den alten Weg nach Gásadalur und kraxelten über die Berge. Mykines, das Vogelparadies schlechthin, war der schönste Fleck. Wir brachen auf nach Saksun und Tjørnuvík. Und auch noch zur südlichsten Insel. Es war eine Reise, die uns ans Ende der Welt geführt hatte. In eine dramatische Insellandschaft, in der sich die Färinger zwischen Tradition und Moderne bewegen. Vieles blieb uns verborgen und war schwer zu fassen. Es verlor sich im Nebel oder wir konnten oft nur staunen.

„Wind und Wetter sind die bestimmenden Faktoren, nach denen sich alles richtet. Vielleicht fährt morgen die Fähre, vielleicht klappt dann eine weitere Wanderung. Vielleicht stürmt und regnet es aber auch oder es ist bis auf Meereshöhe nebelverhangen. Kanska …“

Nach dieser außergewöhnlichen Reise dauerte es eine lange Zeit, bis ich alle Bilder fertig bearbeitet hatte. Aber jetzt gibt es sie endlich seit ein paar Tagen zu sehen – die komplette Serie von den Schafsinseln. Auf Flickr. Schaut mal rein!

Fotografisches:
Die Rundreise über die Färöer habe ich mit der Fujifilm X-E1 fotografiert. Alle Impressionen sind das Resultat eines RAW-Workflows basierend auf Adobe Camera RAW und VSCO Film. Für den Analoglook sorgte bei dieser Serie der Fuji 160C.

> Bildergalerie Färöer Rundreise 2013

Rund um Ennepetal – Die Bilder

– Rund um Ennepetal – Die Bilder –

Kaum einen Weg kenne ich so gut wie den Rundweg um Ennepetal. Und auch wenn ich ihn schon so häufig gelaufen bin, lockt mich diese 54 km lange Strecke doch immer wieder einmal. Zuletzt Mitte Mai gemeinsam mit Joël Wagner – zwei Tage lang wollten wir nah unserer Heimat ein kleines „Microadventure“ erleben. Hatte ich die Runde in der Vergangenheit oft in schnellem Tempo an einem Stück absolviert, sollte es dieses Mal weniger sportlich, dafür fotografischer zugehen. Joël hatte seine Leica M mit drei Festbrennweiten dabei. Ich Fujifilms X-T1 und das 23er, 56er und 10-24er.

Wir versuchten, Details am Wegesrand einzufangen. Dinge aufzuspüren, an denen ich früher oft einfach vorbei marschiert war. Oft waren wir so vertieft und krochen mit den Kameras im Anschlag gar bis in stacheligen Ilex hinein, dass darüber die Zeit wie im Flug verging und wir länger als gedacht durch Wald und Flur, an Talsperren vorbei und über manchen Berg zogen. Der Wappenweg ist ohnehin nicht zu unterschätzen – 1800 Höhenmeter wollen hinauf und wieder hinunter bewältigt werden. Aber das schreckte uns nicht. Wir stießen auf einsame Pferde und neugierige Kühe, liefen durch ein Spalier aus Ginsterbüschen und übernachteten im Zelt an einem idyllischen Bach.

An beiden Tagen waren wir jeweils zehn Stunden mit geschulterten Rucksäcken auf den Beinen und mussten schließlich mit jedem weiteren Schritt feststellen, wie sehr unsere Füße ermüdeten und der Griff zur Kamera nachließ. Die Wanderung über Stock und Stein forderte ihren Tribut, den wir aber gerne bereit waren zu zahlen, auch wenn zum Ende hin ein baldiges Ankommen fast wichtiger schien als ein weiteres Foto.

Zurück in Schwelm, dem Start- und Zielpunkt unseres kleinen Abenteuers, waren wir gleichauf zufrieden und erschöpft. Wir waren nah der eigenen Haustüre dem Alltag entflohen und eingetaucht in die Natur. Wir waren auf Entdeckungsreise gegangen. Das sollten wir öfters machen!

Nach der Wanderung hatte ich alle Bilder recht fix fertig bearbeitet und die komplette Serie unserer Zweitagestour ist bereits seit einiger Zeit zu sehen. Auf Flickr. Viel Freude damit!

Fotografisches:
Die Runde um Ennepetal habe ich mit der Fujifilm X-T1 fotografiert. Alle Aufnahmen sind das Ergebnis eines RAW-Workflows basierend auf Adobe Camera RAW und VSCO Film. Für den Analoglook sorgte bei dieser Serie der Kodak Portra 160.

> Bildergalerie Rund um Ennepetal

Rondane Wintertour – Die Bilder

– Rondane Wintertour – Die Bilder –

Unsere Wintertour durch Rondane versprühte einen Hauch von Sommer. Kein Wunder, dass Simon Michalowicz, der im letzten Jahr ganz allein Norge på langs gelaufen war, bei seiner ersten Skitour dann auch voller Elan ans Werk ging. Das Wetter zeigte sich ihm, seiner Freundin Anna und mir bei unserem diesjährigen kleinen Schneeabenteuer von seiner besten Seite. Kein Sturm, kein White-Out, keine bitteren Minusgrade. All das blieb aus. Dafür so oft Sonne pur. Wir hatten uns den ältesten Nationalpark Norwegens ausgeguckt und wollten es ohnehin ganz ruhig angehen lassen. Von Hjerkinn einmal durch die Bergwelt bis nach Venabu. Und nun konnten wir gar an vielen Tagen draußen vor dem Zelt sitzen und in morgendlicher Wärme frühstücken. Herrlich. So vergingen die Stunden, die Tage, die wir gemächlich bestritten. Pausenzeiten dehnten sich und wir entflohen jeglicher Hektik. Kaum einmal saß uns schlechtes Wetter im Nacken und trieb zur Eile. Im Gegenteil: Wenn wir abends in die Schlafsäcke krochen, war uns meist schon klar, dass uns am nächsten Tag die Sonne wieder begrüßen würde.

Von Hjerkinn, dem Startpunkt unserer Tour, zogen wir über die Berge zur Grimsdalshytta und ins Grimsdalen, wo wir unter klarem Sternenhimmel biwakierten. Die schroffen Nordwände des Dreigestirns Høgronden, Midtronden und Digerronden waren uns danach einen Ausflug mit leichtem Gepäck wert. Unter dem Rondslottet, den Anna erklomm, blieben wir nachfolgend längere Zeit, um die Gegend zu erkunden. Und auf dem zugefrorenen Rondvatnet lief uns der Schweiß in Strömen Gesicht und Rücken herunter, bevor wir im Vulufjellet der weißen Weite langsam Adieu sagten und schließlich auf der Troll-Løypa unser Ziel Venabu erreichten.

Ab und an kam mir zwar der Gedanke, in diesen Tagen keinem realen skandinavischen Winter ausgesetzt zu sein – der doch meist Entbehrungen verlangt, Anstrengung fordert und ein Zähneklappern ob der Kälte mit sich bringt -, doch diese Überlegungen wischte ich weg und es war vielleicht gerade deshalb eine so vergnügliche Zeit. Norwegisches Friluftsliv in reinster Form. Für Simon gar eine Traumtour, der mögliche Beginn einer schneereichen „zweiten Karriere“ nach seinem strammen Marsch vom Kap Lindesnes im Süden bis ans Nordkap im vorigen Frühjahr, Sommer und Herbst …

Fotografiert mit der Fujifilm X-T1, dem XF14mmF2.8 R, dem XF23mmF1.4 R und dem XF18-55mmF2.8-4 R LM OIS.

> Bildergalerie Rondane Wintertour 2014

Kungsleden in der Polarnacht – Die Bilder

– Kungsleden in der Polarnacht – Die Bilder –

Es ist bereits eine gefühlte Ewigkeit her, dass ich zurück bin aus der Polarnacht. Es war noch im „alten“ Jahr, im vergangenen Dezember. Wir kamen aus dem heimeligen Deutschland in Lappland an und erlebten eine Nacht in Laxforsen, in der die Temperatur auf minus 43 Grad fiel. Doch dann, nachdem wir in Abisko losgelaufen waren, brach die Wärme über uns herein mit Plusgraden und Regen. Wir harrten aus in einer Hütte, bis der Frost wieder das Zepter in die Hand genommen hatte und wir weiter ziehen konnten. Jeden Tag brachen wir im Morgengrauen auf, im ersten fahlen Licht. Wir stiegen empor ins Kahlfjäll, erklommen Meter um Meter hinauf zum Tjäktjapasset, dem höchsten Punkt der ganzen Wanderung, wo uns der Schnee ins Gesicht blies. Das Weiß wirbelte über die Bergkämme, ein blauer Himmel wölbte sich und die Sonne, die sich in der Polarnacht hinter dem Horizont verbarg, vermochte nur einen blassen Schein auf die wenigen Wolkenfetzen zu zaubern. Wir nutzten die kostbaren Stunden Helligkeit und marschierten immer weiter. Und erst in der Region um die Kebnekaise Fjällstation gerieten wir noch einmal etwas ins Stocken. Dort lag nur wenig Schnee und wir mussten uns den besten Weg zwischen Steinen hindurch, über Bäche und blankes Eis suchen. Doch am Ende erreichten wir nach zehn Tagen Nikkaluokta, bevor die Dunkelheit am einem frühen Nachmittag wieder heraufzog.

„Wir schafften die Strecke von Abisko bis nach Nikkaluokta ohne größere Probleme. Oft bei Bewölkung, teils bei Schneefall und ab und an bei feurig rotem Himmel, der Grund genug war, aufzubrechen in die dunkelste Zeit des Jahres.“

Nach der spannenden und so andersartigen Tour dauerte es mal wieder eine ganze Weile, bis ich alle Bilder fertig bearbeitet hatte. Aber jetzt gibt es sie endlich seit ein paar Tagen zu sehen – die komplette Serie vom Kungsleden in der Polarnacht. Auf Flickr. Viel Freude damit!

Fotografisches:
Die Skitour über den Königspfad habe ich mit der Fujifilm X-E2 fotografiert. Alle Impressionen sind das Resultat eines RAW-Workflows basierend auf Adobe Camera RAW und VSCO Film. Für den Analoglook sorgte bei dieser Serie der Fuji 160C, bei dem ich noch etwas an der Körnung gedreht habe, um die Stimmung vor Ort zu unterstreichen.

> Bildergalerie Kungsleden in der Polarnacht 2013

Die Fujifilm X-T1 – Erste Eindrücke

– Regen und Bokeh – X-T1, XF23mmF1.4 R, 1/80 Sek, f 1.4, ISO 1600 (Velvia) –

Vor gut einem Monat bekam ich die Fujifilm X-T1 bei einem Besuch in Düsseldorf in die Hände gedrückt. Zusammen mit meinem X-Photographer Kollegen Bernd Ritschel war ich von Fujifilm eingeladen worden, um von unseren Erfahrungen mit dem X-System zu berichten und einigen aus Japan angereisten Entwicklern direktes Feedback zu geben. Es war eine lockere Runde gehaltvollen Austauschs, nach der wir beide eine X-T1 unser Eigen nennen durften und die Kamera seitdem mein neues Arbeitstier ist.

Ich war auf diesen neuen Fotoapparat extrem gespannt und als ich die X-T1 in Fujifilms Europazentrale zum ersten Mal anfassen konnte und durch den Sucher blickte, entfuhr mir ein „Wow“. Kamen alle bisherigen elektronischen Gucklöcher eher einem Mäusekino gleich, öffnet sich hier eine Großbildleinwand! Mittig in der optischen Achse platziert, ist dieser in einem Höcker untergebrachte EVF eines DER Aushängeschilder der Kamera. Die üppige Suchervergrößerung ist im wahrsten Sinne großartig und erlaubt einen perfekten Blick auf das Motiv. Wer braucht da noch einen optischen Sucher? Schwenkt man die Kamera ins Hochformat, verändern auch alle Anzeige-Elemente im Sucher automatisch ihre Position. Dass der EVF dazu enorm reaktionsschnell ist – bisher häufig ein Manko elektronischer Sucher – und die Szenerie „in Echtzeit“ darstellt, begeistert zusätzlich. Ein Triumph der Ingenieurskunst, diesen riesigen Sucher in der äußerlich doch sehr kompakten Kamera unterzubringen, wie uns die Japaner voller Stolz erläuterten. Als Nebeneffekt wird der Messsucher-Look bisheriger X-Modelle aufgegeben und die X-T1 kommt im DSLR-Design daher. Das ist so ein Pro-und-Kontra-Ding – manche werden es begrüßen, weil es sie an eine Spiegelreflex erinnert, andere werden dem Rangefinder-Stil nachtrauern …

Einem ersten Härtetest wollte ich die Kamera Mitte Februar in Schweden unterziehen, wo ich zu zwei Tagen Nordic Iceskating eingeladen war. Im Royal Viking Hotel in Stockholm waren die X-T1 und ich auch noch guter Dinge. Doch auf dem zugefrorenen See Mälaren sahen wir uns bald der Realität ausgesetzt und viel zu schnell war Schluss mit lustig. Das Wetter mies mit Regen und Wind. Ich unbeholfen auf den schmalen Kufen. Zu Fotos kam ich kaum, zu sehr hatte ich mit mir selbst zu tun. Damit, mich irgendwie auf den Beinen zu halten. Mich der Herausforderung des Schlittschuhlaufens zu stellen, war eine Sache. Zu scheitern, die andere. Nach Stunden auf glattem Grund stürzte ich, schlidderte über das blanke Eis und verdrehte mir ungünstig das Knie. Später schmerzte es – wohl aufgrund einer Überdehnung des Innenbandes. Den Folgetag hängte ich die Skates an den Nagel und schlenderte stattdessen durch Sigtuna, die erste Stadt Schwedens, wo im Café Tant Brun bei leckerem Gebäck und Cappuccino der Frust der „Niederlage“ verblasste.

Naja, andere Motive mussten nun her, um mich dem neuesten Fujifilm-Gerät weiter zu nähern …

– Mälaren – X-T1, XF27mmF2.8, 1/50 Sek, f 8, ISO 1600 (Astia) –
– Sigtuna – X-T1, XF18-55mmF2.8-4 R LM OIS, 1/420 Sek, f 4, ISO 200 (PRO Neg. Std) –

:: Schnitt ::

Als ich die X-T1 dann in den letzten Wochen hier Zuhause mit auf Fotopirsch nehme, erfreue ich mich an der Haptik des dank Griffwulst und Daumensporn sehr griffigen Magnesium-Gehäuses. Am Damwildgehege im Nordpark ist es ein Leichtes, zum Anlocken der Tiere eine Schachtel Wildfutter in der linken und die Kamera mit der rechten Hand zu halten. Die Spitzen der Schaufelgeweihe, die durch den Gitterzaun stoßen, machen mir kaum Sorgen – die Kamera wirkt äußerst robust. Ich mache Bild um Bild, will unbedingt das Foto, wie ein Damhirsch mit seiner Zunge nach den Leckereien giert und bin nach vielen Schüssen irgendwann erfolgreich.

Erfreulich auch der erleichterte Zugriff auf den Speicherkarten-Slot, der sich nicht mehr wie bei den bisherigen X-Kameras im Akkufach auf der Unterseite befindet, sondern nun seitlich zugänglich ist. Ich hätte allerdings einen Dual-Slot zudem vorgezogen, um schon in der Kamera ein Backup meiner Fotos erstellen zu können. Doch Fujifilm hat sich für eine Kompatibilität mit den neuen und ultraschnellen SDXC UHS-II Speicherkarten entschieden, die mehr Kontakte haben und ein größeres Bauteil in der Kamera benötigen. So fand nur ein Schlitz im Gehäuse Platz.

– Damwild – X-T1, XF14mmF2.8 R, 1/250 Sek, f 4, ISO 800 (SW + Grün-Filter) –

Als Outdoor-Fotograf, der viel bei schlechtem Wetter und im Winter unterwegs ist, zählt für mich vor allem auch, dass eine Kamera hart im Nehmen ist. Ein windiger, verregneter Abend am Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen bietet da realistische Testbedingungen und ich treibe mich auf Bahnsteigen und zwischen Unterständen umher (siehe Bild oben). Regentropfen prasseln mir um die Ohren, doch der an 80 Stellen abgedichteten X-T1 macht das rein gar nichts aus. Dass sie bis minus zehn Grad kälteresistent sein soll, beruhigt zusätzlich. Einziger Wehrmutstropfen: Manche Tasten, wie das Steuerkreuz auf der Rückseite, sind der wetterfesten Verarbeitung wegen nur fummelig zu bedienen. Einen Tod muss man wohl sterben.

Um dem gegenüber Fujifilms X-E2 nochmals weiterentwickelten Hybrid-Autofokus auf den Zahn zu fühlen, nutze ich Selmas Begeisterung für Spielplätze. Dort düst sie die Rutsche hinab und ich feuere eine 8-Bilder-pro-Sekunde-Salve nach der anderen ab. Obwohl der AF-C-Modus mit einer „Tracking-Funktion“ arbeitet und die Schärfe prädiktiv nachführt, ist es in dieser Situation nicht ganz einfach, zu scharfen Bildern zu kommen, wenn sich Selma rasend schnell auf mich zubewegt und ich gleichzeitig die Kamera entlang der Rutsche von oben nach unten mitziehe, um mein Model immer korrekt im Bild zu haben. Dennoch sind die Resultate bei diesem Test sehr vielversprechend und Fujifilms Spiegellose kann auf diesem Gebiet auch DSLRs sicherlich Paroli bieten. Ich muss mich nur selber der Actionfotografie weiter widmen, macht doch Übung auch hier den Meister.

– Rutschpartie – X-T1, XF18-55mmF2.8-4 R LM OIS, 1/2000 Sek, f 4, ISO 400 (PRO Neg. Hi) –

Nach ein paar Wandertouren mag ich die X-T1, deren Bedienung dank fünf Wählrädern auf der Oberseite und sechs frei belegbarer Fn-Tasten sehr intuitiv ist, nicht mehr missen. Darüber hinaus erwische ich mich dabei, dass aufgrund des Klapp-Display – einem Feature, welches ich bisher immer eher belächelt hatte – auch Aufnahmen aus der Frosch- oder Vogelperspektive besonders bequem umzusetzen sind. So gelingen dynamische Perspektiven einer kühnen Wanderin, ohne mich auf dem Boden wälzen zu müssen.

Und die Bilder? Bei all dem Potenzial und der geballten Power der X-T1 bleibt die Betrachtung der Bildqualität beinahe auf der Strecke. Was aber nicht verwundert, werkelt der bewährte 16 Megapixel APS-C X-Trans CMOS II Sensor doch auf einem gleich hohen Niveau, wie es die bisherigen X-Kameras von Fujifilm schon tun. Auch die bereits bekannten und an analoge Fujifilm-Klassiker erinnernden Filmsimulationen sind mit an Bord. Neuerdings lassen sich diese auch in Adobe Camera RAW für Photoshop CS6 und CC auf die RAW-Bilder anwenden und sind dort auswählbar. Wer auf Provia, Astia, Velvia und Co. steht, muss jetzt nicht mehr auf die JPGs vertrauen oder sich die Anmutung selber für die RAW-Bilder zurecht basteln, sondern findet in ACR eine sehr passende Umsetzung. Die hier gezeigten Bilder sind auf dem Wege nachbearbeitet. Für mich ist das aber sicherlich nur eine Übergangslösung, bis VSCO die X-T1 in seinen Film-Kollektionen unterstützt. Deren Look mag ich einfach noch mehr.

Und zu guter Letzt: Dank Wi-Fi ist obendrein eine kabellose Anbindung und Fernsteuerung via Smartphone oder Tablet möglich. So wird die Fujifilm X-T1 vollends zum Tausendsassa.

– Holzweg – X-T1, XF14mmF2.8 R, 1/2900 Sek, f 2.8, ISO 400 (PRO Neg. Std) –

Die Stärken der X-T1

  • Der EVF – Groß, hochauflösend, reaktionsschnell
  • Der Autofokus – Treffsicher und schnell samt einem AF-C, der seinen Namen verdient
  • Das Gehäuse – Wetterfest, robust, solide und mit toller Haptik
  • Die Bedienung – Wählräder und Fn-Tasten mit einfach sauvielen direkten Zugriffen

Die Schwächen der X-T1

  • Die Tasten – Das Steuerkreuz auf der Rückseite ist etwas fummelig

Was Fujifilm durch Firmware-Updates verbessern könnte

  • Die Video-Taste sollte zu einer weiteren Fn-Taste werden
  • Die Fn-Taste auf der Vorderseite sollte bei Bedarf ganz abschaltbar sein oder länger gedrückt werden müssen (2 Sek.), um die gewünschte Funktion zu aktivieren – ich habe sie schon mehrfach versehentlich gedrückt
– Ich und die Fujifilm X-T1 – X-E2, XF35mmF1.4 R, 1/220 Sek, f 2.8, ISO 200 (VSCO Film) –

Vorläufiges Fazit

Fujifilm ist mit der X-T1 ein großer Wurf gelungen und die Kamera ist aktuell der ausgewogenste Spross aus dem X-System. Dank der äußerst gelungenen Symbiose aus „klassischer“ Bedienung, robustem und wetterfestem Gehäuse, technischen Finessen und bekannt hoher Bildqualität ist das Modell dafür prädestiniert, dem Markt der spiegellosen Systemkameras weiteren Schwung zu verleihen.

> Meine Fujifilm X-T1 Bilder

UPDATE:
Seit Einführung der Kamera sind bereits mehrere Firmware-Updates zur X-T1 erschienen, die vielfältige Verbesserungen und Erweiterungen beinhalten! Und auch das Steuerkreuz auf der Rückseite wurde überarbeitet!

Auskunft: Ja, Fujifilm ist einer meiner Partner. Ich möchte aber klarstellen, dass ich von Fujifilm weder dafür bezahlt werde, über deren Produkte zu schreiben, noch Wünsche geäußert werden, wie diese Berichte inhaltlich ausgerichtet sein sollen. Was bedeutet, dass ich Fujifilm in keinster Weise nach dem Mund rede, sondern ganz allein meine Meinung zu deren Produkten wiedergebe. Fujifilm ist an einer klaren Rückmeldung interessiert – positiv wie negativ. Nur so schließt sich der Kreis und der Austausch ist fruchtbar. Hier greife ich auch gerne Eure Erfahrungen auf, die ich entsprechend weiterleite.

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