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Konzentration auf das Wesentliche

Seit März 2012 fotografiere ich mit dem X System von Fujifilm. Mein Einstieg war die X-Pro1 – die Kamera, deren Vorstellung ich so sehr entgegengefiebert hatte. Dieses Stück Technik im Retro-Look erschien mir so verlockend wie kein anderer Fotoapparat. Dabei war mein Wunsch, mit dem X System zu fotografieren, am Anfang in erster Linie aus der frustrierenden und ermüdenden Schlepperei des schweren DSLR-Geraffels geboren. Ich wollte eine Alternative mit gleich hoher Bildqualität, aber weniger Speck auf den Rippen.

Die X-Pro1 übertraf dann alle meine Erwartungen: Sie machte nicht nur hervorragende Bilder, sondern einfach auch unglaublich viel Freude! Es war bis dahin die schönste Kamera, die ich je hatte. Ein Werkzeug mit Ecken und Kanten, aber genauso geradlinig auf dem Weg zum entscheidenden Moment.

Über die Jahre nutzte ich aber auch weitere Kameramodelle  aus dem Fujifilm-Sortiment. Aus der kompakteren X-E-Serie, die ich allerdings als nicht so ergonomisch empfand wie ihre große Schwester, die X-Pro, oder die ausgewogene X-T1, mit der ich die meisten Reisen meines Fotoprojekts Mein Norden bestritten habe. Doch schließlich ist es die X-Pro2, die alle Welten für mich vereint. Die Veränderungen und Optimierungen bieten im Grunde all das, was ich mir bei Fujifilm als wichtigste Verbesserungen gegenüber ihrer Vorgängerin gewünscht hatte.

Als dann auch die X-T1 eine Nachfolgerin bekam, wurde mir immer wieder die Frage gestellt, ob man jetzt zur X-Pro2 oder doch lieber zur X-T2 greifen solle? Meine Antwort: Es kommt darauf an. Darauf, welches der beiden Topmodelle einem besser in der Hand liegt, welche Features einem besonders wichtig sind. Darauf, wie und was man fotografiert.

Unterm Strich mag ich die X-Pro2 einfach am liebsten: Nicht zuletzt hat auch sie diese Seele inne, die mich einst zu ihrer Vorgängerin greifen ließ, um meiner Fotografie einen weiteren Schub zu verleihen. Die Technik wirkt nur unterstützend auf dem Weg, die eigene Kreativität voranzutreiben.

Im Buch FUJIFILM X-PHOTOGRAPHERS – Vom Fotografieren mit dem Fujifilm X-System berichte ich auch ausführlich über meinen Liebling. Und nachdem ich eine zeitlang mit einer X-Pro2 und einer X-T2 als Backup losgezogen bin, habe ich mich mittlerweile vom T-Modell getrennt, eine zweite X-Pro2 angeschafft, um von nun an parallel und einheitlich mit zwei X-Pro-Kameras unterwegs zu sein.

Objektive – Die Qual der Wahl

Kamen während Mein Norden von Reise zu Reise noch unterschiedlichste Objektive aus dem X System von Fujifilm zum Einsatz, die zusammen einen Brennweitenbereich von 10 bis 200 Millimeter abdeckten (entsprechend 15 bis 300 mm an Kleinbild), möchte ich mir bei meinem aktuellen Fotoprojekt eine „Verdichtung“ zunutze machen und möglichst über die ganze Projektdauer nur mit wenigen Festbrennweiten fotografieren – genauer: mit drei, maximal vier Objektiven. Denn die recht enge Begrenzung bei den verwendeten Brennweiten schlägt sich auch im Bildstil wieder. Dieser wird nicht nur geprägt durch Aspekte wie Motivwahl, Ausschnitt, Lichtsetzung sowie den Moment und die Bearbeitung, sondern darüber hinaus in großem Maße durch die eingesetzten Objektive. Eine bewusste Beschränkung und eine immer wiederkehrende Nutzung bestimmter Brennweiten/Objektive können den persönlichen Stil demnach noch weiter befeuern und den Wiedererkennungswert steigern.

Die Frage, welche Festbrennweiten ich nehmen soll, hatte ich ja bereits gestellt. Und auch eine Antwort gefunden in dem Trio aus Fujinon 16, 23 und 56 Millimeter. Vieles spricht dafür, primär mit diesen Linsen loszuziehen und damit meinen „reportageartigen“ Stil der Landschaftsfotografie weiter voranzutreiben und herauszuarbeiten.

Aber da gibt es ja noch die Alternative aus den drei kleinen Objektiven mit F2er-Anfangsblendenöffnung, die in Anlehnung an die Summicron-Reihe von Leica als „Fujicrons“ die Runde machen. Das XF23mmF2 R WR, XF35mmF2 R WR und XF50mmF2 R WR sind im Gegensatz zu den lichtstarken Glasklötzen extrem klein, leicht, mit sauschnellem Autofokus gesegnet und darüber hinaus gegen Schmutz und Feuchtigkeit abgedichtet. Für mich und meine Unternehmungen, bei denen jedes Gramm im Gepäck schwer ins Gewicht fällt, sind diese Festbrennweiten äußerst reizvoll.

Bei einem Versuch, den Vestkyststien in Dänemark zu laufen, hatte ich kürzlich nur diese drei Objektive dabei. Als weiteren Test, ob deren optische Leistung ausreichend ist, um ein großes Fotoprojekt damit zu fotografieren. Aber zu vielen Bildern kam ich leider nicht, denn ein strammer Ostwind ließ die ohnehin niedrigen Temperaturen in gefühlt frostige Minusgrade purzeln und wir suchten schnell wieder das Weite, obwohl wir doch eigentlich für alles gerüstet waren – nur nicht für sibirische Kälte …

– Strandläuferin – X-Pro2, XF23mmF2 R WR, 1/1250 Sek, f 5.6, ISO 200 –
– In der Heide – X-Pro2, XF50mmF2 R WR, 1/1600 Sek, f 2.8, ISO 200 –
– Zwischen Agger und dem Lodbjerg Fyr – X-Pro2, XF23mmF2 R WR, 1/1250 Sek, f 5.6, ISO 200 –

Ein Rückblick

Auf Island im letzten Sommer und in Norwegen im vorigen Februar war ich noch mit dem bewährten Dreigestirn aus XF16mmF1.4 R WR, XF23mmF1.4 R und XF56mmF1.2 R unterwegs. Ob Unterwegs am Langisjór zwischen grünen Hügeln und schwarzer Wüste oder bei der Nordische Momente – Lofoten Masterclass waren die Objektive wieder einmal verlässliche Begleiter mit bestechender Leistung.

Wenn sie nur nicht so schwer wären und es diese leichteren Alternativen gäbe …

– Rain Man – X-Pro2, XF16mmF1.4 R WR, 1/125 Sek, f 5.6, ISO 200 –
– Himmeltindan – X-Pro2, XF56mmF1.2 R, 1/1600 Sek, f 4, ISO 200 –

Ein Ausblick

Die Anschaffung einer zweiten X-Pro2 hatte auch den Grund, von nun an beide Kameras mit angesetztem Objektiv griffbereit in der Fototasche zu haben. Bislang habe ich immer nur einen Fotoapparat genutzt und das andere Gehäuse gut verpackt als Sicherung im Rucksack mit mir rumgeschleppt. Die Ersatzkamera konnte dann durchaus ein anderes Modell sein, aber bei einem einem Paralleleinsatz ist es erheblich sinnvoller, wenn es sich um identische Bodies handelt. Denn der Griff zu dieser oder jenen Kamera ist ja quasi nur ein Objektivwechsel, der ansonsten umständlich vorgenommen werden müsste, was auf meinen Unternehmungen vor allem bei widrigem Wetter sehr lästig sein kann.

In Dänemark hatte ich eine X-Pro2 mit dem kleinen 23er bestückt, die andere mit dem leichten 50er. Das 35er steckte zusätzlich noch in der Fototasche. So war der wichtigste Brennweitenwechsel zwischen Weitwinkel und leichtem Tele schnell durchgeführt, allein dadurch, die jeweils andere X-Pro2 in die Hand zu nehmen. Das 35er kam auf dieser Reise übrigens gar nicht zum Einsatz.

Im Mai breche ich nun nach Schottland auf, wo ich den Cape Wrath Trail laufen möchte, eine 370 km lange Wanderstrecke. Dorthin werde ich voraussichtlich eine Kombination aus dem „Top-Trio“ und den „Fujicrons“ mitnehmen. Das 23er an der einen X-Pro2 und das 50er an der anderen hat sich auf dem Vestkyststien als sehr praktisch bewährt. Klein, leicht, handlich, griffbereit. Und zu diesen schnuckeligen Linsen dann noch das lichtstarke 16er. Mehr braucht es sicherlich nicht, um alle Erlebnisse einzufangen.

Die X-Pro2 mit wenigen Festbrennweiten ist für mich die Konzentration auf das Wesentliche. Und zudem ausreichend, eine Reise nach meinen Wünschen zu dokumentieren, denn weniger ist auch hier meist mehr.

Konzentriert Ihr euch auch auf wenige Fotoausrüstung oder nehmt Ihr immer „alles“ mit? Berichtet gerne in den Kommentaren!

FUJIFILM X-PHOTOGRAPHERS – Vom Fotografieren mit dem Fujifilm X-System

Nach meinem Bildband Mein Norden ist es soweit: Dieser Tage erscheint im Franzis Verlag das wunderbare Buch FUJIFILM X-PHOTOGRAPHERS – Vom Fotografieren mit dem Fujifilm X-System. Ein Werk, in dem ich gemeinsam mit fünf weiteren Berufsfotografen ganz unterschiedlicher Genres von der Arbeit mit der FUJI erzähle.

„Dieses Buch ist eine Hommage an das FUJIFILM X-System. Mit der X100 hat FUJIFILM im Jahr 2010 einen Meilenstein in der digitalen Fotografie gesetzt. Konsequent wurden die Tugenden der klassischen, analogen Sucherkamera in eine wegweisende digitale Kompaktkamera umgesetzt. Inzwischen ist eine neue Klasse von Systemkameras entstanden, die Enthusiasten und Professionals gleichermaßen begeistern. Aktuell ist die Mittelformatkamera GFX 50S aus dem Jahr 2017 der High-End-Status der Kameratechnik. Dieses Buch ist kein Kamerabuch – es ist ein Werk, in dem sechs Berufsfotografen ganz unterschiedlicher Genres aus ihrem Leben und von ihrer Arbeit mit der FUJI erzählen. Die Herausgeber Ulrich Dorn und Jörg Schulz haben sich mit den Fotografen Christian Ahrens, Martin Hülle, David Klammer, Thorsten Rother, Bertram Solcher und Peter Steffen über ein Jahr lang in persönlichen Gesprächen, Teamrunden und Telefonaten ausgetauscht und diskutiert. Die Essenz des intensiven Austauschs ist dieses Buch: Es beschreibt das Leben als Fotograf und zeigt anhand unterschiedlichster Motivwelten die Möglichkeiten, welche die FUJI X-Kameras im täglichen Einsatz bieten. Dieses Buch ist eine Inspiration für jeden Fotofreund und ein einzigartiges Must-have für jeden FUJI-Fotografen.“

Ich möchte dieses Buch allen ans Herz legen, die sich für die Fotografie mit dem Fujifilm X System interessieren – oder für den Arbeitsalltag und Werdegang professioneller Fotografen. Ein jeder berichtet über seine Profession, zeigt ausführliche Bildstrecken, gewährt einen Blick über die Schultern und erzählt aus dem praktischen Einsatz der Fujfilm-Technik. Ergänzt wird das breite Spektrum durch zahlreiche Tipps, wie wir unser Equipment modifiziert haben, um unseren Workflow zu perfektionieren und unseren persönlichen Vorlieben nachzukommen. Wir plaudern aus der Sicht eines Reise-, Reportage-, Editorial-, Portrait-, News-, Medizin- und Industriefotografen aus dem Nähkästchen.

FUJIFILM X-PHOTOGRAPHERS ist eine Kombination zwischen Bildband, Essaysammlung und Erfahrungsbericht: ganz allgemein über den Alltag von Profi-Fotografen, ganz konkret über die Arbeit mit dem Fujifilm X System. Die kalten Fakten:

FUJIFILM X-PHOTOGRAPHERS – Vom Fotografieren mit dem Fujifilm X-System

Christian Ahrens, Martin Hülle, David Klammer, Thorsten Rother, Peter Steffen, Bertram Solcher

Ausstattung
Format: 30×24 cm Querformat
Umfang: 320 Seiten
Verarbeitung: Hardcover, gebunden, Teil-UV-Lackierung
Papier: 135 g/m², seidenmatt
ISBN: 978-3-645-60553-3
Franzis Verlag

Verkaufspreis
49,95 Euro
(inkl. Porto und Verpackung!)

> Leseprobe zum kostenlosen Download (49 Seiten, 4,8 MB)

Bestellungen
Solltet Ihr euch für das Buch interessieren, würde ich mich darüber freuen, wenn Ihr es direkt von mir bezieht, denn so könnt Ihr mich und meine Arbeit am besten unterstützen :-) Bestellungen bitte ausschliesslich per E-Mail (Adresse nicht vergessen!). Die Versandkosten für Porto und Verpackung sind in Deutschland und Europa inklusive.

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Flohmarkt, Kleinanzeigen, Verkäufe

Ich räume meinen Kleider- und Ausrüstungsschrank auf und biete diverse Outdoorbekleidung (Herren, Damen) und ein Zelt an. Bei Interesse einfach per E-Mail melden (weitere Infos, Bilder, usw. schicke ich dann auch gerne zu).

Alle Preise sind VB. Wenn nicht extra beschrieben, sind alle Teile in einem sehr guten bis guten Zustand.

Bergans of Norway – Bekleidung (Herren, Medium)

Fleece:
Visbretind Jacket, Medium, Farbe: Lime/Green Tea/Bright Sea Blue, NP: 200 EUR, VB: 85 EUR
(Fleece/Softshell-Hybridjacke)

Hardshellhose:
Storen Pant, Medium, Farbe: Deep Sea/Lime, NP: 400 EUR, VB: 155 EUR
(funktionale Dermizax-Hose)

Hosen:
Utne Pirate Pants, Medium, Farbe: Spring Green/Athens Blue, NP: 80 EUR, VB: 35 EUR

Utne Shorts, Medium, Farbe: Black/Bright Sea Blue, NP: 75 EUR, VB: 30 EUR

Lifestyle:
Bergans Hoodie, Medium, Farbe: Aluminium/Light Maroon, NP: 80 EUR, VB: 30 EUR

Mützen:
Birkebeiner Hat, 56, Farbe: Peacock Blue/Red, NP: 25 EUR, VB: 10 EUR

Storen Mountain Hat, Medium, Farbe: Black, NP: 70 EUR, VB: 25 EUR
(neu und unbenutzt)

Bergans of Norway – Bekleidung (Damen, Medium)

Fleece:
Ylvingen Lady Jacket, Medium (fällt größer aus), Farbe: Lime/Bright Sea Blue, NP: 85 EUR, VB: 35 EUR
(eine leichte und weiche Fleecejacke mit zwei RV-Taschen)

Lundhags – Bekleidung (Herren, Medium)

Light Bamboo L/S Shirt, Größe: Medium, Farbe: Grün/Gelb/Weiß

– Leichtes Langarm-Hemd aus einer Mischung aus Baumwolle und Bambus (55/45%)
– Zwei RV-Brusttaschen. Eine Stifttasche
– Bambusfasern sind natürlich antibakteriell, halten die Form und absorbieren Feuchtigkeit

Kaum getragen – absolut neuwertig!

VB: 25 EUR

Helsport – Ringstind Superlight 2 Zelt

Das Zelt ist aus dem Sommer letzten Jahres und ich habe es nur auf einer Tour benutzt – daher ist der Zustand entsprechend gut! Der komplette Lieferumfang ist inbegriffen. Zur Helsport-Produktseite: > Link

Infotext von den Bergfreunden:

„Sehr leicht und ohne Kompromisse beim Komfort: Das Ringstind Superlight 2 von Helsport! Das sehr leichte Zelt bietet Platz für bis zu zwei Personen und eignet sich besonders gut für lange Trekkingtouren. Die leichten aber dennoch robusten Materialien schützen einen dabei perfekt vor Wind und Wetter, sind sie allesamt sehr hochwertig. Das Außenzelt aus Rainguard Superlight ist aus 15D RipStop gefertigt und bietet eine hervorragende Weiterreißfestigkeit, während das Material der Bodenwanne vor aufsteigender Feuchtigkeit und Dreck schützt, es ist auf der einen Seite mit PU und auf der anderen Seite mit Silikon beschichtet. So ergibt sich eine hohe Abriebfestigkeit zusammen mit einer hervorragenden Wassersäule! Der Aufbau geht dank nur einer einzigen Stange kinderleicht von der Hand, das Zelt steht nach nur wenigen Handgriffen sicher da. Besonders gefällig beim Ringstind Superlight ist die lange Innenzeltlänge, da haben selbst große Menschen ausreichend Platz, ohne sich eingeengt zu fühlen. Die Apside bietet ausreichend Platz für Gepäck und Schuhe und selbst dann kann man noch im Fall der Fälle vorsichtig darin kochen. Damit das Zelt auch stets gut belüftet ist, verfügt es über das ausgeklügelte AirFlow II Lüftersystem. So wird Kondens wirksam und zuverlässig minimiert. Alles in allem ist das Ringstind Superlight 2 von Helsport ein sehr leichtes Zelt, das sich bestens für lange Trekkingtouren insbesondere auch Solo eignet!“

Konstruktion: 2-Personenzelt
Einsatzbereich: Trekking
Anzahl Personen: 1 – 2 (sehr geräumig für eine Person!)
Außenzelt: 100% Polyamid
Außenzelt Zusatzinfo: Rainguard Superlight 15D Polyamid 6 Micro Ripstop; 2.000 mm Wassersäule; beidseitig Silikon beschichtet
Innenzelt Zusatzinfo: Airflow Superlight 15D Ripstop Polyamid
Boden: 100% Polyamid
Boden Zusatzinfo: Rainguard Pro; 3.000 mm Wassersäule; Silikon/PU Beschichtung
Gestänge: DAC Featherlite NSL (36 cm Sektionen)
Eingänge: 1
Apsiden: 1
Zeltmaß (innen): 240×130/100/90×100 cm (L x B x H)
Zeltmaß (außen): 280x200x110 cm (L x B x H)
Packmaß: 14×40 cm
Gewicht: 1300 g

NP: ca. 720 Euro, VB: 360 Euro

Mein Norden – Jetzt bestellen

Vor einer Woche war es soweit und mein Bildband Mein Norden wurde geliefert. Diese Liebeserklärung an raue Landschaften, karge Regionen und eine intensive Art des Unterwegsseins!

„Elf Reisen in den Norden. Vier Jahre Aufbruch. Zu allen Jahreszeiten hinein ins Abenteuer. Allein, mit Freunden und der Familie. Wanderungen und Skitouren dokumentiert in Bildern und Texten, die Emotionen transportieren und von Erlebnissen erzählen.“

Über die Hintergründe meines Fotografieprojekts Mein Norden hatte ich hier schon berichtet. Und auf dieser Seite findet Ihr eine Auflistung aller zugehörigen Reisen. An dieser Stelle reichen daher die simplen Fakten zu diesem „Coffee-Table-Book“, wie Ihr sie auch im Shop findet.

Mein Norden – Der Bildband

Ausstattung
Format: 30×22 cm Querformat
Umfang: 176 Seiten
Abbildungen: 82 Farb- und 13 S/W-Fotos
Verarbeitung: Hardcover, Fadenheftung, Offsetdruck
Papier: LuxoArt Samt, 170 g/m², mit mattem Dispersionslack

Auflage
333 Exemplare, limitiert

Editionen
Standard Edition:
Buch #34 bis #333, nummeriert und handsigniert

Special Edition:
Buch #1 bis #33 mit beigelegtem Fine-Art-Print (ein Motiv aus dem Bildband), beides nummeriert und handsigniert
Print gedruckt auf Hahnemühle FineArt Pearl, Blattformat 29,5×21 cm, Bildformat 25,5×17 cm

Verkaufspreise
Standard Edition: 55 Euro
Special Edition: 99 Euro
(jeweils zzgl. Porto und Verpackung)

Die Special Edition ist bereits ausverkauft, aber die Standard Edition ist weiterhin erhältlich und kann hier bestellt werden.

> Zum Shop

Welche Festbrennweiten von Fujifilm soll ich nehmen?

Während meines Fotoprojekts Mein Norden kamen von Reise zu Reise unterschiedlichste Objektive aus dem X System von Fujifilm zum Einsatz, die zusammen einen Brennweitenbereich von 10 bis 200 Millimeter abdeckten (entsprechend 15 bis 300 mm an Kleinbild). Meistens griff ich zu einem Zoom oder zu Kombinationen aus Zooms, die ich ab und an noch mit einer einzelnen Festbrennweite ergänzte. Aber es gab auch Wander- und Skitouren, zu denen ich ausschließlich Festbrennweiten mitgenommen habe – und das waren die fotografisch intensivsten Reisen.

Nach Abschluss aller Unternehmungen war es interessant, zu sehen, welche Brennweiten und Objektivkombinationen am häufigsten zum Einsatz kamen. Die extremen Bereiche – Ultraweitwinkel und stärkeres Tele – habe ich in der ganzen Zeit nur sehr selten eingesetzt. Das meiste spielte sich zwischen ca. 16/18 und 55 mm ab. Daher ist eigentlich das lichtstarke XF16-55mmF2.8 R LM WR Zoom eine gute Wahl, weil es den für mich wichtigsten Bereich in einem Objektiv abdeckt. Aber ich mag das dicke Ding nicht so sehr und fotografiere ohnehin lieber mit FBs.

Die recht enge Begrenzung bei den verwendeten Brennweiten schlägt sich allerdings auch im Bildstil wieder. Dieser wird also nicht nur geprägt durch Aspekte wie Motivwahl, Ausschnitt, Lichtsetzung sowie den Moment und die Bearbeitung, sondern darüber hinaus in großem Maße durch die eingesetzten Objektive. Eine bewusste Beschränkung und eine immer wiederkehrende Nutzung bestimmter Brennweiten/Objektive können den persönlichen Stil demnach noch weiter befeuern und den Wiedererkennungswert steigern.

Bei einem zukünftigen Fotoprojekt möchte ich mir diese „Verdichtung“ zunutze machen und möglichst über die ganze Projektdauer nur mit wenigen Festbrennweiten fotografieren – genauer: mit drei, maximal vier Objektiven. Nur welche Festbrennweiten soll ich letztendlich nehmen?

Rückblicke und Erfahrungen

18, 35 und 60 Millimeter
Als ich 2012 zu Fuß und allein in Schweden und Norwegen durch Europas letzte Wildnis lief, hatte ich in den Regionen Sarek und Padjelanta nur das XF18mmF2 R, das XF35mmF1.4 R und das XF60mmF2.4 R Macro dabei – weitere Objektive gab es zu der Zeit für das X System ohnehin noch nicht. Das 35er war mir auf der Tour die liebste und meistgenutzte Linse. Diese Normalbrennweite – entsprechend ca. 50 mm an Kleinbild – passte gut zu den Motiven. Mit dem 18er hingegen wurde ich von Anfang an nie richtig warm, was sowohl am Bildwinkel als auch an der optischen Leistung lag, die mich nicht so richtig überzeugte. Das 60er war dafür ein schönes kürzeres Tele, aber langsam vom Autofokus her.

Als Fujifilm daraufhin die ersten Zooms herausbrachte, legte ich die Festbrennweiten vorerst auf Seite, und das XF18-55mmF2.8-4 R LM OIS wurde für lange Zeit mein Brot- und Butter-Objektiv. Auf Outdoortouren ist ein Zoom einfach praktisch – lästige Objektivwechsel im Schneesturm oder unter anderen garstigen Bedingungen entfallen, und die wichtigsten Brennweiten sitzen immer an der Kamera. Die 18er-Festbrennweite kam seitdem nicht mehr zum Einsatz, auch nicht das 60er-Macro.

Doch irgendwann wurden mir die Zooms zu bunt. In der Zwischenzeit hatte ich auf einigen Reisen zusätzlich zum Standardzoom vereinzelt auch das XF10-24mmF4 R OIS und das XF55-200mmF3.5-4.8 R LM OIS eingesetzt, die das Fujinon-Sortiment mittlerweile erweiterten. Mir war das aber ein Zuviel an Möglichkeiten geworden, und ich wagte es ein zweites Mal, nur mit Festbrennweiten loszuziehen.

– Im Gleichgewicht – X-Pro2, XF23mmF2 R WR, 1/1100 Sek, f 2.8, ISO 200 –
– Hunau-Turm – X-Pro2, XF23mmF2 R WR, 1/1800 Sek, f 2.8, ISO 200 –

14, 23 und 56 Millimeter
Im Spätherbst 2014 streifte ich in Finnland durch den Urho-Kekkonen-Nationalpark und nahm nur das XF14mmF2.8 R, das XF23mmF1.4 R und das XF56mmF1.2 R mit. Und das war gut so. Müsste ich die Inselfrage beantworten, wäre sicherlich das 23er das Objektiv, das ich auswählen würde, wenn ich mich nur für eine einzige Brennweite entscheiden dürfte. Im Unterschied zum 35er ist es für mich universeller einsetzbar und entspricht in der Landschaftsfotografie eher dem, was ich sehe, wohingegen das Normalobjektiv in meinen Augen eine Szenerie bereits minimal telehaft verdichtet.

Das 14er, das ich auch zuvor schon mehrfach als Ergänzung zum Standard- und zum Telezoom dabei hatte, überzeugte mich aber nicht so recht. Wie schon beim 18er lag es auch hier an der Brennweite und der optischen Leistung. Die Bildqualität fand ich schlechter als beim 10-24er bei gleicher Brennweite. Und überhaupt, der Bildwinkel. Der große deutsche Naturfotograf Fritz Pölking sagte einst, ein Objektiv dieser Brennweite sei schnell geschwätzig, weil es einfach zu viel aufs Bild bringt, oft Unwichtiges. Ein „viel hilft viel“ ist hier häufig wenig zielführend auf dem Weg zu einem guten Bild. Daher habe ich das 14er, wie auch das 10-24er im extremen Brennweitenbereich, nur recht wenig benutzt.

Die 56er-„Porträt-Linse“, wie das 23er extrem lichtstark, war und ist allerdings ein feines Teil. Diesen leichten Telebereich setze ich gerne ein, um beispielsweise Details aus einer Landschaft herauszuarbeiten.

Weil Zooms jedoch, ich sagte es bereits, auf Wanderungen und Skitouren oftmals ihre Vorzüge haben, probierte ich auf zwei folgenden Reisen das lichtstarke 16-55er aus, um zu sehen, ob diese „Eier legende Wollmichsau“ für mich der Heilige Gral sein könnte. Was aber, wie eingangs schon erwähnt, nicht der Fall war. Zwar passt der Brennweitenbereich ziemlich perfekt, auch die Lichtstärke ist meistens ausreichend, aber der Funke sprang nie über. Ich sehnte mich bald erneut nach Festbrennweiten und unternahm einen dritten Versuch.

– Pusteblume – X-Pro2, XF50mmF2 R WR, 1/500 Sek, f 2.8, ISO 200 –
– Bokehlicious – X-Pro2, XF50mmF2 R WR, 1/125 Sek, f 2.8, ISO 1000 –

16, 23 und 56 Millimeter
Für meine Wanderungen durch das Johan Dahl Land, Qajuuttap Nunaa und das Mellemlandet auf Grönland im letzten Jahr packte ich dieses Mal neben dem XF23mmF1.4 R und dem XF56mmF1.2 R noch das XF16mmF1.4 R WR ein. 23er und 56er hatten sich ja bereits bewährt und waren auch auf dieser Reise verlässliche Begleiter. Und im ebenso lichtstarken 16er fand ich eine Ergänzung, die mir ideal erscheint, fängt das Objektiv doch diesen Tick weniger ein, den das 14er meist zu viel rumlabert.

Mit diesem Setup hatte ich mein Wunsch-Trio an Festbrennweiten gefunden. Vieles spricht dafür, primär mit diesen Linsen von nun an loszuziehen und damit meinen „reportageartigen“ Stil der Landschaftsfotografie weiter voranzutreiben und herauszuarbeiten.

Eine schöne Abrundung des „Dreigestirns“ ist als viertes Objektiv das XF35mmF2 R WR, das ich dem alten und lichtstärkeren 35er mittlerweile vorziehe. Das neue ist kompakter, leichter, schneller, wettergeschützt und sieht vor allem an der Fujifilm X-Pro2 viel schöner aus ;-) Abgesehen von ein paar Schwächen im Nahbereich und bei Offenblende hat es mich als Allrounder im klassischen Normalbereich, der für mich eher eine Art Option zwischen leichtem Weitwinkel und leichtem Tele darstellt, im vergangenen Herbst auf Texel bereits sehr überzeugt.

Eine Verlockung – die Fujicrons

23, 35 und 50 Millimeter
Ach ja, alles wäre so einfach, wenn es nicht doch noch eine Alternative gäbe. Seit einiger Zeit gibt es neben dem kleinen 35er zwei weitere Objektive mit F2er-Anfangsblendenöffnung, die in Anlehnung an die Summicron-Reihe von Leica als „Fujicrons“ die Runde machen. Auch das XF23mmF2 R WR und das XF50mmF2 R WR sind vor allem im Gegensatz zu den lichtstarken 23er- und 56er-Glasklötzen extrem klein, leicht, mit sauschnellem Autofokus gesegnet und darüber hinaus gegen Schmutz und Feuchtigkeit abgedichtet. Mmh, für mich und meine Unternehmungen, bei denen jedes Gramm im Gepäck schwer ins Gewicht fällt, sind diese Festbrennweiten äußerst reizvoll. Bei verschiedenen kürzeren Ausflügen habe ich sie bereits verwendet, um zu sehen, ob deren optische Leistung ausreichend ist. Für den „Hausgebrauch“ ist sie das allemal, aber wäre sie auch gut genug, um ein großes Fotoprojekt damit zu fotografieren, worüber nachher erneut ein Fotobuch erscheinen soll? Nun ja, ich denke schon. Und daher werde ich bei der nächsten großen Tour wahrscheinlich die drei schnuckeligen „Fujicrons“ – ergänzt allein mit dem lichtstarken 16er – in die Welt hinausführen und mit diesen Linsen alle Erlebnisse einfangen.

Welche Festbrennweiten sind denn Eure Favoriten? Das Für und Wider gerne in den Kommentaren!