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Zurück aus Norwegen – ein erster Eindruck

– Im eisigen White-Out –

Seit gestern Abend bin ich aus Norwegen zurück, wo mir in 11 Tagen eine Überquerung der Hardangervidda, der größten Hochebene Nordeuropas, gelang. Ein bis dahin durchgängig kalter Winter, mit ständigen Minusgraden über mehr als drei Monate, führte dazu, dass sich der Schnee im Laufe der Zeit nicht so gut verdichtet hatte, wie es meist üblich ist. Daher war die weiße Pracht oft tief und nahezu grundlos – das Laufen mit Ski und Pulka-Schlitten häufig sehr anstrengend. „A good exercise“, bekam ich bei meinem Start in Haukeliseter noch aufmunternd hinterher gerufen …

So war es dann auch. Aber nicht nur ein gutes Training, sondern auch mal wieder ein tolles Wintererlebnis. Dabei zeigte sich das Wetter von allen Seiten: zuerst wolkig, warm und mit Schneefällen; dann sonnig, sternenklar und eisig kalt; zuletzt sichtlos, windig und schweißtreibend. Ich fand meinen Weg nach Finse, fast so, wie ich ihn mir vorher auf der Karte ausgeguckt hatte. Nur mit leichten Änderungen – dem Wetter, den Bedingungen und spontanen Eingebungen geschuldet.

Die Route:
Haukeliseter Fjellstue – Hellevatnet – Kvennedalen – Skardvatnet – Lågaros – Geitvassdalen – Rauhelleren – Stigstuv – Dyranut – Kjeldebu – Finnsbergvatnet – Finse

> Bildergalerie Hardangervidda Wintertouren

Rund um Langenberg – Das Logbuch einer Tageswanderung


– Langenberger Rundweg –

Als ich gestern früh am Morgen vor die Haustüre trat, merkte ich sofort, dass es kein sehr kalter Tag werden würde. Tauwetter lag in der Luft. Mein Ziel war der Rundwanderweg um Langenberg – ganze 31 km lang. Doch ersteinmal musste ich ins Deilbachtal kommen – von meinem Zuhause die nächstgelegene Stelle, wo der Wanderweg vorbei führt. Natürlich auch zu Fuß … So ergab sich mit Hin- und Rückweg eine Gesamtstrecke von über 40 Kilometern.

Das Logbuch der Tageswanderung

07:12 – Die Haustüre fällt ins Schloss und ich mache mich auf den Weg. Schon nach 15 Minuten ist mir viel zu warm – im Nordpark lege ich den Windschutz ab und laufe nur mit der Fleecejacke weiter.

08:51 – Ich erreiche Schmahl am Schmalen im Deilbachtal und stoße auf den Langenberger Rundweg. Mittlerweile ist es hell und es fängt an zu schneien.

09:17 – Erste Pause in einer Schutzhütte am Höhenweg. Ich esse ein Schinkenbrot, eine Banane, trinke ein paar Schlucke des noch heißen Pfefferminztees und vertilge auch noch einen Kinderriegel. Der Schneefall hat schon wieder aufgehört.

09:43 – An einem Baum am Wegesrand hängt ein Schild mit Angaben zum Langenberger Rundweg. Demnach befinde ich mich am Standort „Sender“ und die Streckenlänge wird hier mit nur 28 km angegeben.

10:04 – Im Felderbachtal ist die Wegführung unklar. Wegzeichen weisen in verschiedene Richtungen. Entscheide mich für den Weg, den ich von früher schon kenne.

10:45 – Ich laufe in Velbert-Nierenhof ein und überquere drei Straßen und die Gleise an der Bahnstrecke Wuppertal-Essen. Die Sonne versucht durch die Wolkendecke zu brechen.

11:32 – Zweite Pause in einem Wald bei Huisgen. Sitze auf einer umgestürzten Birke und esse ein Salamibrot, Hobbits Kekse, trinke mehr Pfefferminztee und schließe erneut mit einem Kinderriegel ab.

12:06 – Es ist stark bewölkt, auf kahlen Flächen trifft mich kalter Wind und es beginnt wieder zu schneien.

12:13 – Gedankenverloren verpasse ich eine Wegabzweigung, bemerke es aber rasch. In leichtem Trab jogge ich die paar Meter zurück und steige hinauf zum Standortübungsplatz. Mittlerweile dichtes Schneetreiben.

12:48 – Nassgeschwitzt komme ich zur Hofschaft Rottberg und zur Rottberger Straße. Der Aufstieg vom Asbach war schweißtreibend.

13:48 – Dritte Pause in einer Schutzhütte auf dem Golfplatz hinter Knollenberg. Wieder finden ein Schinkenbrot, Hobbits Kekse, viel Pfefferminztee und ein Kinderriegel den Weg in meinen Magen.

14:48 – Über eine Weide komme ich zur Hofschaft Krüdenscheid. Einige Gänse laufen dort durch Schneereste – die Pferde verstecken sich in Ställen.

15:33 – Kurz vor Windrath bekomme ich Schluckauf. Er begleitet mich ein Stück des Weges und lässt mich dann wieder allein.

16:23 – Zurück bei Schmahl am Schmalen – Der Langenberger Rundweg ist beendet. Jetzt nur noch zurück nach Hause.

16:32 – Vierte Pause auf einer Bank am Weg. Ich kippe den Rest des Pfefferminztees hinunter und verschlinge eine Packung Mini-Kaminwurzen. Dann gibt es noch das letzte Salamibrot, weitere Hobbits Kekse, Früchtetee aus der zweiten Thermoskanne und den obligatorischen Kinderriegel.

17:32 – Mal wieder setzt heftiger Schneefall ein. Dicke Flocken paaren sich mit der anbrechenden Dunkelheit und lassen die Lichter am Stadtrand erblassen.

18:14 – Ich bin zurück!

Nach 11 Stunden war die Tageswanderung Geschichte. Neben der Streckenlänge haben vor allem die zusätzlichen 1.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg ganz schön viele Kräfte verschlissen. Einige Energie versackte dabei spurlos im nassen Schnee. Doch die Zeit zwischen Haustüre und Haustüre war schön. Ausgefüllt von Morgengrauen bis Abenddämmerung.

> Bildergalerie Dies und Das

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