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#WasWarWann – Folge 3

– Rund um den Freudenberg –

Nachdem ich im Oktober beim FALKE Rothaarsteig-Marathon den Halbmarathon als Nordic Walker bestritten hatte, war ich angefixt vom sportlichen Wettstreit und fasste als nächstes Zwischenziel auf dem Weg ins südliche patagonische Inlandeis den Waldlauf „Rund um den Freudenberg“ des Leichtathletik-Club Wuppertal ins Auge. Am vorigen Samstag war es dann soweit und es galt, die 9.810 Meter lange Strecke in Angriff zu nehmen. Der Lauf war als Kurs über fünf Runden angelagt, und außer je einer halben Stadionrunde auf der Sportanlage Freudenberg bestand das Geläuf nur aus Waldwegen mit leichtem Auf und Ab und ein paar engen Kurven. Nicht unbedingt das, was man als schnelle Strecke bezeichnen würde.

Mein Training für die Rennerei war in den vorigen Wochen zudem überschaubar, ist es doch eh noch nicht so lange her, dass ich mit der Lauferei überhaupt ernsthaft wieder angefangen habe. Als längste Einheit sprangen deshalb nur einmal 60 Minuten dabei heraus. Und was schnelles habe ich nie trainiert. Einzig auf dem Sportplatz Oberbergische Straße war ich auf der Bahn mal 1.000 Meter geflitzt, um zu sehen, was geht – knapp unter vier Minuten hatte ich da überraschend nur gebraucht. Trotzdem war ich skeptisch und mein Ziel für den Waldlauf verhalten – 50 Minuten wollte ich aber immerhin unterbieten.

Bevor schließlich um 14:40 Uhr der Startschuss fiel, machte ich mich bei sonnigem aber kühlem Wetter ordentlich warm. Und dann ging es gleich rasant los. Als der Tross zum ersten Mal in den Wald einbog und der Weg schmal wurde, war Vorsicht geboten, um nicht über andere Läuferbeine oder unter Laub versteckte Wurzeln zu stolpern. Es war eine unruhige Runde mit vielen Positionswechseln, doch die Zeit passte. Ich war schnell unterwegs, fast zu schnell. In den nächsten Runden hatte sich das Feld sortiert und ich ein für mich gutes Tempo gefunden. Meine Zielzeit schien relativ locker erreichbar zu sein. Doch spätestens in der vierten Runde merkte ich aufkommende Verhärtungen in den Waden. Daher ließ ich es lieber bleiben, am Ende nochmals auf Teufel komm raus auf die Tube zu drücken und die Möglichkeiten auszureizen, sondern lief lieber kontrolliert ins Ziel. Zu meiner Freude sprang auch so eine  Zeit von 0:46:55 dabei heraus – damit hatte ich vorher gar nicht gerechnet.

Die ungewohnte Belastung war aber nicht spurlos an mir vorübergegangen – nicht nur die Waden waren zu, auch der Rest der Beine muckte auf. Macht aber nix – auf dem Lauf lässt sich aufbauen … Zwar liegen meine früheren „Fabelzeiten“ noch in weiter Ferne – meine persönliche Bestzeit über 10 km beträgt 0:38:33 -, aber mit weiterem guten Lauftraining ist da noch Luft nach oben. Ein nächstes Ziel habe ich mir auch schon ausgeguckt: Den Remscheider Silvester-Lauf als Jahresabschluss – 14 Kilometer auf einer landschaftlich schönen, aber auch anspruchsvollen Wendepunktstrecke!

PS:
Zur Erinnerung: In dieser #WasWarWann-Rubrik erzähle ich in lockerer Folge darüber, was rund um mein „#WWW“-Projekt passiert. Und um was es sich dabei handelt, hatte ich kürzlich verkündet.

„Bereits während all den Augenblicken in nordischer Natur und den vielen Wanderungen und Skitouren für mein Foto- und Reiseprojekt Mein Norden erwuchs in mir der Wunsch, danach über meinen eigenen Tellerrand zu schauen und mich aufzumachen in die weite Welt, in Länder und Regionen, die ich noch nie bereist habe, aber von denen ich schon seit ewigen Zeiten träume. Ich erdachte das Projekt #WorldWideWilderness, das sieben Reisen beinhaltet – eine pro Kontinent. Der rote Faden ist das Eis – schmelzende Gletscher, zu bewahrende Natur.“

Folgt mir auf dem Weg in die eisige Wildnis!

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