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Agfa, Fuji oder Kodak

Wie in meinem Workflow von A bis Z erleutert, bin ich in der Bildbearbeitung darauf aus, meinen digitalen Fotos filmischen Charme zu verleihen, um den reportagehaften Charakter meiner Bilder zu unterstreichen. Hier nutze ich die Presets von VSCO – Filmsimulation, die in Adobe Camera RAW direkt auf die RAW-Dateien angewendet werden.

„Im ersten Schritt wähle ich nach jeder Reise einen „Film“ aus, den ich für alle Aufnahmen der betreffenden Unternehmung verwende. Hier rufe ich mir Gegebenheiten und Empfindungen vor Ort in Erinnerung und entscheide mich dafür, was am besten passt. Um die Kargheit der arktischen Landschaft Svalbards ideal herauszuarbeiten, entschloss ich mich bei den Bildern der dort unternommenen Skitour beispielsweise für einen „Schwarz-Weiß-Film“ (Agfa Scala) bzw. eine Schwarz-Weiß-Bearbeitung. Einer Bilderserie aus der Polarnacht in Schweden habe ich nachher gröberes Korn verliehen, um die düstere nächtliche Stimmung zu unterstreichen.“

Natürlich habe ich Favoriten, die häufiger zum Einsatz kommen, wie den Fuji 160C oder den Kodak Portra 160. Doch bei meinem Fotoprojekt Mein Norden kamen von Reise zu Reise ganz unterschiedliche Presets nachträglich zum Einsatz. Mal geht es von den Farben knalliger zu, dann sind die Aufnahmen wiederum zurückhaltender.

Nachfolgend lüfte ich das Geheimnis, welche „Filme“ ich jeweils verwendet habe. Häufig griff ich dabei zu den abgeschwächten Minus-Versionen der betreffenden VSCO-Presets.

– Schweden und Norwegen 2012 – Kodak Portra 160 NC (minus) –
– Island 2013 – Fuji Superia 100 –
– Schottland 2013 – Fuji Superia 400 (minus) –
– Färöer-Inseln 2013 – Kodak TRI-X 400 (Farbbilder Fuji 160C) –
– Schweden 2013 – Fuji 160C (gröberes Korn) –
– Island 2014 – Kodak Portra 160 (minus) –
– Finnland 2014 – Fuji 800Z (minus) –
– Svalbard 2015 – Agfa Scala 200 (minus) –
– Norwegen 2015 – Fuji Astia 100F Portrait –
– Norwegen 2015 – Kodak Portra 400 VC (minus) –
– Grönland 2016 – Fuji 160C –

Die unterwegs gemachten „Ausgangsfotos“ sind nur die Rohmasse. Erst nachträglich versuche ich, einen Stil zu finden, der dem Erlebten und den Eindrücken vor Ort nahekommt. Dieser Stil muss die Realität auf keinen Fall eins zu eins wiedergeben, sondern er darf davon abweichen …

Mein Norden – Der Bildband

Elf Reisen in den Norden. Vier Jahre Aufbruch. Zu allen Jahreszeiten hinein ins Abenteuer. Allein, mit Freunden und der Familie. Wanderungen und Skitouren dokumentiert in Bildern und Texten, die Emotionen transportieren und von Erlebnissen erzählen. Eine Liebeserklärung an raue Landschaften, karge Regionen und eine intensive Art des Unterwegsseins.

Im Juni 2017 erschien das Fotobuch Mein Norden mit Bildern und Texten aller Reisen:

Limitiert auf 333 Exemplare, nummeriert und handsigniert
Format: 30×22 Zentimeter, Hardcover, 176 Seiten

Weitere Buchdetails und Bestellung im Shop.

Habt Ihr auch Favoriten unter den „analogen“ Filmen? Berichtet gerne in den Kommentaren!

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Martin,

    toller Beitrag mit sehr interessante Aufnahmen präsentierst Du uns hier.

    Vielen Dank fürs Zeigen und die Gegenüberstellung der einzelnen Presets.

    Ich liebe meine „digitale“ Kamera und weiß deren Vorteile einer Analogen gegenüber sehr zu schätzen, aber genauso liebe ich es, mir analoge Aufnahmen anzuschauen.

    Schön, dass man so einen Look sehr gut simulieren kann. Die Presets von VSCO habe ich mir bis jetzt noch nicht näher angeschaut, sollte ich wohl mal nachholen ;-)

    Ich selber benutze für einen Analogen Look NIK Analog Efex und NIK Silver Efex aus der NIK Collection und bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

    Gruß
    Andreas

    Antworten

    • Silver Efex von NIK habe ich früher für Schwarz-Weiß auch benutzt und war seinerzeit damit ebenfalls sehr zufrieden. Aber jetzt nutze ich für S/W und Farbe einheitlich VSCO …

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