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Jostedalsbreen – Aufbruch ins Eis 8. April 2010

Veröffentlicht von Martin Hülle in : Expeditionen, Reisen , trackback
"Høgste Breakulen, Jostedalsbreen, Sommer 2004"
- “Høgste Breakulen, Jostedalsbreen, Sommer 2004″ -

Schon zweimal habe ich den Jostedalsbreen in Norwegen überquert. Den größten Gletscher auf dem europäischen Festland. Beide Male im Sommer – von Skei bis ins Stordalen. Heute Abend breche ich erneut in den Norden auf, um eine weitere Skitour über den Jostedalsbreen zu unternehmen. Diesmal jedoch im ausklingenden Winter. Gemeinsam mit Christian Müller werde ich bis nach Pollfoss anreisen, wo unsere Tour beginnen soll. Vorbei an der Skridulaupbu-Hütte wollen wir von dort die Nordausläufer des Gletschers erreichen und schließlich über den Småttene auf das eigentliche Plateau des Jostedalsbreen aufsteigen. Ziel ist die Flatbrehytta – hoch oben über dem Fjærlandsfjord.

Der Wetterbericht sieht für die kommenden Tage ganz gut aus. Sogar einige sonnige Tage und Minusgrade nur in den Nächten sind vorausgesagt. Aber das Wetter kann sich dort sehr schnell ändern und wir sind für alle winterlichen Eventualitäten gerüstet.

Auch das GPS-Gerät ist mit 18 Wegpunkten gefüttert, um uns selbst bei schlechter Sicht über das Dach Norwegens zu leiten. Josten på langs – gute 65 Kilometer über das Eis des Jostedalsbreen und der angrenzenden Gletscher stehen uns bevor. Eine perfekte Vorbereitung für meine dritte Grönland-Expedition in diesem Sommer. Und eine großartige Unternehmung in sich.

> Trans-Grönland 2010

Kommentare»

1. René Cortis - 8. April 2010

Wünsche Dir (Euch) viel Spaß auf der Tour und dass Ihr die Wegpunkte im GPS nicht benötigen werdet, sprich das Wetter hält. Nimmst Du wieder Deine Kurzski oder bist Du diesmal mit normalen Latten unterwegs?

Viele Grüße und god tur,

René.

2. Martin Hülle - 8. April 2010

Jetzt ist ja noch Winter – also kommen die normalen Latten mit :-)

Die Kurzski waren allerdings im Sommer auf dem Jostedalsbreen ganz okay – vor allem beim Transport am Rucksack nicht so sperrig – auf dem Eis wären aber auch da lange Latten noch besser gewesen …

3. René Cortis - 8. April 2010

Okay, dachte ich mir, dass die Kurzen die Sommerlösung waren. Tja, wenn ich nicht gerade meine Masterarbeit schreiben müsste, hätte ich mich bestimmt gemeldet.

Wie sieht denn die Spaltensituation dort oben aus? Muss man stellenweise gesichert gehen oder findet man weitesgehend eine homogene Eismasse vor?

4. Martin Hülle - 8. April 2010

Tja, vielleicht klappt ja mal eine andere gemeinsame Tour?!

Auf dem Plateau des Jostedalsbreen besteht im Winter eigentlich keinerlei Gefahr in eine Spalte zu fallen. Da ist alles dick und solide verschneit (ohnehin ist die Eismasse oberhalb der Gletscherbrüche, die an den Rändern in die Täler ziehen, sehr homogen). Auf unserer Route werden wir nur beim Aufstieg über den Småttene hinauf auf das Plateau mit Seilsicherung laufen müssen. Hinab zur Flatbrehytta sollte es auch ohne gehen …

Also, im Grunde ist das wie eine “normale” Skitour in Skandinavien … eine Art Mini-Grönland …


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