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Mein Fujifilm X-Pro1 Workflow

– Nach Saltoluokta –

In der vorigen Woche hatte ich mir Gedanken über RAW vs. JPG gemacht. Darüber, ob ich nun ein Fotograf oder Knipser bin. Ich erläuterte die Probleme mit JPGs und die Vorteile von RAW. Es ging um Farbkanäle, Bit-Werte und die Gefahr von Artefakten. Schlicht darum, wie das Optimum an Bildqualität zu erreichen ist. Und das zu guter Letzt auch im Hinblick auf meine fotografische Arbeit mit Fujifilms X-Pro1 und den Herausforderungen, die deren X-Trans Sensor an die Bildnachbearbeitung stellt. Zwar sind die Ergebnisse grundsätzlich vorzüglich, vor allem die der Out-of-Cam JPGs, die nachträgliche RAW-Konvertierung ist allerdings nicht ganz einfach. Nach einiger Probiererei habe ich aber mittlerweile einen Weg für mich gefunden, der zwar ein Kompromiss ist, dafür jedoch schnell und leicht zu sehr guten Resultaten führt. Und den Fokus mehr auf die Fotografie „alter Schule“ legt als die nachträgliche Werkelei an Bilddateien!

Nachfolgend mein Fujifilm X-Pro1 Workflow im Detail. Vom Anfang bis zum Ende …

Vor der Aufnahme

Die Grundlage lege ich bereits vor der Aufnahme. So zum Beispiel im Vorfeld einer Reise, vor der ich mir Gedanken dazu mache, wie die Farbgebung, die Sättigung, der Kontrast der Aufnahmen ausfallen soll. Entsprechend wähle ich eine dazu passende Filmsimulation und setze daran noch individuell die Parameter für Farbe, Lichter und Schatten fest. Hier erweist es sich als ausgesprochen nützlich, dass sich diese Einstellungen – sofern nicht nur JPGs gemacht, sondern auch in RAW fotografiert wurde – nachträglich wieder ändern und/oder optimieren lassen. Bei meiner letzten Unternehmung, der Sarek & Padjelanta Durchquerung, hatte ich alle Fotos mit der Filmsimulation ASTIA aufgenommen. Doch nachher gefielen mir die Bilder so nicht – sie waren zu gesättigt, besonders das Himmelsblau. Für die Serie dieser Tour fand ich die PRO Neg.Hi Simulation später stimmiger und habe alle Fotos nachher dahingehend geändert (s.u.).

Die vielen Filmsimulationsmodi in der Kamera sind eine feine Sache und erinnern mich an die alte analoge Zeit, wo der Film einmal eingelegt, das spätere Ergebnis vorgab. So einfach konnte/kann Fotografie sein – die Bildwirkung lässt sich schon vor dem Auslösen sehr gut bestimmen und reduziert auf diesem Weg, die für die Nachbearbeitung – bzw. Anpassung einer individuellen Bildanmutung – benötigte Zeit. Das Fotografieren rückt wieder mehr in den Vordergrund, aber mit der Option – digitales Zeitalter dann doch sei Dank -, hinterher doch alles noch korrigieren und über den Haufen werfen zu können.

Während der Aufnahme

Die Aufnahme von Bildern im RAW- oder JPG-Format unterscheidet sich. Und zwar grundlegend. Bei RAW-Fotos gilt die ETTR-Regel – Expose To The Right. Also eine Belichtung nach rechts. Gemeint ist damit das Histogramm, das die hellen Bildbereiche auf der rechten Seite darstellt und die dunklen auf seiner linken. Und da in den hellen Bereichen mehr Bildinformationen stecken als in den dunklen, ist es im Sinne der Bildqualität besser, ein zu helles Bild später wieder abzudunkeln als ein unterbelichtetes Foto aufzuhellen. Auch lassen sich bei einem RAW-Bild aus überbelichteten Partien oft noch Details wiederherstellen – ein völliges Ausbrennen der Lichter sollte natürlich grundsätzlich vermieden werden (sofern nicht explizit gewollt oder in Kauf genommen). Bei einem JPG sieht es allerdings anders aus. Hier müssen die hellen Stellen stärker berücksichtigt werden, da in deutlich überbelichteten Bereichen im Foto Bildinformationen schneller unwiederbringlich verloren gehen. Von gänzlich ausgefressenen Lichtern ganz zu schweigen, die meistens nicht wieder zum Leben zu erwecken sind, was bei manchen RAW-Bildern teilweise dann doch noch gelingt. Also: RAW-Fotos lieber reichlicher belichten, JPGs lieber etwas knapper.

Wenn man wie ich – und was jedem zu raten ist – parallel RAW und JPG fotografiert, ist es die Frage, welche Richtung man einschlägt. Ob hin zu einer optimalen RAW-Grundlage oder einem JPG ohne Macken. Die RAW-Nutzung führt einen schnell dazu, mich eingeschlossen, fahrlässig während des Fotografierens zu sein, frei nach dem Motto, später alles wieder ausbessern zu können. Falsche Belichtung, falscher Weißabgleich, falscher was weiß ich nicht alles. Ich versuche daher, ähnlich wie zu analogen Zeiten, die korrekte Belichtung und Einstellung möglichst schon bei der Aufnahme zu gewährleisten. Und einen Spagat zwischen den Anforderungen von RAW und JPG zu schaffen.

Import, Auswahl und Müllentsorgung

Ich lösche viel. Wenn ich ein Bild gemacht habe, kontrolliere ich es auf dem Kamera-Monitor oder im elektronischen Sucher. Ist es falsch belichtet, schief oder sonstwas, fliegt es sofort in den Papierkorb und ich mache die Aufnahme erneut. Diese Prozedur halte ich solange durch, bis ich zufrieden bin. So vermeide ich, dass sich auf der Speicherkarte Mist ansammelt, den ich sowieso nicht mehr sehen will. Ich hasse das. Bei statischen Motiven ist das natürlich einfacher – die laufen nicht weg und können immer wieder neu abgelichtet werden. Bei Actionbildern klappt das nicht immer ganz so konsequent. Aber auch da lösche ich, nachdem die Bildermacherei für den Moment zu Ende ist, schon in der Kamera das meiste, was mir auf den ersten Blick nicht zusagt.

Wenn die Reise dann einmal vorbei ist und ich wieder zu Hause vor dem Computer sitze, importiere ich erstmal nur die JPGs. Diese schaue ich dann am Bildschirm, wo eine richtige Qualitätsbeurteilung erst möglich ist, eins nach dem anderen durch und habe dazu parallel die X-Pro1 in Händen, jeweils mit Anzeige des selben Bildes, die ich gleichsam weiterklicke. Ist ein Foto unscharf, es sagt mir nichts oder ist aus welchen Gründen auch immer misslungen, wandert es sofort am Computer in den Papierkorb und ich lösche es auch direkt in der Kamera. Diesen Bilderdurchgang mache ich insgesamt dreimal. Dann ist zumindest der gröbste Unfug ausgemistet.

Sowohl im Computer als auch in der Kamera sind jetzt nur noch die Bilder, die ich auch behalten möchte. Anschließend sehe ich nach, ob meine gewählte Grundeinstellung gepasst hat, oder ich das eine oder andere Bild grundlegend nachbessern muss. Hier ist dann der Moment für die kamerainterne RAW-Konvertierung gekommen … Im schlimmsten Fall – wie bei den Sarek & Padjelanta Fotos – stimmen alle nicht.

RAW-Konvertierung

Wie schon in meinem vorigen Artikel beschrieben, ist die Konvertierung der X-Pro1 RAW-Dateien via einer externen Software noch nicht der letzte Schrei. Lightroom und Adobe Camera RAW machen nach wie vor Probleme und zaubern je nachdem einen „Aquarelleffekt“ hervor. (UPDATE: Dieses Problem gehört mittlerweile der Vergangenheit an) Besser ist da der Raw File Converter von Silkypix, welcher der Kamera beiliegt, oder der von der Bedienung völlig grässliche Raw Photo Processor (RPP). Ich habe mit beiden Programmen kurz gespielt und schnell wieder das Weite gesucht. Es macht Mühe, damit ein Ergebnis zu erzielen, welches den direkt aus der X-Pro1 kommenden JPGs ebenbürtig ist. Diese sind so hervorragend in Farbe, Kontrast und ihrer ganzen Anmutung, dass ich sie am liebsten sofort verwenden würde, ohne sie umständlich aus den RAW-Dateien “nachstellen” zu müssen. Dazu habe ich keine Lust. Lieber gehe ich hier den schon eingangs erwähnten Kompromiss ein und erspare mir die umständliche RAW-Konvertierung am Computer.

Sollten die aufgenommen JPGs Mängel aufweisen in Form einer völlig daneben liegenden Belichtung, missratenem Weißabgleich, nicht passender oder gewollter Filmsimulation, ausgefressener Lichter oder total zugelaufener Schatten, nehme ich mir die dazu entsprechenden und noch in der Kamera befindlichen RAW-Dateien nochmals zur Brust und konvertiere sie kameraintern mit optimierten Einstellungen zu neuen JPGs (was zügiger von der Hand geht, als mancher denken mag). Diese Möglichkeit ist großartig, lässt sich so doch jedes RAW-Bild selbst ohne externes Programm vielfältig nachbessern. Weißabgleich, Sättigung, Belichtungskorrektur, Filmsimulation, Dynamikerweiterung, Lichter, Schatten – all das kann nachträglich verändert und zu unendlich vielen neuen JPG-Varianten abgespeichert werden.

Im Falle der Sarek & Padjelanta Bilder habe ich, wie schon erwähnt, die Filmsimulation bei allen Fotos von ASTIA in PRO Neg.Hi geändert, ab und zu die Belichtung korrigiert und die Werte für Lichter und Schatten nachgebessert. So kam ich zu JPGs, die dann bereits sehr nah dran waren an dem, was ich als Endresultat haben wollte.

WICHTIG: Man muss auf jeden Fall parallel JPG und RAW fotografieren. Wer nur JPGs macht, dem entgeht die Möglichkeit der RAW-Konvertierung in der Kamera, die doch so nützlich ist.

Erneuter Import und Umwandlung in TIFF-Dateien

Nachdem ich die Fotos dann in der Kamera vorerst „fertig“ nachbearbeitet habe, importiere ich sowohl die RAW-Dateien als auch die neuen JPGs in den Computer (die alten JPGs werden dort gelöscht). Auch wenn ich jetzt nicht mehr mit den RAW-Bildern arbeite, archiviere ich diese natürlich! Denn es ist auch später noch möglich, sie via Speicherkarte zurück in die Kamera zu befördern und da erneut zu neuen JPGs zu bearbeiten. Ganz zu schweigen von der Option, sie irgendwann dann doch einmal mit einem guten RAW-Konverter am Computer umwandeln zu können.

Das finale Finetuning mache ich also mit den JPGs. Um aber den Qualitätsverlust zu vermeiden, der JPGs nach einer Bearbeitung und erneutem, verlustbehafteten Speichern anhängt (wie auch zuletzt beschrieben), konvertiere ich die JPGs erst einmal direkt nach dem Import in unkomprimierte 8 Bit TIFF-Dateien. Dadurch wächst zwar die Dateigröße um ein vielfaches an, aber jetzt kann ich die Fotos beliebig oft bearbeiten und neu abspeichern, ohne eine Minderung der Qualität hinnehmen zu müssen. Was mit TIFFs geht, mit JPGs aber eben nicht.

Bildbearbeitung am Computer

Auch wenn die ehemaligen JPGs – und jetzt TIFFs – schon sehr nah am Endresultat sind, bleibt eine letzte Feintüftelei unumgänglich. Dazu gehören schon mal all die „Aus“-Aktionen. Ausrichten, Ausschnitt verbessern, Ausflecken falls Dreck auf dem Sensor war. Auch sind mir die Bilder der X-Pro1 meist etwas zu kühl, weswegen ich fast immer die Wärme etwas anhebe. Dazu eine Optimierung der Tonwerte und falls nötig eine kleine Rettung der Lichter- und Schatten-Partien. Bei den hellen Bereichen achte ich, bis auf wenige Ausnahmen, penibel darauf, dass sie nicht ausbrennen. Zugelaufene Schatten finde ich hingegen nicht so dramatisch, da sie einem Bild oft Tiefe verleihen.

Aber das war’s dann eigentlich auch schon mit der finalen Bildbearbeitung …

Im Gegensatz zu einem reinen RAW-Workflow am Computer habe ich eine Qualitätsminderung nur bei der Konvertierung in der Kamera von RAW zu JPG. Aber diese ist meines Erachtens vernachlässigbar. Allerdings muss ich so mit 8 Bit Dateien zurechtkommen und kann nicht den Weg vom RAW-Bild über 16 Bit Tiffs gehen. Das ist eigentlich der größte Kompromiss, da mir so nur die 256 Farbinformationen pro Farbkanal zur Verfügung stehen und nicht tausende wie bei einer höheren Bit-Rate. Da sich meine Nachbearbeitung der 8 Bit Tiffs (JPGs) aber in Grenzen hält, komme ich so dennoch zu keinen sichtbaren Qualitätsverlusten. Eventuell wäre das anders, wenn ich nachträglich wirklich tiefgreifende Veränderungen an den Farben und Tonwerten vornehmen würde.

Schließlich speichere ich die bearbeiteten TIFF-Dateien mit verlustfreier LZW-Komprimierung ab, wodurch sich die Datenmenge je nach Bild erheblich reduziert. Bei der Frickelei an den Bildern gehe ich aktuell mit Nikons Capture NX2 und Adobe Photoshop zu Werke – weil ich es so gewohnt bin.

Sicherung und Formatierung der Speicherkarten

Auf dem Computer habe ich dann die Original-RAWs, die Original JPGs (evtl. in der neuen Ausführung) und die final bearbeiteten TIFFs. Dazu aus den TIFFs gewonnene JPGs in geringerer Qualität für Redaktionen oder dergleichen zur ersten Bildansicht. Eine ganz schöne Datenmenge und mein System entspricht da sicherlich nicht dem der Allgemeinheit. Aber auch zu Nikon-Zeiten hatte ich alle Bilder als RAW, TIFF und JPG vorliegen. Die Bilder für die Darstellung auf meiner Website, hier im Blog oder auf Flickr erstelle ich aus den TIFFs.

Diese Dateien sichere ich zudem alle auf zwei weiteren, externen Festplatten. Und erst wenn das geschehen ist und ich sozusagen eine Bilderserie endgültig abgeschlossen habe, formatiere ich die Speicherkarten und entledige mich dort dieser Fotos. Fertig!

Soweit mein aktueller Fujifilm X-Pro1 Workflow. Wie alles unterliegt er einem Wandel, aber momentan komme ich so am besten klar. Und komme auf einem Weg, der hier sicherlich umständlicher klingt als er ist, zu Ergebnissen, wie ich sie mir vorstelle.

Wie macht Ihr das mit Euren Fujifilm-Kameras? RAW oder JPG? Konvertierung in der Kamera oder am Computer?

PS:
Sollte etwas unverständlich sein, bitte in den Kommentaren nachfragen, damit ich dort für Klarheit sorgen und es im Artikel nachbessern kann.

22 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Moin Martin,

    super dargestellt, Dein Workflow. Auch wenn ich nach wie vor mit den Nikon-Schlachtschiffen D300s, 3 und 4 arbeite, ist der meinige größtenteils ähnlich: JPG mit Filmsimulationen schon in der Kamera – meine Favoriten sind da Kodak Ektachrome und Portra sowie der gute alte Fuji Velvia -, gnadenloses Aussortieren, Umwandlung in 16 Bit RGB-TIFF (wovon eine als „Rohdatei“ mit nahezu vollständigem IPTC-sidecar auf meine „Originale-Archiv“-Festplatten wandert und eine weitere Version als Kopie auf den Arbeitslaufwerken als Arbeitsgrundlage fungiert), über NX2 und Weiterbearbeitung in Photoshop. Wobei dabei nicht unterschlagen werden darf, dass es seitens NX schlicht genial ist, diese gewählten Kameraprofile auf das Bild anzuwenden und anzuzeigen …

    Dem Rest ist nichts weiter hinzuzufügen; so geht’s. Mit einem Unterschied: Ich betrachte auch das digitale Aufnahmemedium seit jeher als Diafilm und bemühe mich, anständig zu belichten, so dass sich die gehasste Nachbearbeitung in deutlichen Grenzen hält. RAW mache ich parallel zum JPG nur dann, wenn die Situation tatsächlich haarig ist und ich weiss bzw. „ahne“, dass das mit den vorhandenen Bordmitteln nicht unbedingt „schnell“ in den Griff zu bekommen ist. Und ja, leicht absaufende Tiefen sind deutlich eher akzeptabel als ausbrennende Lichter ;)

    Gruss,
    Hauke

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  2. Servus Martin,

    wow, danke für die detaillierte Darstellung. Ich muss es zugeben: Ich bin ein Knipser und kein Pixel-Schubser :-o

    Ich fotografiere mit JPG und „optimiere“ nur wenig – meist ist es löschen, löschen, löschen ;-) Allenfalls mal den Ausschnitt verschieben, zurechtschneiden, auch mal Belichtung und Kontrast verstärken, aber that’s it …

    OK, ich stelle meine Bilder auch nicht aus und verdiene auch kein Geld damit – meine Pics kommen maximal auf meine Website, werden selten mal gedruckt und verbleiben meist in meinem digitalen Album, womit ich dann mal Freunde, Bekannte oder die Familie langweile ;-)

    Viele Grüsse aus Dhaka
    Jürgen

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  3. Danke, Martin, für die gute Beschreibung. Hilft bestimmt vielen.

    Werner

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  4. Hallo Martin,

    vielen Dank für das Teilen Deines Workflows. Solche Artikel lese ich – aus reiner Neugierde – ziemlich gerne.

    Das klingt ja schon nach einer ziemlichen Fummelei, diese nachträgliche Bearbeitung und parallele Sichtung in Kamera und Rechner und schreit ja förmlich nach einer Software aus dem Hause Fuji, die Dir das abnimmt: „ne virtuelle Fuji quasi ;-)

    Was danach kommt, ist ja ziemlich „normal“.

    Viele Grüße
    Christian

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  5. @Christian
    So groß ist die Fummelei nicht – könnte schlimmer sein. Aber Du hast recht und ich wünsche mir von Fujifilm eine externe Software, die der kamerainternen RAW-Konvertierung ähnelt. Durchaus etwas umfangreicher, aber es muss nicht unbedingt ein vollwertiges Bildbearbeitungsprogramm sein. Es reicht ja, die RAW-Bilder dann direkt als 16 Bit TIFFs abspeichern und an anderer Stelle weiter bearbeiten zu können. Schön wäre es aber auf jeden Fall, auch in einem RAW-Konverter auf dem Computer mit den Filmsimulationen „spielen“ zu können.

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  6. Ich nehm mal an, dass ich das nicht so richtig „verstanden“ habe, bzw. es ein wenig ironisch gemeint worden ist, dass derjenige, der mit JPGs „rummacht“, ein Knipser ist und diejenigen, welche mit RAW „arbeiten“, richtige Fotografen sind … :)

    Letztendlich geht es doch um das Ergebnis und die Aussage. Egal wie das Bild erstanden ist und wenn „mit dem Filzstift die Linse bemalt worden ist“… :) :) (Iss aber nur meine Meinung!)

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  7. Hi Martin,

    sag mal – kann man bei der In-Kamera-RAW-Nachbearbeitung auch mehrere Dateien auf einmal behandeln? Also kann ich beispielsweise bei 100 Bildern gleichzeitig den Weißabgleich ändern, oder muss ich das bei jeder Datei einzeln machen?

    Danke schon mal für den interessanten Artikel!

    VG Medon

    Antworten

  8. @micha dahm
    Natürlich war das ein wenig ironisch gemeint – schließlich nutze ich selber ja auch z.T. die JPGs ;-) Gerne kannst Du daher die Linsen Deiner Objektive bemalen, aber auch dann wirst Du sicherlich an einer guten Datei interessiert sein und nicht Verluste aufgrund einer hässlichen JPG-Komprimierung hinnehmen wollen, oder?

    @Medon Decker
    Nein, so viel ich weiß geht das nicht. Du musst jedes Bild einzeln in die Hände nehmen. Eine kamerainterne „Stapelverarbeitung“ ist mir da nicht bekannt …

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  9. Hallo Martin,

    interessant finde ich, dass Du letzten Endes drei verschiedene „Versionen“ behältst.

    Ich habe meine X-E1 erst seit kurzem und habe bereits mit Filmsimulationen und JPG/RAW herumgespielt. In Adobe Lightroom arbeite ich grundsätzlich mit den RAW-Daten und optimiere diese nur wenig (bis auf Motiv, Kontrast, Dynamik). Da war mein Workflow bei den RAW-Daten der Panasonic G3 „aufwendiger“ bzw. umfangreicher. Liegt aber auch daran, dass die Daten aus der X-E1 schon sehr gut als Basis dienen.

    Grüße aus Gelsenkirchen,
    Damian

    Antworten

  10. Hallo Martin,

    wow, das ist ja mal ein Workflow. Das wäre mir persönlich zu viel. Aber nun gut, jedem natürlich das seine. Ich hingegen habe mir meine Fuji X-Pro1 und auch die X100 so „optimiert“, dass ich mit den kamerainternen JPG-Dateien sehr zufrieden bin. Ich hebe höchstens noch die Lichter in Aperture etwas an, falls das Bild doch etwas zu dunkel ist. Persönlich bin ich damit wie gesagt sehr zufrieden. Ich finde es aber sehr interessant, wie andere Fuji X-Pro1 und auch X-E1 User mit den RAW-Dateien umgehen.

    Viele Grüße aus BaWü
    Stockografie

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  11. Hallo Martin,

    nach meiner Erfahrung und Kenntnis verhält es sich genau entgegen gesetzt zu Deiner Aussage:

    „[…] Und da in den hellen Bereichen mehr Bildinformationen stecken als in den dunklen, ist es im Sinne der Bildqualität besser, ein zu helles Bild später wieder abzudunkeln als ein unterbelichtetes Foto aufzuhellen. Auch lassen sich bei einem RAW-Bild aus überbelichteten Partien oft noch Details wiederherstellen […]“

    Ich habe in verschiedensten Zusammenhängen immer wieder gelesen, dass man Bilder eher etwas unter- als überlichten soll, da man hier deutlich mehr Bildinformation erhält. Auf allen Kameras, auch auf meiner X-E1, die ja technisch zur X-Pro1 nahezu identisch ist, habe ich diese Erfahrung auch selbst gemacht.

    Viele Grüsse,
    Lycien

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  12. @Lycien
    Ich weiß nicht, wo Du das gelesen hast, aber es ist falsch! Generell enthalten helle Bereiche von Digitalaufnahmen mehr Tonwerte als dunkle Stellen. Daher ja, sofern in RAW fotografiert wird, die ETTR-Regel.

    Ich habe auf die Schnelle diese beiden Artikel auf The Luminous Landscape gefunden, die das etwas genauer erklären:

    Expose (to the) Right: http://www.luminous-landscape.com/tutorials/expose-right.shtml
    Optimizing Exposure: http://www.luminous-landscape.com/tutorials/optimizing_exposure.shtml

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  13. Ich glaube nicht, dass Fuji ohne Druck seiner Kunden an der RAW-Konverter-Front was tun wird. Ich hatte da einen Mail-Wechsel, der nur Blablabla enthielt. Ich habe jetzt einen offenen Brief an Fuji formuliert (http://www.face-of-earth.com/?p=252), es wäre hilfreich, wenn viele diesen Brief weiterverbreiten könnten.

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  14. Hallo Martin,

    Dir und Deinen Frauen ein verspätetes Gutes Neues!

    – RAW-Konverter: Die im Internet veröffentlichten Vergleiche der verschiedenen Konverter gehen immer von Default-Einstellungen aus. Ziemlich absurd, denn der Sinn einer RAW-Verarbeitung ist ja, bei der Entwicklung zuzuschauen und einzugreifen. Wenn man bei LR die Schärfe-Einstellungen sorgsam anwendet und ohne Entrauschen arbeitet, sind die Ergbnisse detailreicher als allgemein geunkt wird. Trotzdem bleiben Probleme wie vereinzelt verschmierte Farben, die Unterstützung Fujis für Adobe Camera RAW ist allemal erforderlich. Ich hatte leider nur einige wenige Test-RAWs zur Verfügung und warte mit dem Einstieg ins Fuji-System noch – auch auf das Weitwinkelzoom.

    – Wie kamst Du auf großer Tour mit den Akkus zurecht, wie viel hast Du benötigt?

    – Gestatte mir eine kleine Kritik: Es gibt in Deiner Sarek-Galerie viele gute Bilder, die schön mit Unschärfe spielen. Aber man sieht, dass Du sehr in die Normalbrennweite 35mm verliebt bist. Ich vermisse jedenfalls oft Perspektive und finde, dass die Galerie in ihrer Gesamtheit doch nach mehr verschiedener Brennweite schreit.

    Viele Grüße – Tilmann

    Antworten

  15. @Tilmann Graner
    Hinsichtlich der RAW-Konverter wird in diesen Tagen ja auch wieder viel diskutiert, da Capture One mit seiner neuesten Version rausgerückt ist. Da streiten sich nun die Experten, welcher Konverter denn aktuell der beste ist …

    Ich habe bei der Sarek & Padjelanta Durchquerung in den ca. 2,5 Wochen Reisezeit vier Akkus verbraucht.

    Tja, bei der Tour hatte ich eben nur die bis dato lieferbaren Objektive dabei. Und es stimmt, das 35er ist mir/war von denen das liebste. Mit dem 60er sind aber auch einige Fotos entstanden, weniger mit dem 18er (welches ich aufgrund seiner Schwächen nicht so mag). Ich warte auch noch auf das Zoom und das 14er. Hoffentlich bekomme ich beide Objektive bald, um sie mit auf die nächsten Reisen nehmen zu können und dann auch variabler zu sein …

    Antworten

  16. Hallo Martin,

    vielleicht kannst Du mir helfen. Es gibt ja angeblich keine dummen Fragen. Ich fotografiere mit der X-Pro1 mit der Einstellung RAW+JPG. Wenn ich die Bilder dann mit Lightroom importiere, finde ich nur die RAW-Dateien, die in DNG-Bilder umgewandelt werden. In der Kamera finde ich nur JPGs. Sollte ich nicht beide Formate importieren können, also jeweils zwei Bilder nach dem Import vorfinden? Was mache ich falsch oder verstehe ich nicht richtig?

    Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du mir helfen könntest. Du scheinst Dich sehr gut auszukennen.

    Liebe Grüße
    Peter

    Antworten

  17. Hallo Peter,

    leider kann ich Dir nicht so richtig weiterhelfen. Ich nutze selber Lightroom nicht und kenne mich daher auch mit den möglichen Importeinstellungen des Programms nicht aus. Nutzt Du denn eine Lightroom-Version, die kompatibel ist zu den Fujifilm RAWs?

    Ich benutze zum Import der Bilder ein anderes Programm, welches die RAWs der Fujifilm nicht erkennt und daher automatisch nur die JPGs importiert (ich fotografiere auch parallel RAW+JPG). Die RAW-Dateien importiere ich dann manuell von der Speicherkarte.

    In der Kamera wird grundsätzlich nur ein JPG angezeigt, egal ob Du RAW+JPG oder nur RAW fotografieren würdest. Auf der Speicherkarte sind aber bei RAW+JPG beide Versionen abgelegt.

    Vielleicht wirst Du hinsichtlich Deiner spezielleren Frage bzgl. Lightroom z.B. im Fuji X Forum fündig? (http://www.fuji-x100-forum.de)

    Viel Erfolg und beste Grüße,
    Martin

    Antworten

  18. @Peter:

    Du musst in Lightroom in den „Voreinstellungen“ das Häkchen bei „JPG-Dateien neben RAW-Dateien als separate Fotos behandeln“ setzen. Zur Sicherheit einen Neustart und dann sollte es beim nächsten Import klappen, dass Lightroom Dir die RAF-Datei und die JPG-Datei nebeneinander anzeigt.

    Viel Spaß,
    Peter

    Antworten

  19. Guten Morgen Martin,

    Dein Artikel ist sehr interessant. Von der ETTR-Regel habe ich zwar schon mal gehört, aber so gut erklärt, habe auch ich sie jetzt verstanden :-) Bisher habe ich auch die RAWs lieber einen Ticken unter- statt überbelichtet, was nach dieser Regel also falsch ist. Den Unterschied muss ich mir noch einmal praktisch herausarbeiten.

    Mein Workflow unterscheidet sich schon bei der Aufnahme: Ich kontrolliere die Bilder selten am Kamera-Monitor, obwohl ich mit der digitalen Technik gestartet bin und nicht aus der analogen Ecke komme. Eigentlich nur, wenn es wirklich darauf ankommt (Kunden, besondere Situationen/Motive, die nicht wiederholt werden können). Ich bin beim Fotografieren eben mit dem Fotografieren beschäftigt und mag den Moment, mir die Bilder am Computer anzusehen. Das hat dann schon ein bisschen was von dem Öffnen einer Wundertüte ;-) Dort wird dann mittlerweile auch mehr gelöscht und nicht mehr jeder Schrott aufbewahrt :-D

    Mit der Nikon fotografiere ich eigentlich nur noch in RAW, weil mir die Erfahrung gezeigt hat, dass ich die JPGs eh nur importiere, um sie anschließend zu löschen. Ich mag sie nicht. Anders ist es jetzt mit der Fuji X100S, deren JPGs ich so klasse finde, dass ich da meist die RAWs lösche, allerdings möchte ich nicht auf die Sicherheit der RAWs verzichten, noch nicht.

    Vielen Dank für den Artikel und einen schönen Sonntag!

    LG, Conny

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  20. Hallo,

    ich knipse mit meiner X-E1 meist in der Einstellung RAW+Fine. Dies hat den einfachen Grund, da ich im reinen RAW-Modus nicht sehr weit ins fertige Bild zoomen kann. Geht das Dir genauso?

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  21. Hallo Thomas,

    ich fotografiere ebenfalls RAW und dazu ein JPG in Fine und Größe L. Zwar wird auch bei reiner RAW-Fotografie ein JPG zur Ansicht erstellt, aber das hat nur eine sehr geringe Auflösung. Daher macht es auch für RAW-Fotografen Sinn, immer parallel ein gutes JPG aufzunehmen. Mehr zum Thema findest Du auch hier: http://www.fujirumors.com/raw-for-jpeg-shooters/

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