Hardangervidda – Es geht los! 24. Februar 2010
Veröffentlicht von Martin Hülle in : Ausrüstung, Reisen , 1 kommentar bisher
- “Auf der Hardangervidda” -Die Ausrüstung ist gepackt – heute Abend geht es los nach Norwegen. Mit dem Flieger nach Oslo. Dann morgen mit dem Bus nach Haukeliseter. In der dortigen Fjellstue werde ich noch eine Nacht verbringen, bevor ich am Freitag zu meiner Skitour über die Hardangervidda aufbrechen werde.
Der Wetterbericht für die kommenden Tage ändert sich ständig – mal ist nur Bewölkung angesagt, dann auch wieder sonnige Tage. Naja, zumindest werden die Temperaturen moderat sein. Nur bis -10° sind angesagt.
Dabei bin ich für alles gerüstet und werde auf dem Weg nach Finse auch einige Ausrüstung testen, worüber dann später im StadtLandFlucht-Magazin zu lesen sein wird. Eine Helags Jacke und Hose von Lundhags werden mich vor Wind und Wetter schützen. Dazu die Raude Jacke vor grimmiger Kälte. In den Nächten wird der LITE 2000 Schlafsack von Carinthia meine Wärme speichern. Und an den Tagen wird die terrex pro Outdoorbrille von adidas für klaren Durchblick sorgen.
Also, Hardangervidda – Es geht los!
Hardangervidda, Jostedalsbreen, Grönland 6. Februar 2010
Veröffentlicht von Martin Hülle in : Allgemein, Expeditionen, Reisen , 1 kommentar bisher
- “Der Schnee ruft” -
Nun sind es noch gut zwei Wochen, bis ich zu meiner nächsten Wintertour nach Norwegen aufbrechen werde. Mit Ski und Pulka-Schlitten möchte ich dort einmal quer über die Hardangervidda laufen, die größte Hochebene Nordeuropas. Ich kenne die Region schon gut von früheren Touren, aber noch nie bin ich allein von Haukeliseter im Süden bis nach Finse im Norden gelaufen. Stürme, Kälte und viel Schnee stehen mir bevor – kein reines Zuckerschlecken in einem Fjell-Gebiet, das auch schon die norwegischen Polarfahrer Fridtjof Nansen und Roald Amundsen im Vorfeld ihrer Expeditionen lockte. Und wenn das Wetter mitspielt und die Bedingungen gut sind, dann ist auch die Überquerung des Hardangerjøkulen, des sechstgrößten Gletschers Norwegens, zum Ende meiner Tour ein anvisiertes Ziel.
Apropos Gletscher: Sollte ich noch “Mitläufer” finden, dann stünde im April der Jostedalsbreen auf dem Programm. Deutlich größer als der Hardangerjøkulen ist der Jostedalsbreen mit etwa 487 km² nicht nur der größte Gletscher in Norwegen, sondern der größte Festlandsgletscher Europas überhaupt. Nur auf Island und Svalbard gibt es noch gewaltigere Eismassen. Das Plateau des Jostedalsbreen gleicht einem Mini-Grönland und eine Skitour von Nord nach Süd über den langgezogenen Gletscher – Josten på langs wie die Norweger dazu sagen – wäre nicht nur eine lockende Unternehmung, die über das Dach Norwegens bis hin zum Fjærlandsfjord führt, sondern eine weitere optimale Vorbereitung für meine wahrscheinlich im Sommer stattfindende dritte Grönland Expedition.
Gemeinsam mit Johannes Lang, der schon bei der Grönland Transversale 2006 mit dabei war, wird es voraussichtlich mein Ziel sein, in maximal 25 Tagen erneut über das grönländische Inlandeis zu laufen. Von der Nagtivit-Bucht an der Ostküste bis hin zum Punkt 660 bei Kangerlussuaq an der Westküste. Momentan stecken wir in der Planung dieser etwa 550 Kilometer langen Expedition und sobald es “offiziell” wird, werde ich ausführlicher über das Projekt berichten.