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Diana Mini – Zurück in die Zukunft 26. August 2009

Veröffentlicht von Martin Hülle in : Ausrüstung, Fotografie , einen kommentar schreiben
"Diana Mini"
- “Diana Mini” -

Nie zuvor hat etwas so kleines so viel aus einem 35mm-Film herausgeholt! Ob quadratisches Format oder rechteckiges “Halbformat”, ob Mehrfach-, Langzeit- oder überlappte Belichtung, Blitzlicht und vieles mehr – mit der Diana Mini ist alles möglich! (www.lomography.com)

In der vorigen Woche präsentierte die Lomographische Gesellschaft der Weltöffentlichkeit die reizende Diana Mini. Wer bei ihrem Anblick nur an ihre große Schwester, die Diana F+ denkt, liegt gänzlich daneben, denn die “Mini” hat ihren ganz eigenen Charakter.

Auch wenn es die großen Fußstapfen der klassischen, schönen Diana F+ sind, in die die Diana Mini tritt, wurde die “Mini” zum Glück mit ihren ganz eigenen Star-Qualitäten ausgestattet. Die süße “Mini” hat Stil und bietet jede Menge fantastische Funktionen. Per Schieberegler kann jederzeit zwischen dem Retro-Quadrat-Format in 24×24mm (36 Aufnahmen) oder dem erstaunlichen Halbbild-Format in 24×17mm gewechselt werden, wodurch nahezu andauerndes Foto-Vergnügen möglich wird, passen so doch ganze 72 Bilder auf einen 35mm Film. Ihre handliche Größe und ihr endloses kreatives Potential sind eine kleine Revolution der analogen Fotografie.

Die üppige Ausstattung der Diana Mini lässt keine Wünsche offen: Einer einzigen Verschlusszeit (1/60s – neben einem “B”-Modus für Langzeitbelichtungen) stehen zwei Blenden zur Auswahl gegenüber (Blende 8 für bewölkte Tage und Blende 11 für das sonnige Leben). Vier Entfernungseinstellungen zwischen 0,6 Metern und Unendlich rücken die Fotos in die richtige Schärfe. Ein Stativgewinde, die Möglichkeit einen Kabelauslöser anzuschließen und die Option ein Blitzgerät zu nutzen fehlen ebenso wenig. Natürlich ist das komplette Gehäuse samt integriertem 24 mm Objektiv komplett aus robustem Plastik gefertigt – ganz in der Tradition ihrer großen Schwester, der legendären Diana F+. Und zur inspirierenden Betrachtung lomographischer Bilderwelten liegt der Kamera auch das kleine aber feine “Diana Mini Shoot Forever” Buch bei – da kann man mal schauen, was andere Lomographen mit der “Mini” schon angestellt haben.

Gestern erhielt auch ich mein Diana Mini Starter Kit – die analoge Welt liegt mir nun wieder zu Füßen. Sozusagen “Zurück in die Zukunft”. Nachdem die digitale Pixelwelt den Charme des Films auch in meiner Fotografie völlig verdrängt hatte, ist die Diana Mini nun der richtige Schritt voraus … Also: Film einlegen, Blende wählen, Entfernung bestimmen und auslösen – getreu den Regeln der Lomographen – aber das wird mal eine weitere Geschichte …

> Diana Mini

Entlang der Ennepe 18. August 2009

Veröffentlicht von Martin Hülle in : Ausrüstung, Fotografie, Wandern , einen kommentar schreiben
"Spiegelung"
- “Spiegelung” -

Kürzlich wanderte ich entlang des Flusses Ennepe von Ennepetal bis Hagen, wo die Ennepe schließlich in der Nähe des Hauptbahnhofes in die Volme mündet. Ich war unterwegs, um Bilder mit drei neuen Sigma-Objektiven zu machen, welche mir momentan für einen “Praxistest” zur Verfügung stehen, den ich für das CHIP FOTO-VIDEO digital Magazin erarbeite (siehe auch Blog-Eintrag vom 01. August 2009). Im Laufe der kleinen Wanderung stieß ich auf eine Stelle, an der neben dem eigentlichen Flußlauf einige Teiche zu finden waren, in denen Fische munter hin und her schwammen. Ein leichter Wind kräuselte die Oberfläche des Wassers und verzerrte das Spiegelbild einiger Bäume, Äste und Blätter darauf. Ein Bild fast wie gemalt.

"Pirateninsel"
- “Pirateninsel” -

Einige Kilometer weiter, in Gevelsberg, wo sich die Ennepe zwischen Fabrikgebäuden schlängelte, ankerte ein Piratenschiff vor einer Insel. Es lockte wohl der Goldschatz …

Die kalten Fakten:
Nikon D300, Sigma 18-50 mm / 2.8-4.5 DC OS HSM, ISO 800, 1/80s und Blende 11 (”Spiegelung”), sowie ISO 400, 1/80s und Blende 11 (”Pirateninsel”), Nikon Capture NX2, Adobe Photoshop CS4

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Der Apfel – Eine Entstehungsgeschichte 8. August 2009

Veröffentlicht von Martin Hülle in : Ausrüstung, Fotografie , 3kommentare
"Der Apfel"
- “Der Apfel” -

Die Idee zu dem Bild “Der Apfel” war die Gegenüberstellung eines makellosen, knackigen Apfels und der nach dem Essen des selbigen übrig gebliebenen Apfelkitsche. Ursprünglich wollte ich den unversehrten Apfel und sein abgefressenes Überbleibsel “in einem Bild” festhalten und dafür eine Doppelbelichtung machen. Also den schönen, runden Apfel für die erste Auslösung im linken Bildteil anordnen, den Apfel dann rasch verspeisen und die verbleibende Kitsche für die zweite Auslösung dann im rechten Bildteil platzieren. Doch schien es mir kaum möglich, so eine exakt gleiche Positionierung und Ausrichtung “beider” Äpfel zu erreichen. Es wäre äußerst schwierig gewesen, den Apfelrest genau auf der selben Ebene und im gleichen Winkel hinzustellen wie seine noch jungfräuliche Vergangenheit, ohne einen Vergleich zu haben.

Daher entschied ich mich dazu, zwei einzelne Aufnahmen zu machen und diese nachher zu einem Bild zusammenzusetzen. Das Hauptlicht, welches von links durch ein Fenster auf den grünen Tisch fiel, hinterließ auf dem unversehrten Apfel einen sehr hellen Fleck, der keinerlei Zeichnung mehr inne hatte. Zur Abmilderung des starken Lichtes benutzte ich zwei seitlich des Apfels aufgestellte, weiße DIN A4 Blätter als Diffusor. Störende Spiegelungen auf dem Tisch im Hintergrund des Apfels konnte ich mit einem schwarzen Karton zunichte machen. So stand dem ersten Foto nichts mehr im Wege und ich konnte den Apfel anschließend in Ruhe aufessen.

Durch die Möglichkeit der Vergleichsansicht mit dem ersten Bild auf dem Kameramonitor war es nun recht einfach machbar, die Apfelkitsche an möglichst haargenau der selben Stelle und im gleichen Winkel zu positionieren. Ein paar Auslösungen und Schiebereien waren nötig, dann stimmte es einigermaßen. Letzte Feinkorrekturen machte ich nachher im Bildbearbeitungsprogramm durch die Anpassung des Bildausschnitts. Allerdings hatte sich in der Zeit zwischen beiden Aufnahmen die natürliche Lichtsituation geändert, was zu einem wärmeren und einem kälteren Bild führte. Über die nachträgliche Regelung des Weißabgleichs auf einen einheitlichen Temperaturwert bei beiden Aufnahmen und den Einsatz mehrerer Kontrollpunkte in Nikon Capture NX2 zur weiteren Änderung der Farbwerte an ausgewählten Bildstellen, war es aber möglich, sowohl die grüne Tischplatte als auch den Apfel in beiden Bildern in Farbigkeit und Wärme einander anzugleichen.

Die bei dem zusammengesetzten Endresultat schließlich in der Mitte erkennbare “Trennlinie” stört mich nicht sonderlich. Entscheidend ist das Vorher-Nachher-Motiv und die Sichtbarkeit, dass es sich um den selben Apfel handelt, was vor allem auch durch die identische Positionierung unterstrichen wird.

Die kalten Fakten:
Nikon D300, AF Nikkor 50 mm / 1.8, ISO 200, 2.5s und Blende 16 links, 3s und Blende 16 rechts, Nikon Capture NX2, Adobe Photoshop CS4

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Sauerland Höhenflug – “Nur fliegen ist schöner!” 1. August 2009

Veröffentlicht von Martin Hülle in : Fotografie, Reisen, Wandern , einen kommentar schreiben
Blick vom Georg Viktor Turm
- “Blick vom Georg-Viktor-Turm” -

Gute 200 Kilometer ist er lang. Ausgeschildert mit dem weißen “H” im gelben Quadrat. Abwechslungsreich soll er sein. Und Aussichten bieten wie kein anderer. Der Sauerland Höhenflug verläuft auf seinem Hauptweg zwischen Korbach und Meinerzhagen fast immer auf Höhen zwischen 400 bis 800 Metern. Und dabei führt die Strecke über vier “Achthunderter”. Naturerleben aus der schönsten Perspektive – von ganz weit oben – ist garantiert. “Nur fliegen ist schöner!”, so denn auch das Motto des Höhenflugs.

Als ich am vergangenen Dienstag Nachmittag in Korbach startete, um die komplette Route in Angriff zu nehmen, ging es kurz darauf zum Eisenberg auch sogleich steil bergauf. Da dieser Kraftakt aber noch nicht genug war, schloss sich direkt noch die Besteigung des 24 m hohen Georg-Viktor-Turmes auf seinem Gipfel an. 122 Stufen – dann lag mir ein Rundblick über das Upland bis hin zum Ederbergland zu Füßen. Tatsächlich, ich fühlte mich dem Himmel ganz nah – das Motto des Weges schien eine Berechtigung zu haben. Aber schon bald schlug die irdische Realität wieder um sich. Denn am folgenden Tag ging es hinauf zum Kalied noch weiter aufwärts. Der Schweiß floss in Strömen und meine mit einem Liter gefüllte Wasserflasche konnte den Verlust an Flüssigkeit kaum mehr ausgleichen. An der Diemelquelle schöpfte ich Wasser aus dem Kneipbecken, um später in Küstelberg bei freundlichen Einheimischen erneut aufzutanken. Erschwerend kam auch noch hinzu, dass es mit jedem weiteren Kilometer, den ich am zweiten Tag der Wanderung zurücklegte, mehr und mehr anfing hier und dort zu zwicken und zu zwacken. Der Rucksack drückte an den Schultern, scheuerte am Rücken und marterte auf den Hüften. Die Füße stöhnten und beim alpin-steilen Abstieg vom Rösberg meldete sich auch noch das rechte Knie zu Wort. Das letzte Stück des Tages gen Medelon war freudlos – nun wäre fliegen wohl eindeutig schöner gewesen …

"Am Sauerland Höhenflug"
- “Am Sauerland Höhenflug” -

Da ich zudem nicht aus reinem Spaß an der Freude – und wohl noch weniger aus Spaß an der Qual – unterwegs war, schien mir ein Abbruch der Wanderung naheliegend. Denn zu allem Überfluss war es mein Ziel, eine kombinierte Reise-Foto-Geschichte für das CHIP FOTO-VIDEO digital Magazin zu fotografieren, wozu ich drei neue Sigma-Objektive zum “Praxistest” dabei hatte. Doch um deren weites Brennweitenspektrum zwischen 10 und 200 mm fotogen in Szene zu setzen, schien mir der landschaftliche Reichtum und die Abwechslung des Sauerlandes auch nicht ausreichend. Wiese, Feld und Wald allein machten mich nicht glücklich. Und da mein geschundener Körper ja auch eine eindeutige Meinung vertrat, machte ich mich schon am Donnerstag von Medelon aus wieder mit Bussen und Bahnen auf den Weg gen Heimat. Nun – die Geschichte für das CHIP FOTO-VIDEO digital Magazin werde ich dann eben woanders fotografieren.

> Sauerland Höhenflug

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