Grönland – Zurück vom Inlandeis 3. September 2010
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- “Inlandeis Grönland” -
Mittlerweile bin ich aus Grönland zurück (siehe auch Blog-Eintrag vom 12. August 2010). Gemeinsam mit Johannes Lang und dem Naturfilmer Uwe Anders verbrachte ich 12 Tage auf dem Inlandeis – gute 150 Kilometer südöstlich von Kangerlussuaq in 1850 Metern Höhe. Nachdem ich ursprünglich mit Johannes eine komplette Überquerung des grönländischen Inlandeises unternehmen wollte, sind wir nun nur für einige Tage mit einem Helikopter hinauf auf das Inlandeis geflogen, um dort die Filmaufnahmen zu machen, die ansonsten im Laufe unserer Expedition gemacht werden sollten. Die grönländischen Behörden hatten uns zuvor einen Strich durch die Rechnung gemacht: zuviel Schmelzwasser wäre in diesem Sommer auf dem Eis, zu gefährlich sei es dort und daher gab es für eine Inlandeisüberquerung keine Genehmigung. Nach wochenlangem hin und her wurde es uns aber zumindest erlaubt, hinter die gefährlichen Schmelzwasserbereiche auf das Inlandeis zu fliegen, damit wenigstens der Film gerettet ist.
Aus der geplanten Woche wurden letztendlich 12 Tage, da der zur Abholung gebuchte Heli am vereinbarten Tag einen technischen Defekt hatte, der auch in den folgenden Tagen nicht behoben werden konnte. Schließlich musste erst ein anderer Helikopter aufgetrieben werden, der uns nach Tagen der Warterei vom Eis zurück in die Zivilisation flog. Zum Glück hatten wir ausreichend Lebensmittel und Brennstoff dabei. Und genügend Lesestoff! So hat Johannes in den Tagen in der weißen Weite alle Bände der Herr der Ringe Trilogie verschlungen …
Einen ausführlichen Bericht mit weiteren Bildern der Tage auf dem Eis kann im StadtLandFlucht-Magazin nachgelesen werden. Dort sind zudem alle Beiträge über die Expedition Trans-Grönland 2010 zusammengefasst.
> Special: Trans-Grönland 2010
Grönland – Eine Woche Inlandeis 12. August 2010
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- “Grönland” -
Morgen fliege ich nach Grönland. Zusammen mit Johannes Lang und dem Naturfilmer Uwe Anders. Es geht nach Kangerlussuaq an der Westküste, von wo wir uns am Samstag mit einem Helikopter hinauf auf das Inlandeis befördern lassen werden. Ursprünglich wollte ich mit Johannes eine komplette Überquerung des grönländischen Inlandeises unternehmen, doch die Behörden vor Ort machten uns einen Strich durch die Rechnung: zuviel Schmelzwasser wäre in diesem Sommer auf dem Eis, zu gefährlich sei es dort und daher gab es dafür keine Genehmigung …
Aber immerhin dürfen wir nun nach wochenlangem hin und her zumindest für einige Tage auf das Inlandeis fliegen, um dort die Filmaufnahmen zu machen, die ansonsten im Laufe unserer Expedition gemacht werden sollten. Es wird nun soweit hinauf gehen, dass wir hinter die gefährlichen Schmelzwasserbereiche kommen. Und soweit, dass richtiges Inlandeisfeeling aufkommt. Nichts als Eis und Schnee in alle Himmelsrichtungen.
Retour geht es auf dem gleichen Wege. Der Heli wird uns nach einer Woche abholen und zurückfliegen nach Kangerlussuaq. Erneut hinweg über Gletschersumpf, Schmelzwasserflüsse und -seen. Ich bin schon sehr gespannt, ob sich dieser Bereich in diesem Jahr tatsächlich schlimmer präsentiert als ich es bei meinen beiden Expeditionen 2006 und 2008 erlebt habe.
Über die Expedition Trans-Grönland 2010, das Prozedere um die Genehmigung und den Filmausflug, berichten wir weiterhin in einem Special im StadtLandFlucht-Magazin.
> Special: Trans-Grönland 2010
Jostedalsbreen – Aufbruch ins Eis 8. April 2010
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- “Høgste Breakulen, Jostedalsbreen, Sommer 2004″ -
Schon zweimal habe ich den Jostedalsbreen in Norwegen überquert. Den größten Gletscher auf dem europäischen Festland. Beide Male im Sommer – von Skei bis ins Stordalen. Heute Abend breche ich erneut in den Norden auf, um eine weitere Skitour über den Jostedalsbreen zu unternehmen. Diesmal jedoch im ausklingenden Winter. Gemeinsam mit Christian Müller werde ich bis nach Pollfoss anreisen, wo unsere Tour beginnen soll. Vorbei an der Skridulaupbu-Hütte wollen wir von dort die Nordausläufer des Gletschers erreichen und schließlich über den Småttene auf das eigentliche Plateau des Jostedalsbreen aufsteigen. Ziel ist die Flatbrehytta – hoch oben über dem Fjærlandsfjord.
Der Wetterbericht sieht für die kommenden Tage ganz gut aus. Sogar einige sonnige Tage und Minusgrade nur in den Nächten sind vorausgesagt. Aber das Wetter kann sich dort sehr schnell ändern und wir sind für alle winterlichen Eventualitäten gerüstet.
Auch das GPS-Gerät ist mit 18 Wegpunkten gefüttert, um uns selbst bei schlechter Sicht über das Dach Norwegens zu leiten. Josten på langs – gute 65 Kilometer über das Eis des Jostedalsbreen und der angrenzenden Gletscher stehen uns bevor. Eine perfekte Vorbereitung für meine dritte Grönland-Expedition in diesem Sommer. Und eine großartige Unternehmung in sich.
Neue Expedition: Trans-Grönland 2010 17. März 2010
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- “Trans-Grönland 2010″ -
Nun ist es offiziell: In diesem Sommer werde ich gemeinsam mit Johannes Lang meine dritte Grönland Expedition wagen (siehe auch Blog-Eintrag vom 06. Februar 2010). Nach der Grönland Transversale 2006 und der Expedition EISWÜSTE 2008 soll unser Weg erneut über das Inlandeis führen. Entgegen unserem ursprünglichen Plan haben wir nur die Laufrichtung geändert – wir werden nun Ende Juli im Westen starten und zur Ostküste laufen.
Das grönländische Inlandeis bildet die größte Eismasse auf der Nordhalbkugel. Nur an der Küste befinden sich Siedlungen und kleine Städte. Dazwischen erstreckt sich eine endlos erscheinende weiße Weite. Nur mit Ski und Pulka-Schlitten in die weiße Einöde aufzubrechen ist immer wieder eine neue Herausforderung.
Über die Expedition Trans-Grönland 2010 werden wir in einem Special im StadtLandFlucht-Magazin berichten. Mit ausführlichen Informationen vor dem Start: zu Grönland, den Zielen und der Herausforderung der Expedition, der Planung und dem Training, den Gefahren und Problemen, sowie der Ausrüstung. Und mit Geschichten, Erlebnissen und vielen Bildern nach einer hoffentlich erfolgreichen Rückkehr.
Die kalten Fakten
Distanz: ca. 550 Kilometer
Zeitdauer: 25 Tage – Ende Juli bis Ende August
Startpunkt: Kangerlussuaq/Punkt 660 an der Westküste
Zielpunkt: Nagtivit-Bucht an der Ostküste
> Special: Trans-Grönland 2010
Hardangervidda, Jostedalsbreen, Grönland 6. Februar 2010
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- “Der Schnee ruft” -
Nun sind es noch gut zwei Wochen, bis ich zu meiner nächsten Wintertour nach Norwegen aufbrechen werde. Mit Ski und Pulka-Schlitten möchte ich dort einmal quer über die Hardangervidda laufen, die größte Hochebene Nordeuropas. Ich kenne die Region schon gut von früheren Touren, aber noch nie bin ich allein von Haukeliseter im Süden bis nach Finse im Norden gelaufen. Stürme, Kälte und viel Schnee stehen mir bevor – kein reines Zuckerschlecken in einem Fjell-Gebiet, das auch schon die norwegischen Polarfahrer Fridtjof Nansen und Roald Amundsen im Vorfeld ihrer Expeditionen lockte. Und wenn das Wetter mitspielt und die Bedingungen gut sind, dann ist auch die Überquerung des Hardangerjøkulen, des sechstgrößten Gletschers Norwegens, zum Ende meiner Tour ein anvisiertes Ziel.
Apropos Gletscher: Sollte ich noch “Mitläufer” finden, dann stünde im April der Jostedalsbreen auf dem Programm. Deutlich größer als der Hardangerjøkulen ist der Jostedalsbreen mit etwa 487 km² nicht nur der größte Gletscher in Norwegen, sondern der größte Festlandsgletscher Europas überhaupt. Nur auf Island und Svalbard gibt es noch gewaltigere Eismassen. Das Plateau des Jostedalsbreen gleicht einem Mini-Grönland und eine Skitour von Nord nach Süd über den langgezogenen Gletscher – Josten på langs wie die Norweger dazu sagen – wäre nicht nur eine lockende Unternehmung, die über das Dach Norwegens bis hin zum Fjærlandsfjord führt, sondern eine weitere optimale Vorbereitung für meine wahrscheinlich im Sommer stattfindende dritte Grönland Expedition.
Gemeinsam mit Johannes Lang, der schon bei der Grönland Transversale 2006 mit dabei war, wird es voraussichtlich mein Ziel sein, in maximal 25 Tagen erneut über das grönländische Inlandeis zu laufen. Von der Nagtivit-Bucht an der Ostküste bis hin zum Punkt 660 bei Kangerlussuaq an der Westküste. Momentan stecken wir in der Planung dieser etwa 550 Kilometer langen Expedition und sobald es “offiziell” wird, werde ich ausführlicher über das Projekt berichten.