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GB – Rundweg um Gennebreck 10. August 2010

Veröffentlicht von Martin Hülle in : Fotografie, Wandern , einen kommentar schreiben
"Maisfeld"
- “Maisfeld” -

Was aussieht wie das Landeskennzeichen von Groß Britannien, ist nicht mehr als die Markierung des Rundweges um Gennebreck. Auf knapp 10 Kilometern führt der Weg um den Sprockhöveler Stadtteil mit dem Kirchdorf Herzkamp in seiner Mitte. Dabei verläuft die Strecke durch den Hilgenpütt, am Deilbach entlang und über den Hackenberg. Eine nette kleine Runde, die ich am Vormittag (samt Hin- und Rückweg) mal eben gewandert bin.

Erneut ergab sich unterwegs die Gelegenheit, meiner Serie “Verwischtes” ein weiteres Motiv hinzuzufügen …

Die kalten Fakten:
Nikon D300, Nikon AF-S DX VR 18-200 mm / 3.5-5.6 G IF-ED, B+W 106 ND 1,8 64x Graufilter, ISO 200, 4s, Blende 22, Nikon Capture NX2, Adobe Photoshop CS4

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Entlang der Wupper 3. August 2010

Veröffentlicht von Martin Hülle in : Fotografie, Wandern , einen kommentar schreiben
"Wupper"
- “Die Wupper” -

Gemeinsam mit Ralf Bresser, Freund und Redaktionspartner beim StadtLandFlucht-Magazin, bin ich heute ein Stück des Wupperweges gelaufen. In Zusammenarbeit mit dem Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) hat der Wupperverband diesen Wanderweg entlang der Wupper erschlossen. Über insgesamt 125 Kilometer Länge führt die Strecke von der Quelle, des als Wipper bei der Marienheider Ortschaft Börlinghausen im Bergischen Land entspringenden Flusses, bis zur Stadt Leverkusen, wo die Wupper zwischen den Stadtteilen Wiesdorf und Rheindorf nach 116,5 km Flussstrecke und gut 400 Höhenmetern Gefälle in den Rhein mündet.

Wir hatten uns den Abschnitt von Leichlingen bis Burg ausgesucht – entgegen der Fließrichtung und bis auf einen kleinen Hügel, den wir früh am Tag überschreiten mussten, immer schön flach in der Nähe des Gewässers. Das Teilstück brachte uns auf den Geschmack und wir dachten darüber nach, den Weg auch mal komplett zu laufen. Für einen Wuppertaler sollte es fast Ehrensache sein, den Wupperweg einmal in Gänze gewandert zu sein, oder?

Unterwegs ergab sich auch erneut die Gelegenheit, meiner Serie “Verwischtes” ein weiteres Motiv hinzuzufügen …

Die kalten Fakten:
Nikon D300, Nikon AF-S DX VR 18-200 mm / 3.5-5.6 G IF-ED, B+W 106 ND 1,8 64x Graufilter, ISO 200, 4s, Blende 22, Nikon Capture NX2, Adobe Photoshop CS4

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Eine “verwischte” Wanderung 23. Juli 2010

Veröffentlicht von Martin Hülle in : Fotografie, Wandern , 2kommentare
"Im Wald 1"
- “Im Wald 1″ -

Heute war ich mal wieder im Wald und auf den Feldern unterwegs. Eine kleine Wanderung – 5 Stunden. Zuhause los, über das Felderbachtal zum Berger Hof und über die Fahrentrappe und durch den Großen Siepen wieder retour. Schön war’s. Nicht zu heiß und zwischen Schatten spendenden Bäumen hielt sich eine angenehme Luft …

"Kornfeld"
- “Kornfeld” -

Neben 2 Liter Wasser, zwei mit gekochtem Schinken belegten Broten, einer Banane und einem Apfel, sowie einem Päckchen Fritt mit Zitronengeschmack, steckte auch meine Kamera im Rucksack. Schon vor dem Aufbruch hatte ich das Objektiv mit einem Graufilter bestückt – ich wollte ein paar Langzeitaufnahmen machen und musste dafür bei dem hellen Wetter den Lichteinfall in die Linse reduzieren.

"Im Wald 2"
- “Im Wald 2″ -

Unterwegs gefiel mir besonders eine Situation im Wald unterhalb des Berger Hof. Sonnenstrahlen durchfluteten filigranes Blattwerk, kräftiges Grün stand in schönem Kontrast zum Hell und Dunkel des Himmels und der Baumstämme. Ich habe mit verschiedenen Blenden und Belichtungszeiten experimentiert. Erst als ich sah, dass Brauchbares dabei herausgekommen war, zog ich weiter …

Die kalten Fakten:
Nikon D300, Tokina AT-X 12-24 mm / 4.0 Pro DX, B+W 106 ND 1,8 64x Graufilter, ISO 200, 10s, 1/1.6s und 5s, Blende 22, 16 und 22, Nikon Capture NX2, Adobe Photoshop CS4

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Rund um Ennepetal – 54 Kilometer in 12 Stunden 30. April 2010

Veröffentlicht von Martin Hülle in : Wandern , 2kommentare
"Durst"
- “Durst” -

Es war warm. Ein Sommertag im Frühling. Genau richtig, um eine lange Tageswanderung zu unternehmen … Oder etwa nicht? Früh brach ich gestern Morgen auf und fuhr mit der S-Bahn nach Schwelm. Mein Ziel für den Tag war mal wieder der Rundweg um Ennepetal, den ich zuvor schon 9x an einem Stück gelaufen bin. Über die Jahre ist der Weg zu meiner Hausstrecke geworden. Ich habe alle Passagen gut im Kopf, kenne die Auf- und Abstiege wie meine Westentasche. Doch weil der Weg so schön ist, in seinem Verlauf selten Straßen und Häuser tangiert, viel mehr die meiste Zeit durch Wälder, über Felder und an Talsperren entlang führt, laufe ich ihn immer wieder gerne. Dabei ist die Strecke anspruchsvoll. Zu den 54 Kilometern Länge, gesellen sich noch 1800 Höhenmeter hinzu, die hinauf und wieder hinunter bewältigt werden wollen. Vor einigen Jahren wollte ich es mal wissen, sehen was geht. Da bin ich den Rundweg nicht nur zügig abgewandert, sondern an manchen Stellen auch gelaufen. 7 Stunden und 55 Minuten betrug die Zeit nach dem Kraftakt. Diesmal wollte ich es gemütlicher angehen und die Runde möglichst locker hinter mich bringen. Die Zeit sollte nicht im Vordergrund stehen, nur ein langer Tag in der Natur. Ich rechnete mit 12 Stunden.

"Am Weg"
- “Am Weg” -

Um 7.55 Uhr startete ich am Schloß Martfeld in Schwelm. Über die Höhen zog am Morgen noch ein frisches Lüftchen, das mich leichten Schrittes zum Bahnhof Ennepetal führte und dahinter in die Wälder eintauchen ließ. Doch im Laufe des Vormittages wurde es schnell wärmer. Bald stand die Luft zwischen den Bäumen, heizte mir die Sonne auf staubigen Feldwegen ein und der Schweiß rann munter an mir hinab. Ich hatte 3 Liter Wasser im Rucksack und in jeder Pause die Angst, ich würde zu große Schlucke nehmen und das kostbare Gut zu früh komplett in mich hinein kippen. An der Hasper Talsperre war daher die Versuchung groß, aus einem Hahn am Wegesrand zu trinken, der munter vor sich hin plätscherte. Doch die Warnung “Kein Trinkwasser” ließ mich im letzten Moment doch noch davon Abstand nehmen und mit zunehmend verstärkt am Gaumen klebender Zunge weiter ziehen.

"Rast"
- “Rast” -

Irgendwo im Dunstkreis der Breckerfelder Straße, die ich oberhalb der Talsperre überquerte, lag wohl die Hälfte des Weges hinter mir. Mittlerweile zwickte es am rechten Fuß – eine Blase an der Ferse war im Anmarsch, die mir als neugewonnener Kompagnon auf dieser Wanderrunde noch einige Freude bereiten sollte. Noch trübte sich meine von der sommerlichen Wärme aufgeheizte Stimmung aber nicht allzu sehr und ich lief über Peddenöde, Burg und an Filde vorbei weiter zur Heilenbecker Talsperre. Darüber vergingen die Stunden, doch weitere Kilometer blieben. Langsam wurde es doch noch zu einer zähen Angelegenheit und der Glaube an eine lockere Runde schwand mehr und mehr. Entlang der Spreeler Mühle stieg ich ab zur Wupper und zum Beyenburger Stausee. Viele Kanuten tummelten sich auf dem Wasser, doch ich hatte kaum mehr einen Blick für sie. Nur noch das Ziel vor Augen, nahm ich die letzte Hürde in Angriff. Die Schwelmer Höhe galt es noch zu überwinden, bevor ich um 19:52 Uhr wieder am Schloß Martfeld eintrudelte.

Knapp 12 Stunden hatte ich gebraucht, so wie am Morgen anvisiert, doch es kostete mich mehr Anstrengung als erwartet. Muss an dem warmen Wetter gelegen haben, für das es wohl eine große Freude war, mich auszulaugen. Und weil eine kleine Blase kaum der Erzählung wert ist, entstand am Ende des Tages noch eine zweite unter dem linken Ballen. So nehmen beide Füße etwas mit nach Hause, worauf ich selber gut hätte verzichten können.

> Tourenbuch

Rund um Langenberg – Das Logbuch einer Tageswanderung 29. Januar 2010

Veröffentlicht von Martin Hülle in : Wandern , 2kommentare
"Langenberger Rundweg"
- “Langenberger Rundweg” -

Als ich gestern früh am Morgen vor die Haustüre trat, merkte ich sofort, dass es kein sehr kalter Tag werden würde. Tauwetter lag in der Luft. Mein Ziel war der Rundwanderweg um Langenberg – ganze 31 km lang. Doch ersteinmal musste ich ins ins Deilbachtal kommen – von meinem Zuhause die nächstgelegene Stelle, wo der Wanderweg vorbei führt. Natürlich auch zu Fuß … So ergab sich mit Hin- und Rückweg eine Gesamtstrecke von über 40 Kilometern.

Das Logbuch der Tageswanderung

07:12 – Die Haustüre fällt ins Schloss und ich mache mich auf den Weg. Schon nach 15 Minuten ist mir viel zu warm – im Nordpark lege ich den Windschutz ab und laufe nur mit der Fleecejacke weiter.

08:51 – Ich erreiche Schmahl am Schmalen im Deilbachtal und stoße auf den Langenberger Rundweg. Mittlerweile ist es hell und es fängt an zu schneien.

09:17 – Erste Pause in einer Schutzhütte am Höhenweg. Ich esse ein Schinkenbrot, eine Banane, trinke ein paar Schlucke des noch heißen Pfefferminztees und vertilge auch noch einen Kinderriegel. Der Schneefall hat schon wieder aufgehört.

09:43 – An einem Baum am Wegesrand hängt ein Schild mit Angaben zum Langenberger Rundweg. Demnach befinde ich mich am Standort “Sender” und die Streckenlänge wird hier mit nur 28 km angegeben.

10:04 – Im Felderbachtal ist die Wegführung unklar. Wegzeichen weisen in verschiedene Richtungen. Entscheide mich für den Weg, den ich von früher schon kenne.

10:45 – Ich laufe in Velbert-Nierenhof ein und überquere drei Straßen und die Gleise an der Bahnstrecke Wuppertal-Essen. Die Sonne versucht durch die Wolkendecke zu brechen.

11:32 – Zweite Pause in einem Wald bei Huisgen. Sitze auf einer umgestürzten Birke und esse ein Salamibrot, Hobbits Kekse, trinke mehr Pfefferminztee und schließe erneut mit einem Kinderriegel ab.

12:06 – Es ist stark bewölkt, auf kahlen Flächen trifft mich kalter Wind und es beginnt wieder zu schneien.

12:13 – Gedankenverloren verpasse ich eine Wegabzweigung, bemerke es aber rasch. In leichtem Trab jogge ich die paar Meter zurück und steige hinauf zum Standortübungsplatz. Mittlerweile dichtes Schneetreiben.

12:48 – Nassgeschwitzt komme ich zur Hofschaft Rottberg und zur Rottberger Straße. Der Aufstieg vom Asbach war schweißtreibend.

13:48 – Dritte Pause in einer Schutzhütte auf dem Golfplatz hinter Knollenberg. Wieder finden ein Schinkenbrot, Hobbits Kekse, viel Pfefferminztee und ein Kinderriegel den Weg in meinen Magen.

14:48 – Über eine Weide komme ich zur Hofschaft Krüdenscheid. Einige Gänse laufen dort durch Schneereste – die Pferde verstecken sich in Ställen.

15:33 – Kurz vor Windrath bekomme ich Schluckauf. Er begleitet mich ein Stück des Weges und lässt mich dann wieder allein.

16:23 – Zurück bei Schmahl am Schmalen – Der Langenberger Rundweg ist beendet. Jetzt nur noch zurück nach Hause.

16:32 – Vierte Pause auf einer Bank am Weg. Ich kippe den Rest des Pfefferminztees hinunter und verschlinge eine Packung Mini-Kaminwurzen. Dann gibt es noch das letzte Salamibrot, weitere Hobbits Kekse, Früchtetee aus der zweiten Thermoskanne und den obligatorischen Kinderriegel.

17:32 – Mal wieder setzt heftiger Schneefall ein. Dicke Flocken paaren sich mit der anbrechenden Dunkelheit und lassen die Lichter am Stadtrand erblassen.

18:14 – Ich bin zurück!

Nach 11 Stunden war die Tageswanderung Geschichte. Neben der Streckenlänge haben vor allem die zusätzlichen 1.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg ganz schön viele Kräfte verschlissen. Einige Energie versackte dabei spurlos im nassen Schnee. Doch die Zeit zwischen Haustüre und Haustüre war schön. Ausgefüllt von Morgengrauen bis Abenddämmerung.

> Langenberger Rundweg

Rund um Ennepetal – Eine Herbstwanderung 20. Oktober 2009

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- "Rund um Ennepetal" -
- “Rund um Ennepetal” -

In der letzten Woche bin ich gemeinsam mit Nina Wilms in zwei Tagen den Rundweg um Ennepetal gewandert. Start und Ziel war das Schloss Martfeld in Schwelm, dazwischen lagen 54 Kilometer Wegstrecke und 1800 Höhenmeter im Auf- und Abstieg durch eine bewaldete Hügellandschaft. Durchaus eine anspruchsvolle Runde. Es ging vorbei an der Hasper- und Heilenbeckertalsperre bei überwiegend schönem Herbstwetter. Nur wenige Tropfen fielen vom Himmel, häufig zeigte sich auch die Sonne am blauen Himmel. Dabei blies jedoch oft ein kühler Wind – die Pausen waren selten gemütlich …

An einem kleinen Bach oberhalb von Peddenöde schlugen wir am Abend des ersten Tages unser kleines Zelt auf. Das Rauschen des Wassers übertönte alle Geräusche des Waldes und wurde auch vom Nachtfrost nicht zum Stillstand gebracht. So kalt war es dann doch noch nicht und die Stunden in den warmen Schlafsäcken angenehmer als mancher windige Moment am Tage. Viel zu schnell war die Zeit im Wald, zwischen herbstfarbenen Bäumen, bei den Rehen und Hasen wieder vorbei.

Vielleicht gelingt in den nächsten Wochen und Monaten noch die eine oder andere kleine Wanderung, um auch das Tourenbuch in diesem Jahr noch etwas zu füllen.

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Entlang der Ennepe 18. August 2009

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"Spiegelung"
- “Spiegelung” -

Kürzlich wanderte ich entlang des Flusses Ennepe von Ennepetal bis Hagen, wo die Ennepe schließlich in der Nähe des Hauptbahnhofes in die Volme mündet. Ich war unterwegs, um Bilder mit drei neuen Sigma-Objektiven zu machen, welche mir momentan für einen “Praxistest” zur Verfügung stehen, den ich für das CHIP FOTO-VIDEO digital Magazin erarbeite (siehe auch Blog-Eintrag vom 01. August 2009). Im Laufe der kleinen Wanderung stieß ich auf eine Stelle, an der neben dem eigentlichen Flußlauf einige Teiche zu finden waren, in denen Fische munter hin und her schwammen. Ein leichter Wind kräuselte die Oberfläche des Wassers und verzerrte das Spiegelbild einiger Bäume, Äste und Blätter darauf. Ein Bild fast wie gemalt.

"Pirateninsel"
- “Pirateninsel” -

Einige Kilometer weiter, in Gevelsberg, wo sich die Ennepe zwischen Fabrikgebäuden schlängelte, ankerte ein Piratenschiff vor einer Insel. Es lockte wohl der Goldschatz …

Die kalten Fakten:
Nikon D300, Sigma 18-50 mm / 2.8-4.5 DC OS HSM, ISO 800, 1/80s und Blende 11 (”Spiegelung”), sowie ISO 400, 1/80s und Blende 11 (”Pirateninsel”), Nikon Capture NX2, Adobe Photoshop CS4

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Sauerland Höhenflug – “Nur fliegen ist schöner!” 1. August 2009

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Blick vom Georg Viktor Turm
- “Blick vom Georg-Viktor-Turm” -

Gute 200 Kilometer ist er lang. Ausgeschildert mit dem weißen “H” im gelben Quadrat. Abwechslungsreich soll er sein. Und Aussichten bieten wie kein anderer. Der Sauerland Höhenflug verläuft auf seinem Hauptweg zwischen Korbach und Meinerzhagen fast immer auf Höhen zwischen 400 bis 800 Metern. Und dabei führt die Strecke über vier “Achthunderter”. Naturerleben aus der schönsten Perspektive – von ganz weit oben – ist garantiert. “Nur fliegen ist schöner!”, so denn auch das Motto des Höhenflugs.

Als ich am vergangenen Dienstag Nachmittag in Korbach startete, um die komplette Route in Angriff zu nehmen, ging es kurz darauf zum Eisenberg auch sogleich steil bergauf. Da dieser Kraftakt aber noch nicht genug war, schloss sich direkt noch die Besteigung des 24 m hohen Georg-Viktor-Turmes auf seinem Gipfel an. 122 Stufen – dann lag mir ein Rundblick über das Upland bis hin zum Ederbergland zu Füßen. Tatsächlich, ich fühlte mich dem Himmel ganz nah – das Motto des Weges schien eine Berechtigung zu haben. Aber schon bald schlug die irdische Realität wieder um sich. Denn am folgenden Tag ging es hinauf zum Kalied noch weiter aufwärts. Der Schweiß floss in Strömen und meine mit einem Liter gefüllte Wasserflasche konnte den Verlust an Flüssigkeit kaum mehr ausgleichen. An der Diemelquelle schöpfte ich Wasser aus dem Kneipbecken, um später in Küstelberg bei freundlichen Einheimischen erneut aufzutanken. Erschwerend kam auch noch hinzu, dass es mit jedem weiteren Kilometer, den ich am zweiten Tag der Wanderung zurücklegte, mehr und mehr anfing hier und dort zu zwicken und zu zwacken. Der Rucksack drückte an den Schultern, scheuerte am Rücken und marterte auf den Hüften. Die Füße stöhnten und beim alpin-steilen Abstieg vom Rösberg meldete sich auch noch das rechte Knie zu Wort. Das letzte Stück des Tages gen Medelon war freudlos – nun wäre fliegen wohl eindeutig schöner gewesen …

"Am Sauerland Höhenflug"
- “Am Sauerland Höhenflug” -

Da ich zudem nicht aus reinem Spaß an der Freude – und wohl noch weniger aus Spaß an der Qual – unterwegs war, schien mir ein Abbruch der Wanderung naheliegend. Denn zu allem Überfluss war es mein Ziel, eine kombinierte Reise-Foto-Geschichte für das CHIP FOTO-VIDEO digital Magazin zu fotografieren, wozu ich drei neue Sigma-Objektive zum “Praxistest” dabei hatte. Doch um deren weites Brennweitenspektrum zwischen 10 und 200 mm fotogen in Szene zu setzen, schien mir der landschaftliche Reichtum und die Abwechslung des Sauerlandes auch nicht ausreichend. Wiese, Feld und Wald allein machten mich nicht glücklich. Und da mein geschundener Körper ja auch eine eindeutige Meinung vertrat, machte ich mich schon am Donnerstag von Medelon aus wieder mit Bussen und Bahnen auf den Weg gen Heimat. Nun – die Geschichte für das CHIP FOTO-VIDEO digital Magazin werde ich dann eben woanders fotografieren.

> Sauerland Höhenflug

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