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Nordische Momente – Lofoten Masterclass – Eine Fotoreise im Februar 2018

– Nordische Momente – Lofoten Masterclass –

„Die wilde Natur der Lofoten ist atemberaubend und lädt dazu ein, mit der Kamera erkundet zu werden. Allgegenwärtig sind majestätische Berge, tiefe Fjorde und weite, von der Brandung umspülte Strände. Diese Szenerie bildet die Kulisse, in der vereinzelt kleine bunte Dörfer liegen, die bekannt sind für ihre charakteristischen Rorbuer, die traditionellen Fischerhütten. Richtig zauberhaft wird es dann vor allem im Winter, wenn sich das Nordlicht über die Inseln legt oder die Sonne immer wieder das raue Wetter durchbricht und für faszinierende Lichtstimmungen sorgt.“

Zusammen mit dem Lofoten-Kenner Michael Schaake habe ich eine Fotoreise ausgearbeitet, bei der wir in einer kleinen Gruppe die spektakuläre Landschaft intensiv erleben, fotografieren und darüber hinaus unser Wissen in Praxis und Theorie an alle Mitreisenden weitergeben wollen.

8-Tage Masterclass in einer kleinen Gruppe von maximal 6 Teilnehmern auf den Lofoten-Inseln im Norden Norwegens

Reisezeit: 17. bis 24. Februar 2018 | Teilnehmerzahl: 4-6 Personen | Preis: 2.575 Euro

Zeitig buchen und Frühbucherrabatt sichern! Bei Buchung bis zum 17. Oktober gewähren wir einen Rabatt von 125 Euro.

Highlights

  • Entdecke die spektakuläre Landschaft der Lofoten gemeinsam mit den Fujifilm X-Fotografen Martin Hülle und Michael Schaake
  • Lerne intensiv Techniken und Strategien der Landschafts-, Natur- und Reisefotografie
  • Erlebe und fotografiere die Polarlichter unter dem atemberaubenden Sternenhimmel des Nordens (wetterabhängig)
  • Unsere Partnerschaft mit der FUJIFILM School bietet jedem Teilnehmer die Möglichkeit, einen ganzen Tag mir der neuen FUJIFILM Mittelformatkamera GFX 50s zu fotografieren

> Weitere Reisedetails und Buchung

Den Anfang macht ein „Misserfolg“

– Schwer bepackt –

Es sollte ein spektakulärer Auftakt meines neuen Fotografieprojekts Zweite Heimat werden. Diese sehr herausfordernde, aber gleichzeitig landschaftlich äußerst abwechslungsreiche Trekkingtour auf der Insel aus Feuer und Eis. Gemeinsam mit Michael Schaake war ich nach Island gereist mit dem Ziel, ausgehend vom Zeltplatz Hólaskjól bis nach Skaftafell zu laufen. Vorbei am See Langisjór zu Ausläufern des Vatnajökull und über die Gletscher Skaftárjökull, Siđujökull und Grænalónsjökull bis zur Gletscherlagune Grænalón. Und von dort über den Skeiđarárjökull und die Berge Skaftafellsfjöll zum Endpunkt der Wanderung. Zwei Wochen Abenteuer pur.

Aber es kam anders: Nachdem wir am ersten Tag noch planmäßig von Hólaskjól entlang der Schlucht Eldgjá bis zur Hütte Skælingar gekommen waren, ging bereits am folgenden Tag fast nichts mehr. Bei Michael hatte sich vermutlich ein Nerv im Hüftbereich verklemmt, was zu starken Schmerzen und Taubheitsgefühlen in einem Bein führte. Damit waren lange und schwierige Passagen, wie über all die Gletscher, abrupt in weite Ferne gerückt und nicht mehr verantwortbar. In gedrosseltem Tempo und mit weniger Kilometerleistung pro Tag zogen wir weiter bis zum wundervollen See Langisjór, einer Perle im Hochland. Hier machten wir Tagesausflüge mit leichtem Gepäck und dachten darüber nach, umzukehren, denn eine Besserung trat nicht mehr ein. Doch nachdem wir den alles überragenden Gipfel des Sveinstindur in stimmungsvollem Abendlicht erklommen hatten und auf die eindrückliche Seen- und Berglandschaft hinabblickten, entschlossen wir uns dazu, trotz aller schmerzhaften Umstände zumindest eine Umrundung des Langisjór zu unternehmen. So machten wir schließlich das Beste aus der Situation, genossen weitere fünf Tage die Zeit in all der Einsamkeit und nahmen auch das Wetter hin, welches oft regnerisch und stürmisch über uns hinwegfegte.

Dieser Erfolg, den wir uns letzten Endes noch mühsam über schmale Pfade erliefen, täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es in mir fortlaufend grummelte. Fotografisch gab die Alternativtour, ungeachtet all ihrer gebotenen Herausforderung und Schönheit, nicht das her, womit der ursprüngliche Plan an Vielfalt aufgewartet hätte. Daher wird diese Reise für mein Projekt Zweite Heimat nicht verwertbar sein und ich werde erneut nach Island aufbrechen, um zu den Bildern und Geschichten zu kommen, die mir von dort vorschweben. So ist das zuweilen – selbst bei sorgfältigster Planung läuft nicht immer alles wie geschmiert und erzwingen lässt sich sowieso nichts …

Weitere Impressionen unserer Zeit zwischen den grünen Hügeln und schwarzer Wüste werde ich bald natürlich dennoch zeigen. Ansonsten erfreut Euch weiterhin meines vorigen Projekts Mein Norden und dem gleichnamigen Bildband!

Auf geht’s in die Zweite Heimat

– Kviárjökull –

Bald ist es soweit: In einer Woche werde ich gemeinsam mit Michael Schaake nach Island reisen. Unser Ziel ist eine sehr herausfordernde, aber gleichzeitig spektakuläre wie landschaftlich äußerst abwechslungsreiche Trekkingtour auf der Insel aus Feuer und Eis. Ausgehend vom Zeltplatz Hólaskjól wollen wir am See Langisjór vorbei zu Ausläufern des Vatnajökull gelangen und über die Gletscher Skaftárjökull, Siđujökull und Grænalónsjökull die Gletscherlagune Grænalón erreichen. Von dort soll es weitergehen über den Skeiđarárjökull und die Berge Skaftafellsfjöll bis nach Skaftafell. 14 Tage Abenteuer pur zwischen grünen Hügeln, weißem Eis, schwarzer Wüste und farbigen Bergen.

Für mich bedeutet diese Reise auch den Start meines nächsten großen Fotografieprojekts Zweite Heimat. Zwar liegt die letzte Wandertour meines vorigen Projekts Mein Norden mittlerweile eine ganze Weile zurück, dennoch fühlt es sich so an, als würde ich jetzt nahtlos daran wieder aufbrechen. Schließlich war Mein Norden erst mit der kürzlichen Veröffentlichung des gleichnamigen Bildbandes so richtig abgeschlossen. Und da es auch dieses Mal wieder in den Norden geht, wird der Staffelstab gewissermaßen ohne Pause einfach weitergereicht …

Bis zum Sommer des nächsten Jahres sollen nach der Island-Tour Unternehmungen in Schweden, Norwegen, Dänemark, Schottland und Grönland folgen. Die sechs Reisen, die ich mir für das Fotoprojekt Zweite Heimat überlegt habe, möchte ich deutlich schneller vom Tisch haben als die elf Reisen von Mein Norden, für die ich in einem Zeitraum von vier Jahren immer wieder aufgebrochen bin. Mal sehen, ob das hinhaut!

Aber wenn das alles so klappt, wie ich es mir in den letzten Wochen und Monaten ausgedacht habe, ich auch die Bildideen umsetze, die mir im Kopf vorschweben, dann möchte ich nach dem Unterwegssein all die neuen Erlebnisse wieder zwischen zwei Buchdeckeln präsentieren.

Also, auf geht’s!

Mein Norden – Jetzt bestellen

Vor einer Woche war es soweit und mein Bildband Mein Norden wurde geliefert. Diese Liebeserklärung an raue Landschaften, karge Regionen und eine intensive Art des Unterwegsseins!

„Elf Reisen in den Norden. Vier Jahre Aufbruch. Zu allen Jahreszeiten hinein ins Abenteuer. Allein, mit Freunden und der Familie. Wanderungen und Skitouren dokumentiert in Bildern und Texten, die Emotionen transportieren und von Erlebnissen erzählen.“

Über die Hintergründe meines Fotografieprojekts Mein Norden hatte ich hier schon berichtet. Und auf dieser Seite findet Ihr eine Auflistung aller zugehörigen Reisen. An dieser Stelle reichen daher die simplen Fakten zu diesem „Coffee-Table-Book“, wie Ihr sie auch im Shop findet.

Mein Norden – Der Bildband

Ausstattung
Format: 30×22 cm Querformat
Umfang: 176 Seiten
Abbildungen: 82 Farb- und 13 S/W-Fotos
Verarbeitung: Hardcover, Fadenheftung, Offsetdruck
Papier: LuxoArt Samt, 170 g/m², mit mattem Dispersionslack

Auflage
333 Exemplare, limitiert

Editionen
Standard Edition:
Buch #34 bis #333, nummeriert und handsigniert

Special Edition:
Buch #1 bis #33 mit beigelegtem Fine-Art-Print (ein Motiv aus dem Bildband), beides nummeriert und handsigniert
Print gedruckt auf Hahnemühle FineArt Pearl, Blattformat 29,5×21 cm, Bildformat 25,5×17 cm

Verkaufspreise
Standard Edition: 55 Euro
Special Edition: 99 Euro
(jeweils zzgl. Porto und Verpackung)

Die Special Edition ist bereits ausverkauft, aber die Standard Edition ist weiterhin erhältlich und kann hier bestellt werden.

> Zum Shop

Neu angerichtet – Mein Portfolio

– Möhreneintopf –

Es hatte es mal wieder bitter nötig – mein Portfolio. In allen Kategorien habe ich es aktualisiert, entschlackt und neu sortiert. Mindestens einmal im Jahr, besser zweimal, sollte diese Bildzusammenstellung – egal ob im Web, als Buch oder Ausdrucke in einer Mappe – durchgegangen und überarbeitet werden. Wer will schon altes Zeug zeigen, dass nicht der aktuellen Arbeit entspricht? Daher ist es sinnvoll, regelmäßig etwas Mühe in sein Portfolio zu stecken, und so war es für mich kürzlich an der Zeit, erneut zu Werke zu gehen und der Bildauswahl einige Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Zusammenstellung (m)eines Profils und Portfolios

Am Anfang steht immer die Frage, was man zeigen (verkaufen) möchte. Wobei sich das im Grunde recht schnell beantworten lässt: Ein Landschaftsfotograf zeigt eine Auswahl seiner besten Landschaftsfotos, ein Hochzeitsfotograf die Highlights einiger Hochzeiten und wer sich auf Porträts spezialisiert hat, wird hier die ausdrucksstärksten Bilder auswälen. Allerdings wird jemand, der das Fotografieren von Kindern und Familien anbietet, nicht nebenbei auch noch Aktfotos in seinem Portfolio zeigen. Wobei, so was soll’s tatsächlich geben … Heißt: Das was man zeigt, muss zueinander passen. In einem Bereich sollte die spätere Bildzusamenstellung ohnehin stimmig sein. Aber auch wer mehrere Genre der Fotografie bedient, tut gut darin, darauf zu achten, dass sich die Themen im besten Fall ergänzen und nicht konträr sind. So sind z. B. Reportage oder auch Editorial teils krasse Gegenteile von Werbung. Beides zu zeigen, widerspricht sich und hindert einen daran, sich mit einem klaren Profil zu präsentieren.

Nun gut, mein Portfolio ist thematisch etwas aufgefächert. Es besteht aus den Bereichen Outdoor & Expeditionen, Natur & Landschaft sowie Reise & Reportage. Hatte ich diese „Zweierblöcke“ vor Urzeiten einmal gemeinsam gezeigt, präsentiere ich sie längst geteilt. Zur besseren Übersicht und klareren Struktur. Dabei muss ich gestehen, dass die Rubrik Reportage tatsächlich schnell als „Deckmäntelchen für planloses, technisch unambitioniertes Rumgeknipse bei einem Ereignis“ dient, wie einst Martina Mettner in ihrem Buch Erfolg als Fotograf schrieb.

Die Vorauswahl

In seinem Buch Photography Q&A empfiehlt Zack Arias zur Portfolio-Erstellung alle Bilder durchzugehen, die man bisher in seinem Fotografenleben gemacht hat. Am besten die unbearbeiteten RAWs, weil einem die vor Jahren bearbeiteten Fotos heute in ihrem Look vielleicht gar nicht mehr gefallen und allein deshalb aussortiert werden, obwohl sie eine zweite Chance verdient hätten. Auch reift man mit den Jahren nicht nur als Fotograf, sondern auch als „Bild-Redakteur“ und sieht ältere Aufnahmen nach langer Zeit oft mit anderen Augen.

Okay, ganz so tief bin ich nicht in mein Archiv hinabgestiegen. Ich habe mich aktuell auf die Zeit rund um mein im letzten Jahr abgeschlossenes Fotoprojekt Mein Norden beschränkt. So habe ich dann alle meine Fotos nochmals durchgesehen, die ich in der Phase gemacht habe, was auch so eine ausreichende Anzahl war, die zudem ausreichend aktuell ist und auch komplett meinem aktuellen Bildstil entspricht. Dabei habe ich es mir jedoch noch etwas weiter „vereinfacht“ und Zack Arias Rat missachtet. Denn ich habe mir nur die bearbeiteten Bilder vorgeknöpft und fast auch nur die, die ich bereits auf Flickr in größerer und nicht so stringenter Auswahl zeige. Während des Auswahlprozesses habe ich so gleichzeitig meine Alben auf Flickr weiter ausmisten können, da ich über Fotos gestolpert bin, die ich selbst dort heute nicht mehr zeigen möchte. Parallel zu dieser Aufräumarbeit sind alle Bilder, die mir aus den letzten Jahren gefielen, in Ordner gewandert, die ich nach den Portfolio-Rubriken benannt hatte. Dieser Akt ist zeitraubend, aber am Ende hatte ich so eine Vorauswahl für jede Kategorie getroffen, die ich nun in einem Bildverwaltungsprogramm weiter durchsehen konnte.

Steht diese erste Auswahl, tut etwas Abstand zu den eigenen Fotos gut. Und es kann passieren, dass man alle seine Fotos jetzt beschissen findet. Die Bilder, die man in seinem Portfolio gerne zeigen möchte, sind alle nicht dabei. Weil sie alle noch darauf warten, fotografiert zu werden. Hier heißt es, den Dämon zu bezwingen – es gilt mit dem zu arbeiten, was man aktuell zu bieten hat. Alles andere ist Zukunftsmusik und sollte einen nicht abhalten, überhaupt loszulegen und ein Portfolio zu erstellen!

Die Präsentation der 25

Die 25 ist eine magische Zahl. Ein Portfolio (bzw. eine jede Rubrik) sollte nicht aus mehr als 25, maximal 30 Fotos bestehen. Schließlich gilt es, nur die wirklich besten Aufnahmen zu zeigen. Und was repräsentativ ist, sollte man selbst (vor)entscheiden und nicht dem Betrachter überlassen. Im Zweifel ist auch hier – wie so oft – weniger immer mehr.

Manche Bilder sind wie die eigenen Kinder. Die Beziehung zu ihnen ist höchst emotional. Man kann sich nicht im entferntesten vorstellen, sich jemals von ihnen zu trennen. Und doch muss es sein. Allein ist das allerdings kaum zu schaffen. Es braucht Hilfe. Einen zweiten, ungetrübten Blick. So wird leichter klar, welche Fotos ins Portfolio gehören und welche geopfert werden müssen.

Auch kann es sein, dass manche Bilder es nicht ins Portfolio schaffen, weil sie einfach „unangenehm“ herausstechen aus dem Rest und sich nicht einfügen in die finale Auswahl der Aufnahmen, mit der man sein Schaffen darstellen möchte. Sich auf diese geringe Zahl der etwa 25 runter zu kasteien, kann ein schwerer und zermürbender Prozess sein.

Eins nach dem anderen

Wenn die finale Auswahl steht, ist die Arbeit aber noch immer nicht getan. Egal ob für eine Präsentation im Web oder ein gedrucktes Portfolio – es muss eine Reihenfolge gefunden werden, die deutlich über eine „Chronologie der Ereignisse“ hinausgeht. Ein Portfolio braucht einen starken Anfang, der den Betrachter hineinzieht in die Bildstrecke und Lust macht, sich die Fotos anzusehen. Dann heißt es, einen Flow zu schaffen, der ohne zu viele Ecken und Kanten garantiert, durch die Bilder schauen zu können bis hin zu einem verheißungsvollen Ausklang. Oft drängen sich Aufmacher und Schlussbild schnell auf. Der Mittelteil hingegen bedarf häufig eines hin und her, bis die Abfolge reibungslos zusammengestellt ist. Zwischendurch Abstand gewinnen, mal eine Nacht drüber schlafen, tut auch hier wieder gut, um den Blick aufs eigene Werk fokussieren zu können.

Am Ende des ganzen Prozesses, wenn schließlich alles so gut wie fix und fertig ist, wird einem allerdings recht schonungslos vorgeführt, wo die Löcher in der eigenen Arbeit sind, wo das Portfolio mit besserem Material aufgewertet werden muss. Spätestens hier könnte man an einen Punkt gelangen und meinen, besser noch zu warten und das Portfolio erst dann zu zeigen, wenn diese fehlenden Fotos fotografiert sind. Aber das bringt nichts. Irgendwann muss Schluss sein mit dem immer fortlaufenden Arrangieren der Bilder, weil man sich nicht festlegen kann. Es kommt der Punkt, da sollte man über seinen eigenen Schatten springen und das Portfolio veröffentlichen. Es hinausschicken in die Welt, damit es zeigt, was man kann und wer man ist. Und natürlich ist klar, dass man die Aufnahmen, von denen man meint, dass sie noch fehlen, so schnell wie möglich macht und später ins Portfolio integriert und damit schlechtere ersetzt.

In Zack Arias Worten:

„It’s never going to be perfect. It’s never going to be finished. It’s never going to be ready. If you wait until you are ready you’ll never accomplish a thing.“

Buchempfehlungen:

  • Zack Arias, Photography Q&A
  • Martina Mettner, Erfolg als Fotograf

> Mein Portfolio

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